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MISSION STS-134
35. ISS Flug (ULF 6)
RAUMFAHRZEUG
Orbiter Endeavour/OV-105
Besatzung Logo von STS-134
STANDORT Z. ZT.
gelandet
Kom -- Mark Kelly

Plt -- Gregory H. Johnson

MS1 -- Michael Fincke

MS2 -- Roberto Vittori (ESA)

MS3 -- Andrew Feustel

MS4 -- Gregory Chamitoff


KSC STARTZEITPUNKT
16. Mai 2011, 14:56:28 Uhr MESZ
STARTRAMPE
LC 39A, Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC)
LANDEZEITPUNKT
1. Juni 2011, 8:34:51 Uhr MESZ
LANDEBAHN: 
Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) KSC
STARTFENSTER
5 Minuten
MISSIONSDAUER
 16 Tage
BAHNHÖHE und -NEIGUNG:
350 km / 51.6 Grad
NUTZLAST:
EXPRESS-Logistikpallette 3,
Alpha-Magnetspektrometer 2 (AMS-2)

Missionsberichte
Shuttle-Abfertigungsberichte
Terminplan STS-127/ENDEAVOUR
Aufstellung über die planmäßigen Countdownunterbrechungen
Informationen zur letzten ENDEAVOUR-Mission STS-130
Informationen zur letzten Space-Shuttle-Mission STS-133/DISCOVERY
Informationen zur nächsten Space-Shuttle-Mission STS-135/ATLANTIS

Siehe auch: Expedition 26 Besatzung und Expedition 27 Besatzung der Internationalen Raumstation


Aktuelle Statusberichte:
Missionsberichte:
1. Mai 2011, Mittwoch, 17. Missionstag
Die Raumfähre ENDEAVOUR hat heute am Morgen ihre letzte Landung am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida absolviert und sowohl eine erfolgreiche Mission zur Internationalen Raumstation als auch eine überragende 25-jährige Geschichte abgeschlossen.
"Eure Landung gibt diesem Raumfahrzeug ein lebhaftes Vermächtnis, dem noch lange gedacht werden wird", meinte Astronaut und Raumfahrzeugkommunikator Barry Wilmore zu Kommandant Mark Kelly, nachdem die Räder zum Halt gekommen waren. "Willkommen zuhause, ENDEAVOUR."
"Es ist traurig, sie zum letzten Mal landen zu sehen", erwiederte Kelly, "aber sie hinterläßt ein großartiges Vermächtnis."
Die Landung heute um 8:34:51 Uhr MESZ beendete einen Flug, der in 15 Tagen, 17 Stunden und 39 Minuten eine Wegstrecke von 10,47 Millionen Kilometer in 248 Erdumläufen zurückgelegt hat. Er brachte ENDEAVOURs Gesamtresultat auf 197,788 Millionen Kilometer in bei 4671 Erdumläufen in 299 Tagen im All.
Auf dieser Mission hat die ENDEAVOUR das 6,9 Tonnen schwere, umgerechnet rund €1,4 Milliarden teure Alpha-Magnetspektrometer (AMS) 2, einen Teilchenphysikdetektor, der unser Wissen über den Aufbau des Universums vergrößern könnte, zur Station gebracht. Es wurde am 19. Mai mithilfe des Robotarms an der Station montiert. Ebenfalls an Bord war eine Frachtplattform, die ExPRESS-Logistikpallette 3. Bestückt mit schweren Ersatzteilen für die Station, wurde sie am 18. Mai, kurz nach dem Anlegen angekoppelt.
ENDEAVOUR's Besatzung, Kommandant Mark Kelly, Pilot Greg H. Johnson und die Missionsspezialisten Mike Fincke, Roberto Vittori, Andrew Feustel und Greg Chamitoff, brachten auch zusätzliche Ausrüstung und Versorgungsgüter zur Station. Sie führten auch eine Reihe von Wartungsarbeiten aus, darunter der Austausch eines Absorberbetts in der Kohlendioxidfilteranlage.
Feustel, Fincke und Chamitoff haben außerdem vier Außeneinsätze absolviert. In Zwei-Mann-Arbeitsteams führten sie eine ganze Reihe von Wartungs- und Montagearbeiten an der Außenseite der Station aus, darunter das Schmieren eines Drehgelenks am Stationstragwerk, das die Solarzellenflügel der Sonne nachführt. Sie sicherten auch einen Ausleger, der die Reichweite des CANADARM2 der Station vergrößern soll, wenn dies erforderlich ist. Das Orbiter-Sensorauslegersystem (OBSS) der ENDEAVOUR, wurde dafür auf der Station zurückgelassen.
Während des Rendezvous und später nach dem Ablegen wurde der ORION-Sensortest zur Risikominderung bei Relativnavigation (STORRM) erfolgreich ausgeführt. Der Test ist Teil der Entwicklung eines automatischen Rendezvous- und Koppelungssystems.
Seit ihrem ersten Flug im Jahr 1992, einer wagemutigen Satelliteneinfang-, -reparatur- und -wiederaussetzungsmission, hat die ENDEAVOUR unter anderem die erste Baumission zur Internationalen Raumstation geflogen, elf weitere Male an der ISS und einmal an der russischen Raumstation MIR
Halt gemacht und die erste HUBBLE-Wartungsmission ausgeführt.
Die Besatzung soll morgen Abend um 23 Uhr MESZ nach Houston zurückkehren, wo sie im Hangar 990 des Flugplatzes Ellington Field willkommen geheißen werden soll.

1. Mai 2011, Mittwoch, Wiedereintritt und Landung
10:28 Uhr MEZ: Der AstroVan ist abgefahren. Die Techniker des KSC werden noch eine Weile brauchen, bevor der Orbiter in Schlepp genommen und zum Orbiterabfertigungswerk gezogen werden kann. Dort soll er nach den standardmäßigen Arbeiten nach einer Mission für die Überführung in das Museum in Los Angeles vorbereitet werden. Hiermit endet die Berichterstattung zur Mission STS-134.
10:27 Uhr MEZ: Die Besatzung besteigt den AstroVan, der sie zu den Mannschaftsquartieren des KSC bringt, wo weitere medizinische Untersuchungen stattfinden, sie ihre Familienmitglieder wiedersehen, zu Abend essen und sie sich auf die Rückreise zum Johnson Raumfahrtzentrum vorbereiten. Später werden sie auch einer Pressekonferenz teilnehmen.
10:25 Uhr MEZ: "Die ENDEAVOUR sieht aus, als könnte sie gleich die nächste Mission fliegen", meinte Kelly. "Aber tatsächlich war dies ihre letzte."
10:24 Uhr MEZ: Die Astronauten und Charles Bolden versammeln sich vor dem Orbiter an einem Mikrophon um eine kleine Ansprache zu halten.
10:18 Uhr MEZ: Astronauten und Offizielle sind unter dem Orbiter für den traditionellen Rundgang, der mehr aus Gesprächen zwischen den verschiedenen leuten besteht, über die Mission und den Zustand des Orbiters.
10:16 Uhr MEZ: Die Kabine des CTV wurde abgesenkt, die Treppe heruntergeklappt und die Besatzung verläßt das Fahrzeug, um von den wartenden Verantwortlichen der NASA begrüßt zu werden. Dazu gehören NASA-Administrator Charles Bolden, der Beigeordnete Administrator für Weltraumoperationen Bill Gerstenmaier, KSC-Direktor Bob Cabana, Shuttle-Programmleiter John Shannon, Startdirektor Mike Leinbach und der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt Thomas Reiter.
10:07 Uhr MEZ: Das CTV setzt vom Orbiter zurück und rollt an die Seite. Es ist damit zu rechnen, daß die Astronauten bald aussteigen werden.
9:40 Uhr MESZ: Das Missionsleitzentrum in Houston hat die ENDEAVOUR an den Landekonvoi des Kennedy Raumfahrtzentrums übergeben.
9:35 Uhr MESZ: Jetzt eine Stunde seit der Landung. Während die Mannschaften des Landekonvois die Raumfähre sichern, warten NASA-Verantwortliche und KSC-Mitarbeiter auf den Ausstieg der Astronauten aus dem CTV.
9:20 Uhr MESZ: Alle sechs Astronauten haben die ENDEAVOUR verlassen und sind in das CTV hinübergewechselt, wo sie einer ersten medizinischen Untersuchung unterzogen werden. Das CTV ist ein modifizierter Passagierzubringer, dessen Kabine angehoben werden kann, um an die Seitenluke des Orbiters anzukoppeln.
9:14 Uhr MESZ: Mark Kelly hat über Funk ein paar letzte Worte an die Missionsleitung in Houston gesandt, in denen er sich für die Unterstützung und die Zusammenarbeit bedankt hat. Er steigt nun als letzter aus dem Orbiter aus und wechselt in das Mannschaftstransportfahrzeug (CTV) hinüber.
9:10 Uhr MESZ: Die Astronauten haben die vorgeschriebenen Prozeduren nach der Landung abgearbeitet und beginnen, den Orbiter zu verlassen.
9:04 Uhr MESZ: An die Seite des Orbiters ist ein Treppenfahrzeug herangefahren und der Mannschaftstransporter hat seine Kabine angehoben und koppelt an den Weißraum auf der Treppe an. Die KSC-Mitarbeiter werden nun die Luke öffnen.
8:56 Uhr MESZ: Die offiziellen Landezeiten:
Aufsetzen des Hauptfahrwerks:
8:34:51 Uhr MESZ
Aufsetzen des Bugfahrwerks:
8:35:04 Uhr MESZ
Stillstand der Räder:
8:35:36 Uhr MESZ
8:55 Uhr MESZ: Die APUs sind abgeschaltet. Die spektakulären Abgasflammen sind versiegt.
8:53 Uhr MESZ: Die Missionsleitung hat die Freigabe für das Abschalten der APUs gegeben.
8:52 Uhr MESZ: Die Haupttriebwerke wurden in die Regenablaufstellung geschwenkt. Dies ist der letzte Schritt vor dem Abschalten der APUs.
8:49 Uhr MESZ: Das Schnüffelteam ist am Orbiter und sucht nach möglicherweise austretende Betriebsstoffen, wie Hydrazin.
8:47 Uhr MESZ: Die Bordrechner werden in den Modus OPS-9 (Nach der Landung) versetzt.
8:45 Uhr MESZ: Die Rumpfklappe wurde abgesenkt.
8:43 Uhr MESZ: Mark Kelly meldet, daß die Sprengvorrichtungen für die Zugangsluke, das Fahrwerk und den Bremsfallschirm gesichert wurden. Außerdem wurden die Klappen der Außentank-Treibstoffleitungsanschlüsse geöffnet.
8:40 Uhr MESZ: Die Besatzung hat Funkkontakt mit dem Landekonvoi. Sie hat mit den Standardprozeduren nach der Landung zur Sicherung des Fluggeräts begonnen.
8:37 Uhr MESZ: Nachdem der Orbiter zum Stillstand gekommen ist kann man am Heck die pulsierenden Abgase der APUs austreten sehen. Dies ist völlig normal und wird aufhören, sobald die APUs abgeschaltet sind.
Landung der ENDEAVOUR
Oben: Die ENDEAVOUR bei der spektakulären Nachtlandung zum Abschluß der Mission. (Photo: NASA TV)
8:35 Uhr MESZ: Landung! Die ENDEAVOUR ist wieder zuhause nach ihrer letzten Mission.
8:34 Uhr MESZ: Die Raumfähre fliegt jetzt direkt auf die Landebahn zu.
8:33 Uhr MESZ: Jetzt Unterschall. Kelly steuert die ENDEAVOUR in eine 245 Grad Kurve. 12 km Höhe.
8:32 Uhr MESZ: Pilot Johnson übernimmt kurz das Steuer.
8:31 Uhr MESZ: Der doppelte überschallknall kündigt die Ankunft der Raumfähre am Kap an.
8:30
Uhr MESZ: Fünf Minuten bis zur Landung. 24 km Höhe, Mach 2. Die ENDEAVOUR steuert auf das Kap zu.
8:28 Uhr MESZ: Höhe 33 km bei Mach 4 in Richtung Orlando. Flugdaten werden jetzt auch von den Strömungsonden geliefert.
8:26 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR überquert die Westküste Floridas bei Cape Coral in 40 km Höhe mit Mach 6.
8:24 Uhr MESZ: Erfolgreicher Kommunikationstest mit Kommandant Mark Kelly. Die Bahnverfolgungsstation Merritt Island (MILA) hat die ENDEAVOUR erfaßt.
8:23 Uhr MESZ: Mach 9. ENDEAVOUR beginnt Navigation mittels GPS auf die Küste Floridas zu.
8:22 Uhr MESZ: Ein weiteres Rollmanöver. Mach 12 in 53 km Höhe.
8:21 Uhr MESZ: Jetzt über dem Golf von Mexiko.
Anflugweg der ENDEAVOUR
Oben: Der Endanflugweg der ENDEAVOUR auf die Landebahn des KSC zu. (Abbildung: NASA)
8:20 Uhr MESZ: Höhe 60 km über der Halbinsel Yukatan. Mach 16. Noch 15 Minuten bis zur Landung.
8:17 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR überquert in 65 km Höhe mit Mach 19 die Küste von Mexiko in der Provinz Chiapas.
8:15 Uhr MESZ: Geschwindigkeit noch Mach 22. Höhe 70 km. 20 Minuten bis zur Landung.
8:12 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR überquert den Äquator westlich der Galapagosinseln.
8:11 Uhr MESZ: Mach 24. Höhe 73 km. Noch 24 Minuten bis zur Landung. Lageregelung wird sowohl von den Steuerdüsen, inzwischen aber auch von den aerodynamischen Steuerflächen (Höhen-/Querruder, Elevone genannt, und Seitenruder) ausgeführt.
8:08 Uhr MESZ: Höhe 77 km. Der Orbiter hat das erste von vier Querlagemanövern ausgeführt, das Geschwindigkeit abbauen soll.
8:06 Uhr MESZ: Östlich der Pitcairn-Inseln. Höhe 100 km, Geschwindigkeit Mach 25.
8:04 Uhr MESZ: Die Wiedereintrittsgrenzschicht wurde in 120 km erreicht. Der Landekonvoi steht an der Landebahn des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) bereit und erwartet die Landung der ENDEAVOUR.
8:00 Uhr MESZ: Höhe noch 150 km, drei Minuten bis zur Grenzschicht. 35 Minuten bis zur Landung.
7:57 Uhr MESZ: Höhe noch 180 km bei 27.000 km/h Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit wird erst abgebaut, wenn der Orbiter mit der Erdatmosphäre in Kontakt kommt. Damit ist erst in sechs Minuten zu rechnen.
7:55 Uhr MESZ: Höhe noch 210 km über dem Südpazifik.
7:52 Uhr MESZ: Alle drei APUs laufen und funktionieren wie erwartet. Höhe noch 240 km.
Anflugweg der ENDEAVOUR
Oben: Der Endanflugweg der ENDEAVOUR auf Florida zu. (Abbildung: NASA)
7:49 Uhr MESZ: Höhe: 270 km. Südlich von Neuseeland. Die übrigen beiden APUs werden hochgefahren.
7:42 Uhr MESZ: Während die ENDEAVOUR auf dem Weg nachhause ist, hat der Startaufbau mit der Raumfähre ATLANTIS das Tor zur Startrampe 39A erreicht und beginnt den Anstieg auf die Rampe selbst.
7:40 Uhr MESZ: Pilot Greg Johnson läßt den überschüssigen Treibstoff aus dem vorderen Manövriertriebwerkssystem (FRCS) ab. Der Orbiter wird die Wiedereintrittgrenzschicht gegen 8:03 Uhr MESZ in einer Höhe von 120 km erreichen.
7:35 Uhr MESZ: Noch eine Stunde bis zur Landung. Die ENDEAVOUR führt jetzt ein Nickmanöver durch um in die richtige Lage für den Wiedereintritt zu drehen. Diese ist mit dem Bauch voran und die Nase nach vorn um 30 bis 40 Grad angestellt.
7:32 Uhr MESZ: Das Bremsmanöver ist abgeschlossen und gut verlaufen. Die ENDEAVOUR ist auf dem Weg nachhause und in's Museum.
7:29 Uhr MESZ: Die OMS-Triebwerke wurden gezündet. Das Bremsmanöver läuft.
7:27 Uhr MESZ: Gute Konfiguration für das Bremsmanöver.
7:25 Uhr MESZ: Die APU-2 wurde gestartet.
7:21 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR ist jetzt über Indien. Wenn Sie den Weg der ENDEAVOUR in Google Earth verfolgen wollen, laden sie diese Datei herunter und öffnen Sie sie bei Nachfrage. Voraussetzung ist, daß Google Earth auf Ihrem Rechner installiert ist.
7:18 Uhr MESZ: Kommandant Mark Kelly fragte gerade nach einem Drucksensor im Fahrwerk des Orbiters, der am Starttag ein wenig gesponnen hatte. CAPCOM Barry Wilmore erklärte, daß der Sensor seither korrekt angezeigt habe und kein Problem damit mehr erwartet wird.
Die ENDEAVOUR hat die richtige Lage für das Bremsmanöver erreicht.
Anflugweg der ENDEAVOUR
Oben: Der Endanflugweg der ENDEAVOUR auf Amerika zu. (Abbildung: NASA)
7:09 Uhr MESZ: Noch 20 Minuten bis zum Bremsmanöver. Der Orbiter dreht in die richtige Orientierung für das Bremsmanöver, das ist auf dem Rücken mit dem Heck nach vorn.
7:06 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR überquert gerade Deutschland im Norden Nordrhein-Westfalens, Südost-Niedersachsens, Sachsen-Anhalts und Südbrandenburgs.
6:55 Uhr MESZ: Die Vorstartsequenz der APUs wurde erfolgreich ausgeführt.
6:51 Uhr MESZ: Pilot Greg Johnson hat den Schwenktest der OMS-Triebwerke abgeschlossen.
6:50 Uhr MESZ: Die Vorstartsequenz der Hilfskrafteinheiten (APUs) wird von Pilot Greg Johnson eingeleitet. Die APUs stellen den hydraulischen Druck für die Vektorsteuerung der OMS-Triebwerke und die Bewegung der aerodynamischen Steuerflächen während des atmosphärischen Fluges bereit. Vor dem Wiedreintritt wird üblicherweise erst eine APU eingeschaltet, danach werden die anderen beiden APUs aus Redundanzgründen hinzugeschaltet, um während der kritischen Phase des Wiedreintritts und der Landung die Druckversorgung zu sichern. Nur eine APU ist dafür erforderlich.
6:45 Uhr MESZ: Mit den vorhergesagt günstigen Wetterbedingungen hat die Missionsleitung eine frühe Freigabe für das Bremsmanöver um 7:29 Uhr und eine Landung auf der Landebahn 15 des KSC gegeben.
6:35 Uhr MESZ: Noch zwei Stunden bis zur Landung. Die Meteorologische Gruppe hat ihre Wettervorhersage für den geplanten Landezeitpunkt aktualisiert. Danach erwartet man ein paar Wolken in 750 Metern Höhe, gute Sichtbarkeit und östliche Winde mit Windgeschwindigkeiten bis zu 9 km/h.
6:00 Uhr MESZ: Die Besatzung beginnt damit, größere Mengen an Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um die Flüssigkeit, die sie während des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit verloren haben auszugleichen. Dies ist insbesondere wichtig, um den Kreislauf zu stützen, der mit dem Wiedereinsetzen der Schwerkraft besonders belastet wird und Flüssigkeit zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks benötigt.
Mark Kelly wird Orangen- und Zitronensaft trinken, Greg Johnson, Mike Fincke, Roberto Vittori und Greg Chamitoff Wasser und Drew Feustel Orangensaft.
Die Freigabe für die Flüssigkeitsaufnahme ist üblicherweise ein gutes Zeichen dafür, daß die Landung tatsächlich durchgeführt werden soll.
5:55 Uhr MESZ: Drew Feustel berichtet, daß drei Besatzungsmitglieder, er selbst, Roberto Vittori und Greg Chamitoff bereits die Fluganzüge angelegt hätten und Kommandant Mark Kelly derzeit auf dem Mitteldeck seinen Anzug anlege. CAPCOM Barry Wilmore teilte Feustel mit, daß als nächstes die Flüssigkeitszunahme anstehe.
5:51 Uhr MESZ: Das Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) mit Astronaut Rick Sturckow an der Steuerung ist soeben abgehoben. Das STA ist ein umgebautes American Aviation Gulfstream II Kleinpassagierflugzeug, dem über einen Bordcomputer das Flugverhalten des Space-Shuttle-Orbiters aufgeprägt werden kann. Somit kann mit dem STA der Landeanflug eines Shuttles sehr gut simuliert und trainiert werden.
5:43 Uhr MESZ: Die letzten Daten von der Missionleitung sehen das anstehende Bremsmanöver um 7:29:03 Uhr MESZ.Die beiden OMS-Triebwerke sollen für 2 Minuten un 38 Sekunden feuern und den Orbiter um 320 km/h verzögern, genug um aus der Umlaufbahn herauszufallen.
Sobald sich der Orbiter in Reichweite des Kennedy-Raumfahrtzentrums befindet, wird Kommandant Mark Kelly eine 245-Grad-Linkskurve einleiten, um auf die Landebahn 15 für eine Landung um 8:35 Uhr MESZ einzuschwenken.
5:35 Uhr MESZ: Noch drei Stunden bis zur Landung. Während hier in Deutschland die Sonne kurz davor ist aufzugehen, wird die ENDEAVOUR in der Dunkelheit landen. Sie hat vor einigen Minuten zum vorletzten Mal Europa und Deutschland überquert, was aber aufgrund der Morgendämmerung nicht mehr gesehen werden konnte.
Die Besatzung hat gerade eine Überprüfung der Schalterstellungen in der Flugkabine abgeschlossen.
5:22 Uhr MESZ: Die Daten für das Bremsmanöver wurden in die Bordrechner geladen. Das Bremsmanöver soll von den beiden Triebwerken des Orbitalmanövriersystems (OMS) am Heck des Orbiters ausgeführt werden, die das Raumfahrzeug um rund 320 km/h verzögern, genug, um den Tiefpunkt der Bahn in die Erdatmosphäre zu legen und so einen Wiedereintritt der Raumfähre zu erzwingen.
5:15 Uhr MESZ: Die letzte Wettervorhersage sieht weiter grün für die geplante Landung um 8:35 Uhr MESZ. In einer halben Stunde soll Rick Sturckow erneut mit dem STA aufsteigen, um die Wettersituation in der Umgebung um das KSC zu beobachten und zu beurteilen.
5:00 Uhr MESZ: Die ENDEAVOUR dreht sich in eine neue Lage im All, um die Kommunikationsverbindung mit den Datenrelaissatelliten der NASA (TDRS) zu verbessern.
4:53 Uhr MESZ: Als nächstes steht die Überführung der Bordrechner vom Modus OPS-2 (Orbitalbetrieb) in den Modus OPS-3 (Wiedereintritt und Landung) an. Dafür werden alle Programme, die für das letzte Stück der Reise benötigt werden, in die Speicher der Rechner geladen. Für diesen Schritt hat die Missionsleitung gerade die Freigabe erteilt.
4:49 Uhr MESZ: Die NASA bestätigt, daß die Ladebuchttore geschlossen und verriegelt wurden.
4:40 Uhr MESZ: Das Überbrücken der Radiatoren und das Überprüfen der Sprühwasserkühler ist abgeschlossen.
4:35 Uhr MESZ: Noch vier Stunden bis zur Landung. Ein Sprühwasserkühler, der kurzzeitig überhöhte Temperaturen angezeigt hatte, funktioniert wueder normal. Die Sprühwasserkühler sorgen für die Kühlung der Orbitersysteme, wenn die Radiatoren auf der Innenseite der Ladebuchttore abgeschaltet sind.
4:30 Uhr MESZ: Willkommen zur Berichterstattung zu Wiedereintritt und Landung der Raumfähre ENDEAVOUR. Die Besatzung ist seit rund einer Stunde im Zeitplan für den Wiedereintritt. Alles verläuft bislang planmäßig. Die Missionsleitung hat die Freigabe für das Schließen der Ladebucht erteilt, das gegen 4:50 Uhr MESZ erfolgen soll.
Das Wetter für die Landung am KSC ist nicht perfekt, aber akzeptabel. Es wird mit dem Einzug einer Gewitterfront rund eine halbe Stunde nach der Landung in das Gebiet 50 km im Umkreis um die Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) gerechnet. Um 5:50 Uhr soll Astronaut Rick Sturckow mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) aufsteigen, um Wetteraufklärung und Landeanflüge auf die SLF zu fliegen und die Wetterbedingungen einzuschätzen.


1. Mai 2011, Mittwoch, 17. Missionstag
Die Raumfähre ENDEAVOUR ist nur Stunden entfernt von ihrer letzten Landung und dem Abschluß ihres 25. Fluges.
Die STS-134-Besatzung wurde um 23:57 Uhr MESZ mit dem Lied "Sunrise Number 1" von der Gruppe Stormy Mondays geweckt. Das Lied war von der Öffentlichkeit aus den 1350 Vorschlägen des Space-Shuttle-Liedwettbewerbs als Siegertitel ausgewählt worden.
Die Besatzung hatte mit den Vorbereitungen für den Wiedereintritt um 3:26 Uhr MESZ begonnen und sollte die Ladebuchttore um 4:49 Uhr MESZ schließen. Um 7:19 Uhr MESZ wird der Flugdirektor für den Wiedereintritt Tony Ceccacci sein Team für die Freigabe zum Bremsmanövers abfragen. Kommandant Mark Kelly wird die Triebwerke des Orbiters dann um 7:29 Uhr feuern, um den Orbiter weit genug zu verzögern, um aus der Umlaufbahn zu fallen und das letzte Stück der Reise zu beginnen, das mit einer Landung auf der Landebahn 15 des Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) um 8:35 Uhr beendet werden soll.
Es gibt noch eine zweite Landegelegenheit am KSC heute mit einem Bremsmanöver um 9:06 Uhr MESZ und einer Landung um 10:11 Uhr MESZ.
Während die ENDEAVOUR sich auf ihre Rückkehr nachhause vorbereitet, hat die Raumfähre, die den allerletzten Shuttle-Flug überhaupt ausführen soll, die Reise zur Startrampe 39A begonnen. Der STS-135-Startaufbau mit der ATLANTIS wurde um 3 Uhr MESZ aus dem Montagegebäude herausgerollt und soll rund eine Stunde nach der landung der ENDEAVOUR auf der Startrampe 39A abgesetzt werden. Die Besatzung von STS-135, Kommandant Chris Ferguson, Pilot Doug Hurley und die Missionsspezialisten Sandra Magnus und Rex Walheim waren um 3:30 Uhr MESZ außerhalb des KSC-Pressezentrums vor Ort, um Fragen der Reporter zu beantworten.

31. Mai 2011, Dienstag, 16. Missionstag
letztes Interview
Oben: Die ENDEAVOUR-Besatzung beim letzten Medieninterview der Mission. Vorne von links: Greg Chamitoff, Mark Kelly und Mike Fincke; hinten von links: Drew Feustel, Greg Johnson und Roberto Vittori. (Photo: NASA TV)
Die Astronauten der Raumfähre ENDEAVOUR haben heute einen speziellen Weckruf erhalten, um ihren letzten vollen Tag im All mit der Herrichtung des Orbiters für die Rückkehr zur Erde zu beginnen.
Das Wecklied um 0:57 Uhr MESZ war die orginale Komposition "Dreams You Give" von Brian Plunkett, dem Gewinner des zweiten Platzes
aus 1300 Vorschlägen im Liedwettbewerb der NASA, bei dem über 1 Millionen Stimmen abgegeben wurden, um aus den 10 Finalisten die zwei Lieder auszuwählen, die für die Astronauten gespielt werden sollen. Das Siegerlied soll morgen früh zum Wecken der besatzung gespielt werden.
Um 3:06 Uhr MESZ haben alle sechs Besatzungsmitglieder mit Reportern von ABC News, CBS News, CNN, NBC News und Fox News Radio gesprochen.
Rund eine Stunde später haben Kommandant Mark Kelly, Pilot Greg Johnson und Bordingenieur Roberto Vittori ihre Plätze auf dem Flugdeck eingenommen und zusammen mit dem Leitteam für den Wiedereintritt die Überprüfung der Flugsteuerungssysteme durchgeführt; das sind sowohl die aerodynamischen Steuerflächen, die für den atmosphärischen Flug benötigt werden, als auch die Steuerdüsen des Lageregelungs- und Manövriertriebwerkssystems (RCS), die im luftleeren Raum eingesetzt werden. Den größten Teil des restlichen Tages verbrachten die Astronauten mit dem Packen von Gegenständen in der Flugkabine und mit der Vorbereitung auf die Landung morgen um 8:35 Uhr MESZ am Kennedy Raumfahrtzentrum.
Nach dem Mittagessen hatten die Astronauten eine 30-minütige Wiedereintrittseinweisung. Danach arbeiteten Kelly und Johnson 30 Minuten lang mit dem Experiment RAMBO 2, bei dem das Verhalten einer Abgaswolke von einem Feuerstoß eines OMS-Triebwerks beobachtet wird.
Gegen Ende des Tages haben Fincke und Vittori die Ku-Band-Antenne eingefahren. Mit der Antenne werden Daten und Videosignale mit Hochgeschwindigkeit zur Erde bzw. zu einem Datenrelaissatelliten (TDRS) übertragen. Mit dem Einfahren und Sichern der Ku-Band-Antenne endet die Fernsehübertragung von Bord der ENDEAVOUR.
Jedes Besatzungsmitglied absolvierte ein einstündiges Fitneßprogramm.
Die Besatzung ist um 15:56 Uhr MESZ zu Bett gegangen und soll in der Nacht um 23:56 Uhr MESZ wieder geweckt werden.

30. Mai 2011, Montag, 15. Missionstag
Der Abreisetag begann für die ENDEAVOUR-Besatzung um 1:27 Uhr MESZ mit dem Lied "Slowness" von der aus Tucson im US-Bundesstaat Arizona stammenden Gruppe Calexico, das für Kommandant Mark Kelly gespielt wurde.
Das letzte Ablegen der ENDEAVOUR von der Internationalen Raumstation nach 11 Tagen, 17 Stunden und 41 Minuten
auf dem Außenposten verbrachten Tagen stand heute im Mittelpunkt der Besatzung.
Die ENDEAVOUR nach dem Ablegen
Oben: Die ENDEAVOUR nach dem Ablegen und während des Umfliegens des Komplexes. (Photo: NASA TV)
Das Ablegen der ENDEAVOUR erfolgte pünktlich um 5:55 Uhr MESZ, mit Pilot Greg Johnson an der Steuerung an der Rückwand des Flugdecks. Er steuerte den Orbiter hinaus vor die Raumstation und begann dann die langsame Umrundung des Außenpostens in einer Entfernung von 135 bis 200 Metern, so daß seine Besatzungskollegen Mike Fincke, Roberto Vittori, Drew Feustel und Greg Chamitoff, Photos schießen konnten, um den Zustand des Komplexes zu dokumentieren, bevor Johnson die Steuerdüsen feuerte, um die ENDEAVOUR hinter die Station zu bringen.
Von hier übernahm Kelly erneut das Steuer, um eine erneute Annäherung im Rahmen des ORION-Sensortests zur Risikominderung bei Relativnavigation (STORRM) durchzuführen.
Feustel überwachte dabei die Sensoranzeigen, während Kelly das Shuttle zurück in die Nähe der Station steuerte, um ein automatisches Rendezvoussystem zu testen, das einen optischen Blitz-LIDAR-Navigationssensor und eine hochauflösende Koppelungskamera einsetzt. Das System wurde für den Einsatz in zukünftigen Raumfahrzeugen entwickelt.
Die ENDEAVOUR bewegte sich zu einem Punkt 6 km hinter und über der Station, dann wieder zu einem Punkt unter und hinter ihr.
Kelly bewegte die Raumfähre auf einem rendezvousähnlichem Kurs bis zu einem Punkt in knapp 300 Metern Entfernung unterhalb der ISS. Dort führte er ein Separationsmanöver aus, das die ENDEAVOUR endgültig aus der Umgebung der ISS entfernte. Die STORRM-Sensoren maßen dabei weiter ständig die Entfernung von der Station, bis der Kontakt verloren ging. Alle Besatzungsmitglieder der ENDEAVOUR einschließlich der Missionsspezialisten Mike Fincke, Roberto Vittori, Feustel und Greg Chamitoff waren in den vier Stunden des Manövers in die Arbeit mit STORRM eingebunden. Erste Berichte besagen, daß rund 600 Gigabyte an guten Daten produziert wurden.
Zusätzlich zu dem AMS hat die ENDEAVOUR eine Frachtpallette mit Ersatzteilen an der Außenseite der Station zurückgelassen. Sie hatte auch Ausrüstung und Versorgungsgüter für das Innere der Station angeliefert. Shuttle-Besatzungsmitglieder führten vier Außeneinsätze für Wartungs- und Montagearbeiten durch, sowie eine Reihe von Wartungsarbeiten innerhalb der Station selbst.
In der Station bekammen Expedition 28 Kommandant Andreij Borisenko und die Flugingenieure Alexander Samokutjaew und Ron Garan zusätzliche Ruhezeit und ändern ihren Schlafzyklus wieder zum normalen Tagesplan zurück ("Ortszeit" an Bord der ISS ist die Weltzeit UT oder GMT).
Die ENDEAVOUR soll am Mittwoch um 8:35 Uhr MESZ am Kennedy Raumfahrtzentrum landen.
Die Shuttle-Besatzung ist um 16:56 Uhr MESZ zu Bett gegangen und soll um 0:56 Uhr MESZ wieder geweckt werden.

29. Mai 2011, Sonntag, 14. Missionstag
Die Besatzungen von Shuttle und Station wurden heute früh um 1:56 Uhr MESZ mit dem Lied "Galaxy Song" von Clint Black geweckt. Das Lied war vom Flugleitteam für die gesamte Besatzung ausgesucht worden.
Die Verabschiedung und das Schließen der Schotts zwischen der ENDEAVOUR und der Internationalen Raumstation beendeten 11 Tage gemeinsamer Aktivitäten der beiden Besatzungen.
Der größte Teil des Tages war den Vorbereitungen für die Abreise der ENDEAVOUR gewidmet. Dies schloß ein gemeinsames Besatzungsphoto, Verabschiedungen und das Schließen der Schotts um 13:23 Uhr MESZ ein.
ENDEAVOUR-Kommandant Mark Kelly erklärte, es sei eine erfolgreiche Mission gewesen. Stationsflugingenieur Ron Garan meinte, er staune noch immer darüber, was für eine gutgeölte Maschine STS-134 gewesen sei. Er dankte der Besatzung der ENDEAVOUR dafür, "die Station bereit für die weitere Nutzung zu hinterlassen".
Bei ihrem Besuch auf der Station hat die ENDEAVOUR das 6,9 Tonnen schwere und $2 Millionen (ca. €1,4 Millionen) teure Alpha-Magnet-Spektrometer und eine Ersatzteilpallette angeliefert. Die Besatzungsmitglieder der ENDEAVOUR absolvierten vier erfolgreiche Außeneinsätze und führten eine Reihe von Wartungs- und Montagearbeiten aus.
Die letzten Transfers von Ausrüstung und Versorgungsgütern zwischen dem Shuttle und der Station, das Verstauen der Außeneinsatzwerkzeuge und das Abschließen einer größeren Wartungsarbeit, waren die Haupttätigkeiten des heutigen Missionstages.
Missionsspezialist Mike Fincke schloß den schwierigen Austausch eines Absorptionsbetts an der Kohlendioxidfilteranlage (CDRA) ab, den er und Greg Chamitoff gestern begonnen hatten. Fincke beendete den Einbau der CDRA an seinem Platz im Knotenmodul TRANQUILITY.
Chamitoff und Missionsspezialist Drew Feustel beendeten auch das Verstauen der Außenarbeitswerkzeuge. Feustel und andere Besatzungsmitglieder beendeten außerdem auch die letzten Transfers von Ausrüstung, Experimenten und Versorgungsgütern, die meisten davon jetzt von der Station zur ENDEAVOUR.
Früh am Morgen sprachen Pilot Greg Johnson und Feustel mit Medienvertretern von WJRT-TV in Flint, US-Bundesstaat Michigan, WJBK-TV in Detroit, WKYC-TV in Cleveland und WXMI-TV in Grand Rapids, Michigan.
Am Morgen, kurz nach 7 Uhr MESZ, setzte die ENDEAVOUR ihre kleinen Steuerdüsen (Vernier-Düsen) ein, um die Bahn der Raumstation um 945 Meter anzuheben.
Nach dem Schließen der Schotts bereiteten sich die Besatzungsmitglieder auf ihre Abreise von der Station vor. Die Missionsspezialisten Roberto Vittori und Chamitoff überprüften die Rendezvous-Werkzeuge. Feustel führte einige vorbereitende Tätigkeiten mit dem automatischen Rendezvoussystem STORRM (ORION-Sensortest zur Risikominderung bei Relativnavigation). Der Test, der schon während des Rendezvous' der ENDEAVOUR mit der Station begonnen hatte, soll während und nach dem Ablegen mit einem erneuten Rendezvous nach dem Umfliegen der Station fortgeführt werden.
Das Ablegen ist für 5:55 Uhr MESZ am Montag Morgen geplant. Die erste Landegelegenheit am KSC existiert am Mittwoch um 8:35 Uhr MESZ.

28. Mai 2011, Samstag, 13. Missionstag
Die Besatzungen von Shuttle und Station wurden heute Nacht um 2:01 Uhr MESZ mit dem Lied "Will You Carry Me?", gesungen von Michael FitzPatrick. FitzPatrick war 20 Jahre lang Flugleittechniker für Elektrik, Umweltregelung, Betriebstoffe und Mechanik am Johnson Raumfahrtzentrum und hat dabei 80 Missionen unterstützt.
Das Umkonfigurieren von Raumanzügen, Arbeit an einer Kohlendioxidfilteranlage und der Transfer von Ausrüstung und Versorgungsgütern zwischen der ENDEAVOUR und der ISS hielten die Besatzungsmitglieder der angekoppelten Raumfähre an diesem Arbeitstag beschäftigt.
Die drei Raumanzüge, die während der vier erfolgreichen Außeneinsätze verwendet wurden, wurden von Kommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Andrew Feustel umkonfiguriert. Am Morgen bereiteten sie zwei der Anzüge für den Rücktransport zur Erde mit der ENDEAVOUR vor.
Der dritte wurde in der Größe angepaßt, damit er Flugingenieur Ron Garan paßt. Er und Mike Fossum, der übernächste Woche mit einer SOJUS an Bord kommen soll, um als Expedition 28 Flugingenieur zu dienen, sollen während des Besuchs der Raumfähre ATLANTIS im Rahmen der Mission STS-135, dem letzten geplanten Shuttle-Flug überhaupt, einen Außeneinsatz durchführen.
Die Missionsspezialisten Mike Fincke und Greg Chamitoff verbrachten den größten Teil des Tages mit einer CO2-Filteranlage, bei dem sie ein Filterbett austauschten. Die Arbeit war auf vier Stunden angesetzt mit zusätzlicher Zeit für die Wiederinbetriebnahme, aber die Komplexizität und Schwierigkeit
der Arbeit ließ sie länger dauern.
Feustel und Missionsspezialist Roberto Vittori arbeiteten rund vier Stunden lang am Transfer von Ausrüstungsgegenständen und Versorgungsgütern. Die Transferarbeiten liefen bislang dem Arbeitsplan voraus und sind nahezu abgeschlossen, abgesehen von den Gegenständen, die erst in letzter Minute in die ENDEAVOUR herübergebracht werden, wie die, die Kühlung erfordern.
Kelly und Pilot Greg Johnson verbrachten Zeit mit einer Studie über Wirbelsäulenverlängerung. Die Wichtigkeit dieser Studie zeigte sich sehr deutlich während des letzten Außeneinsatzes am Freitag. Chamitoff hatte Schwierigkeiten, seine Füße in eine Fußhalterung einzuhängen, weil, wie er glaubt, seine Raumanzugshosenbeine etwas zu lang waren. Er war offensichtlich
im All nicht so sehr gewachsen, wie man vorhergesagt hatte.
Früh am Morgen, gegen 4:15 Uhr MESZ, sprachen Kelly, Johnson und Garan mit Mittelschulschülern, Lehrern und anderen, die an der Universität von Arizona in Tucson zusammengekommen waren. Um 14:45 Uhr MESZ beantwortete Johnson Fragen von Medienvertretern von Gannet, KPRC-TV aus Houston und Voice of America.

27. Mai 2011, Freitag, 12. Missionstag
Die Besatzungen von Shuttle und Station wurden heute um 1:58 Uhr MESZ mit einer modifizierten Version des Liedes "Fun, Fun, Fun" geweckt, dessen Liedtext Begriffe aus dem Shuttle-Umfeld enthielt. Es wurde für alle sechs Shuttle-Astronauten gespielt.
Nachdem sein Beitrag zur Sicherheit der Raumfähre abgeschlossen war, hat der Orbiter-Sensorausleger (OBSS) heute ein neues Heim am Haupttragwerk der Internationalen Raumstation gefunden und einen neuen Namen bekommen.
Der Ausleger wurde während des vierten und letzten Außeneinsatzes der Mission umversetzt. Die Missionsspezialisten Mike Fincke und Greg Chamitoff nahmen den Ausleger vom CANADARM2 ab und sicherten ihn um 7:42 Uhr MESZ am Tragwerksegment S1.
ENDEAVOUR-Pilot Greg Johnson und Stations-Flugingenieur Ron Garan steuerten den Robotarm von der CUPOLA aus, als sie den OBSS vom Shuttle-Arm entgegennahmen. Sie bewegten ihn zum S1-Segment und übergaben ihn an die Raumfahrer. Fincke und Chamitoff sicherten ihne an Befestigungsklammern und machten ihn zu einem offiziellen Teil der Station, die ISS-Armverlängerung genannt.
In der Folge holten sie eine Greifhalterung mit Strom- und Datenanschluß (PDGF) vom Backbord Ende des Tragwerks und brachten es zum Ausleger. Sie montierten eine elektrische Greifvorrichtung vom Ende des Ausleger ab, die der Shuttle-Arm zum Greifen benutzt hatte, und ersetzten sie mit der Greifhalterung, die sie geholt hatten. Mit dieser Greifhalterung kann der Ausleger vom CANADARM2 am Ende gegriffen werden und als Verlängerung genutzt werden, sollte dies erforderlich sein.
Mit der Greifhalterung wurde der Ausleger zur verbesserten ISS-Armverlängerung.
Die letzte große Aufgabe hatte mit DEXTRE
zu tun, dem Robotfeinmanipulator für Sonderzwecke, der zur kanadischen Robotgerätegruppe gehört, die auch den Shuttle und den Stationsarm umfaßt. An der EXPRESS-Logistik-Palette 3 am Tragwerk, entfernten sie die Startsicherungen von einem Ersatzarm für den Roboter, der von der ENDEAVOUR hochgebracht worden war.
Nachdem das beendet war, begannen Fincke und Chamitoff mit den standardmäßigen Aufräumarbeiten, bevor sie in die Luftschleuse QUEST zurückkehrten. Das Fluten des Schleusenraums begann um 13:39 Uhr, was das Ende des 7 Stunden und 24 Minuten dauernden Außeneinsatzes markierte.
Andrew Feustel, der an den drei ersten Außeneinsätzen der Mission teilgenommen hatte, leitete Fincke und Chamitoff bei ihren Arbeiten an. Astronaut Steve Swanson war erneut der Außeneinsatz-Kommunikationsoffizier in der Stationsleitwarte im Missionsleitzentrum. ENDEAVOUR-Kommandant Mark Kelly sorgte erneut für die Photo- und Videodokumentation.
Während die Exkursion heute der letzte geplante Außeneinsatz war, der von Shuttle-Astronauten ausgeführt wurde, war heute auch ein Tag der Meilensteine.
Um 11:02 Uhr MESZ überschritten Fincke und Chamitoff die 1000-Stunden-Marke an Bau- und Wartungsarbeiten an der Raumstation. Und um 2 Uhr in der Nacht zum Samstag wird Fincke der US-Astronaut mit der meisten Weltraumerfahrung sein, wenn er einschließlich seiner beiden vorangegangenen Langzeitmissionen 377 Tage im All verbracht hat. Damit bricht er den bislang von Peggy Whitson, der Leiterin des Astronautenbüros gehaltenen Rekord.

26. Mai 2011, Donnerstag, 11. Missionstag
ENDEAVOUR's Bug
Oben: Der Bug der ENDEAVOUR ragt über die Module HARMONY (links) und COLUMBUS (rechts) empor. (Photo: NASA)
Die ENDEAVOUR-Besatzung und die Expedition 28 wurden heute um 1:56 Uhr MESZ mit dem Lied "Countdown" der kanadischen Band Rush geweckt, das für Mike Fincke gespielt wurde. Fincke erläuterte, wie seine Freunde Greg Shurtz und NASA-Mitarbeiter Ken Fisher das Lied ausgesucht hatten, und zwar weil die Band von dem Start von STS-1 zu ihrem Album "Signals" inspiriert worden war. Fincke erklärte weiter, daß das Lied dem Space-Shuttle-Programm als Ganzes Tribut zolle, das Menschen auf der ganzen Welt inspiriert habe.
Die Besatzung hat den größten Teil des Tages mit der Spätinspektion des Hitzeschutzsystems der Raumfähre und mit Vorbereitungen für den vierten und letzten Außeneinsatz der Mission verbracht.
Pilot Greg Johnson und die Missionsspezialisten Mike Fincke und Andrew Feustel setzten den Robotarm mit dem 15 Meter langen Orbiter-Sensorausleger ein, um die rechte Flügelvorderkante zu inspizieren. Die Missionsspezialisten Roberto Vittori, Feustel und Greg Chamitoff schauten anschließend auf die Nasenkappe und Johnson, Vittori und Chamitoff schlossen die Inspektion nach der Abtastung der linken Tragfläche um 8:16 Uhr MESZ ab.
Dies war eine routinemäßige Prüfung auf Schäden, die während der angekoppelten Phase an der Raumstation aufgetreten sein könnten.
Die Bilder von der Inspektion wurden zur Erde übertragen, wo sie von Experten analysiert werden. Da der Orbiter-Sensorausleger auf der Station zurückgelassen wird, war es erforderlich, die Spätinspektion durchzuführen, solange die ENDEAVOUR sich noch an der Station aufhält. Der 15 Meter lange Ausleger soll als Verlängerung für den Stationsarm CANADARM2 zur Verfügung stehen.
Die Besatzungsmitglieder haben sich heute auch auf den vierten und letzten Außeneinsatz der Mission am Freitag vorbereitet. Fincke und Missionsspezialist Greg Chamitoff werden ihn diesmal besteiten. Andrew Feustel, der bei den ersten drei Außeneinsätzen ausgestiegen war, half ihnen dabei, die Werkzeuge zusammenzusuchen und herzurichten und die Luftschleuse einzurichten. Er wird sie außerdem beim Außeneinsatz von Innen anleiten.
Die gesamte Besatzung war zum Ende des Arbeitstages für eine Stunde zusammengekommen, um den Ablauf des morguigen Außeneinsatzes durchzusprechen. Fincke und Chamitoff werden die Nacht bei verringertem Luftdruck im Schleusenmodul QUEST der Raumstation verbringen, um den Stickstoff aus ihren Blutbahnen auszubringen.
Das neue Voratmungsprotokoll ISLE, das vor dem letzten Außeneinsatz erfolgreich getestet wurde, wird diesmal nicht eingesetzt, da es mehr Kohlendioxidfilterkapazität in Form von Lithiumhydroxid-Behältern erfordert. Der Meßfühler für  die Kohlendioxidkonzentration in Chamitoffs Anzug war beim ersten Außeneinsatz letzten Freitag ausgefallen. Mit der Übernachtungsmethode fortzufahren ist eine konservative Herangehensweise, die den Außenarbeitern 40 Minuten mehr Kohlendioxidfilterkapazität gibt und war Teil des Plans für den letzten Außeneinsatz.
Zu den Aufgaben des Außeneinsatzes gehören das Lagern des Auslegers aum Stationstragwerk und das Ersetzen der Greifhalterung am an dem einem Ende mit einer Strom- und Datengreifhalterung, die derzeit an einem Ersatzarm des Feinmanipulators DEXTRE angebracht ist. Außerdem soll die neue Standbasis für den CANADARM2 auf dem SARJA-Modul zuende angeschlossen werden.
Gegen 5 Uhr am Morgen sprach Kelly mit Medienvertretern von vier Fernsehsendern in Tucson im US-Bundesstaat Arizona. Kurz nach 11:40 Uhr hielt die Besatzung die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz ab.

25. Mai 2011, Mittwoch, 10. Missionstag
Fincke beim dritten Außeneinsatz
Oben: Mike Fincke grinst hier beim dritten Außeneinsatz in die Kamera. Am linken Arm hat er das Handbuch mit den Arbeitsabläufen angeheftet. (Photo: NASA)
Der heutige Tag begann für die Besatzung der ENDEAVOUR um 1:56 Uhr MESZ mit dem Lied "Real World" von Matchbox 20 für Pilot Greg Johnson.
Ein weiterer Außeneinsatz stand heute auf dem Programm. Die Astronauten Drew Feustel und Mike Fincke stellten um kurz vor 7:43 Uhr MESZ ihre Raumanzüge auf Batterieversorgung, womit der Außeneinsatz offiziell begann. Vor dem Ausstieg probierten sie ein neues Voratmungsprotokoll aus, ISLE, bei dem die Raumfahrer die Nacht vor dem Außeneinsatz normal verbringen. Nach dem Wecken atmen sie dann für eine Stunde lang reinen Sauerstoff, während der Druck im Modul auf 700 mbar reduziert wird. Dann legen sie ihre Raumanzüge an und führen
darin für 50 Minuten leichte Bewegungen mit Armen und Beinen aus, um ihre metabolische Umsetzung zu erhöhen und so den Stickstoff schneller aus ihren Blutbahnen auszubringen.
Dies vermied, die Nacht bei verringertem Luftdruck in der Schleuse zu verbringen und sparte Sauertsoff.
Feustel und Fincke brachten eine Greifvorrichtung am russischen Modul SARJA an, die es dem CANADARM2 ermöglicht sie als Basis zu nutzen und auch auf dem russischen Segment zu operieren.
Der Arm kann sich wie ein Wurm von Greifhalterung zu Greifhalterung bewegen, indem er die eine Halterung greift und dann am anderen Ende losläßt, wodurch dann die ursprüngliche Basis zur neuen Hand wird. Das Anschließen eines Kabels, das
Strom für den Arm zur neuen Halterung leitet, ist auf dem Plan für den vierten Außeneinsatz am Freitag.
Die Raumfahrer brachten auch einen Videosignalkonverter an SARJA an und verlegten Stromkabel vom US-Segment nach SARJA. Diese stellen eine Ersatzversorgungskapazität für die Übertragung von Strom von den Solarzellen zum russischen Segment bereit.
Feustel und Fincke beendeten eine Arbeit, die sie auf dem ersten Außeneinsatz begonnen hatten. Hierbei schlossen sie die Antennen des drahtlosen Kommunikationssystems an. Diese Arbeit konnte am letzten Freitag nicht erledigt werden, da sich ein Problem an Chamitoffs Raumanzug eingestellt hatte, das zu einer vorzeitigen Beendigung des Außeneinsatzes geführt hatte.
Sie schossen Photos von ihrer Arbeit und von den Schubdüsen SARJAs und fertigten ein Infrarotvideo von einem Experiment über Beschichtungen bei variablen Wärmeregelungsstrategien an.
Missionsspezialist Greg Chamitoff leitete sie vom nnern der Station an und Astronaut Steve Swanson war der Kommunikationsastronaut im Missionsleitzentrum. Kommandant Mark Kelly übernahm die Photo- und Videodokumentation.
Der Außeneinsatz endete nach 6 Stunden und 54 Minuten um 14:37 Uhr MESZ, als die Luftschleuse wieder geflutet wurde. Es war der sechste Außeneinsatz für Feustel und der achte für Fincke. Außerdem war es der 247. US-amerikanische Außeneinsatz.
Der Außeneinsatz brachte die Gesamtdauer aller für den Aufbau und die Wartung der Station aufgewendeten Außenarbeiten auf 995 Stunden und 13 Minuten bei 158 Einsätzen. Der vierte Außeneinsatz am Freitag Morgen wird aller Voraussicht nach die 1000 Stunden Marke überschreiten. Er wird außerdem der letzte Außeneinsatz von einer Shuttle-Besatzung sein. Ein Außeneinsatz, der während der Mission STS-135 ausgeführt werden soll, soll von Raumfahrern der Stationsbesatzung bestritten werden.
Bei anderen Aktivitäten des heutigen Tages  verbrachten Pilot Greg Johnson und Missionsspezialist Roberto Vittori den größten Teil des Tages mit dem Einlagern von Ausrüstung und Versorgungsgütern. Stationsflugingenieur Ron Garan half den Raumfahrern, nachdem sie wieder im Innern der Station waren.

24. Mai 2011, Dienstag, 9. Missionstag
Cady Coleman nach der Landung in Kasachstan.
Oben: Expedition 27 Flugingenieurin Catherine Coleman nach der Landung in Kasachstan. (Photo: NASA TV)
Die gemeinsame Besatzung aus ENDEAVOUR und der Internationalen Raumstation hat sich auf neun reduziert, nachdem zum ersten Mal überhaupt eine SOJUS-Kapsel von der Station abgekoppelt, währen eine Raumfähre an ihr angekoppelt war.
Im Anschluß an das Ablegen um 23:35 Uhr MESZ eine ebenso nicht zuvor dagewesene Photogelegenheit dokumentierte den 450 Tonnen schweren Komplex mit dem Shuttle angekoppelt und die Station langsam für den Photographen gedreht wurde.
Während der ehemalige Kommandant der Station Dmitrij Kondratiew das Steuer der SOJUS bediente, stieg ESA-Astronaut Paolo Nespoli in das Orbitalmodul der SOJUS und dokumentierte den Blick auf die Station und die Raumfähre aus einer Entfernung von rund 200 Metern. NASA-Astronautin Cady Coleman kehrte ebenfalls mit der SOJUS zurück, die um 4:26 Uhr MESZ in der Steppe Kasachstan landete.
Die Expedition 27 Besatzung hatte zwei Stunden nachdem die ENDEAVOUR-Besatzung zu Bett gegangen war die Heimreise angetreten. Die ENDEAVOUR-Besatzung hatte den größten Teil des gestrigen Tages frei.
Die Besatzung der ENDEAVOUR und der nun zur Expedition 28 Besatzung gehörende Flugingenieur Ron Garan wurden um 2:26 Uhr MESZ mit dem Lied "Svegliarsi La Mattina" vom italienischen Duo Zero Assoluto geweckt, das für Missionsspezialist Roberto Vittori in die Lautsprecher der Raumfähre eingespielt wurde.
Am heutigen Tag standen Vorbereitungen für den dritten Außeneinsatz der Mission an. Außerdem nahmen Wartungs- und Reparaturarbeiten die Besatzungsmitglieder in Beschlag.
Fincke und Garan
Oben: Mike Fincke und Ron Garan wurden hier bei der Arbeit hinter einem der der Schränke photographiert. (Photo: NASA)
Der Außeneinsatz von Mike Fincke und Drew Feustel soll am Mittwoch um 7:46 Uhr MESZ beginnen. Zu den geplanten Aufgaben gehören das Anbringen eines Greifvorrichtung am Modul SARJA, die als Basis für den STationsarm CANADARM2 dienen kann.
Sie sollen außerdem Stromüberbrückungskabel anbringen, die Strom vom US-Segment zu SARJA leiten sollen und einen Videosignalkonverter an SARJA anbringen. Sie planen außerdem das Anschließen von Kabeln für das externe Drahtloskommunikationsnetzwerk der Station, eine Aufgabe die beim ersten Außeneinsatz am Freitag nicht ausgeführt werden konnte.
Die zwei Außenarbeiter und ihr Innenbordassistent Greg Chamitoff konfigurierten heute die Werkzeuge für den Außeneinsatz. Später am Tag kamen alle Besatzungsmitglieder zusammen, um den geplanten Ablauf des Außeneinsatzes durchzusprechen.
Eine neue Änderung für diesen Ausstieg wird die Anwendung des Protokolls mit leichten Bewegungen im Anzug, das helfen soll, den Stickstoff aus den Blutbahnen auszubringen. Dabei sollen die Astronauten bei angelegtem Raumanzug 50 Minuten lang Arme und Beine bewegen mit insgesamt 50 Minuten Pausen dazwischen. Es vermeidet das Übernachten bei vermindertem Luftdruck und spart Sauerstoff.
Kurz nach dem Aufstehen tauschte Fincke mit der Hilfe von Flugingenieur Ron Garan ein Strom-Fernsteuermodul aus, das im Prinzip ein Stromschaltkasten ist, der die Übertragung von Dateien zur Erde ermöglicht. Einige Experimentendaten waren betroffen, aber die meisten der Experimente können die Daten zur späteren Übermittelung zwischenspeichern.
In der Zwischenzeit arbeitete Kommandant Mark Kelly am Austausch eines Filterbetts in der Kohlendioxidfilteranlage. Später am Tag tauschten Fincke und Chamitoff ein Element des Sauerstofferzeugersystems aus.
Die Astronauten der ENDEAVOUR hatten auch ein paar Stunden Freizeit.
Kurz vor 7 Uhr sprachen Pilot Greg Johnson und Chamitoff mit Medienvertretern zweier Fernsehsender aus San Franzisko, KPIX-TV und KGO-TV, und mit KFBK Radio aus Sacramento. Gegen 12:45 Uhr stellten sich Kelly, Fincke und Chamitoff den Fragen von The Daily, NewsRadio 1020 KDHA in Pittsburgh, KTRK-TV aus Houston und der Pittsburgh Tribune-Review.

23. Mai 2011, Montag, 8. Missionstag
Nespoli und Vittori
Oben: Die beiden italienischen ESA-Astronauten mit der italienischen Flagge beim Gespräch mit dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano. (Photo: NASA)
Die Besatzung der ENDEAVOUR und Expedition 27 Flugingenieur Ron Garan wurden um 3 Uhr MESZ mit dem Lied "Times Like These" von den Foo Fighter geweckt, das für Missionsspezialist Andrew Feustel gespielt wurde.
Die Astronauten der ENDEAVOUR sagten heute der halben Stationsbesatzung "Auf Wiedersehen", als sich die Expedition 27 Besatzungsmitglieder auf die Heimreise vorbereiteten.
Kommandant Dmitrij Kondratiew und die Flugingenieure Cady Coleman und Paolo Nespoli verabschiedeten sich von ihren Besatzungskollegen  und schlossen die Schotts zur SOJUS TMA-20 um 20:45 Uhr MESZ. Das war rund zwei Stunden nachdem die ENDEAVOUR-Besatzung zu Bett gegangen war. Das Ablegen erfolgte pünktlich um 23:35 Uhr.
Nach dem Abkoppeln bewegte sich die SOJUS in eine Entfernung von 200m von der Station, was Nespoli ermöglichte Bilder von der Station mit der angekoppelten ENDEAVOUR zu schießen, bevor sie sich endgültig aus dem Gebiet wegbewegte. Die Landung
in der Steppe Kasachstans ist für 4:26 Uhr MESZ geplant.
Die Astronauten der Raumfähre hatten nach den anstrengenden Aktivitäten der vergangenen Tage den größten Teil des Tages frei.
Kommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Mike Fincke beantworteten Sonntag früh Fragen aus einer Gruppe von 400
Kindern von Kindergarten bis fünfte Klasse der Mesa Verde Grundschule in Tucson im US-Bundesstaat Arizona.
Später am Tag hatten die Besatzungsmitglieder eine private Konversation mit Außeneinsatzexperten im Missionsleitzentrum. Bei dem Gespräch wurden die Aktivitäten des zweiten Außeneinsatzes am Sonntag besprochen. Die Außenarbeiter Andrew Feustel und Mike Fincke, Innenbordassistent Greg Chamitoff und Mark Kelly nahmen auf Seite der ENDEAVOUR teil.
Gegen 15:30 Uhr sprachen Missionsspezialist Roberto Vittori und sein ebenfalls italienischer Stationskollege Paolo Nespoli mit dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano in Rom.

22. Mai 2011, Sonntag, 7. Missionstag
Feustel beim zweiten Außeneinsatz
Oben: Drew Feustel beim zweiten Außeneinsatz. (Photo: NASA)
Die Besatzungsmitglieder der ENDEAVOUR und ihr Stationskollege Expedition 27 Flugingenieur Ron Garan wurden heute um 3:27 Uhr MESZ mit dem Lied "Il Mio Pensiero" von Ligabue geweckt. Das Lied wurde für Missionsspezialist und ESA-Astronaut Roberto Vittori gespielt.
Es wurde ein langer Tag für die Außenarbeiter der ENDEAVOUR außerhalb der Internationalen Raumstation, als sie daran arbeiteten, alle vorgesehenen Aufgaben zu erledigen.
Die Missionsspezialisten Andrew Feustel und Mike Fincke beendeten ihren 8 Std. und 7 Minuten langen Außeneinsatz um 16:12 Uhr MESZ. Sie toppten das Ammoniakgas aus einem Kühlkreislauf ab, schmierten ein Solarzellenflügel-Drehgelenk am Backbord-Tragwerkausleger und eine der Hände des Feinmanipulatorroboter DEXTRE und brachten Lagerträger nahe der Mitte des Haupttragwerks an.
Die erste Aufgabe war das Verlegen eines Überbrückungskabels zwischen den Kühlkreisläufen der Backbord-Tragwerksegmenten P3 und P4. Danach bewegten sie sich zum Segment P6, wo sie von dem leicht undichten Kühlmittelkreislauf das Ammoniakgas abtoppten und anschließend knapp 2,3 kg flüssiges Ammoniak nachfüllten. Der Kreislauf faßt rund 25 kg Ammoniak.
Nach Abschluß dieser Aufgabe bewegte sich Fincke zum Backbord-Solar-Alpha-Drehgelenk, das es dem Solarzellenflügel ermöglicht der Sonne nachgefühgrt zu werden, und begann die Abdeckung abzuschrauben, damit er den Laufring schmieren konnte. Nach einigen Schwierigkeiten (eine Schraube der Abdeckung ging verloren) entschied die Missionsleitung, daß er nur vier statt sechs Abdeckungen entfernen sollte.
Nachdem Fincke den ersten der zwei geplanten Schmierdurchgänge am Laufring durchgeführt hatte, begannen die Flugleittechniker, das Backbord-Drehgelenk ein Stück zu drehen, damit sich das Schmiermittel auf dem Ring verteilen konnte. Während der Drehbewegung setzten die Raumfahrer die Ammoniak-Überbrückungskabel an ihre ursprüngliche Position um.
Feustels nächste Aufgabe war das Anbringen einer Kameraabdeckung am Feinmanipulatorroboter DEXTRE und das Schmieren einer der Hände des Robots. ENDEAVOUR-Pilot Greg Johnson und Stationsflugingenieurin Cady Coleman setzten den CANADARM2 ein, um DEXTRE zu Feustel zu bewegen.
Kommandowechsel auf der Station
Oben: Dmitrij Kondratiew (vorne links) übergibt das Kommando über die ISS an Andreij Borisenko (vorne rechts). Dahinter von links: Paolo Nespoli, Cady Coleman, Alexander Samokutjaew und Ron Garan. (Photo: NASA TV)
Für Coleman war es der letzte volle Tag an Bord der Station vor ihrer für Montag Nacht geplanten Rückkehr zur Erde mit ihren Expedition 27 Besatzungskollegen Dmitrij Kondratiew und Paolo Nespoli.
Fincke brachte zwei Radiator-Greifstangen-Lagerträger am Steuerbordsegment S1 an. Als die Teildrehung des Drehgelenks abgeschlossen war, bewegten sich Feustel und er zum Drehgelenk zurück, um den zweiten Schmierdurchgang durchzuführen.
Als nächstes brachten sie drei der vier Abdeckungen am Drehgelenk wieder an. Die Vierte nahmen sie mit in die Luftschleuse; sie soll später bei einem anderen Außeneinsatz wieder angebracht werden.
Von Innen wurden sie von Greg Chamitoff durch ihre Arbeiten geleitet. Er hatte vorgestern am ersten Außeneinsatz teilgenommen und soll auch den vierten letzten Außeneinsatz zusammen mit Fincke bestreiten. Astronaut Steve Swanson diente als Raumfahrzeug-Kommunikationsoffizier (CAPCOM) in der Stationsleitwarte im Missionsleitzentrum in Houston. Kommandant Mark kelly half dabei, die Astronauten für den Außeneinsatz vorzubereiten und dokumentierte den Tag mit Photos und Video.
Der Außeneinsatz war der Fünfte für Feustel und der Siebte für Fincke, deren erste sech er in russischen Raumanzügen absolviert hatte. Es war der 157. Außeneinsatz der dem Aufbau und der Wartung der Station gewidmet war und der 246. von US-Astronauten.
Johnson verbrachte rund drei Stunden mit dem Verstauen von Gegenständen, während Roberto Vittori den größten Teil seines Nachmittags mit dem Herüberschaffen von Ausrüstung und Versorgungsgütern von der ENDEAVOUR
und dem Einlagern auf der Station verbrachte.
Um 17:31 Uhr übergab Dmitrij Kondratiew, der Kommandant der Expedition 27 an Bord der Internationalen Raumstation in einer kleinen Zeremonie das Kommando an Andreij Borisenko, der die Expedition 28 kommandieren wird. Kondratiew, ESA-Astronaut Paolo Nespoli und Coleman sollen in der Nacht zum Dienstag mit ihrer SOJUS TMA-20 von der Internationalen Raumstation ablegen und wenige Stunden später auf der Erde landen. Kurz nach dem Ablegen soll Nespoli die einzigartige Gelegenheit nutzen und aus dem Orbitalmodul der SOJUS heraus Photos von der Station mit dem angekoppelten Shuttle schießen. Expedition 28 wird offiziell mit dem Ablegen von SOJUS TMA-20 beginnen.
Die Shuttle-Besatzung ging um 18:56 Uhr MESZ zu Bett und soll morgen früh um 2:56 Uhr MESZ wieder geweckt werden.

21. Mai 2011, Samstag, 6. Missionstag
Die leere Ladebucht der ENDEAVOUR
Oben: Die nun leere Ladebucht der ENDEAVOUR, aufgenommen von einem Besatzungsmitglied von Bord der ISS. Auch zu sehen ist der Robotarm der Raumfähre mit dem OBSS und im Vordergrund der Robot-Feinmanipulator DEXTRE. (Photo: NASA)
Die gemeinsame Besatzung aus Shuttle und Station wird heute Zusammenarbeiten, um Robotarbeiten zu absolvieren und Vorbereitungen für den zweiten Außeneinsatz der Mission zu treffen.
Die Besatzung der ENDEAVOUR und Expedition 27 Flugingenieur Ron Garan wurden um 3:26 Uhr MESZ mit dem Lied "In View von Tragigally Hip geweckt. Das Lied wurde für Drew Feustel gespielt.
Der Rest der Expedition 27 Besatzung wurde um 8:01 Uhr MESZ geweckt.
Die Missionsleitung hat den Hitzeschild der ENDEAVOUR für den Wiedereintritt freigegeben, nachdem sie die Daten und Bilder von der genaueren Inspektion der beschädigten Kacheln auf der Unterseite des Orbiters ausgewertet hatten.
Ein Gespräch mit dem Papast, die genauere Inspektion und die Vorbereitungen für den nächsten Außeneinsatz waren die Höhepunkte heute an Bord der Internationalen Raumstation und der Raumfähre.
Die Besatzungsmitglieder der ENDEAVOUR, Kommandant Mark Kelly, Pilot Greg  H. Johnson und die Missionsspezialisten Mike Fincke, Roberto Vittori, Andrew Feustel und Greg Chamitoff versammelten sich um 13:11 Uhr MESZ zusammen mit der Expedition 27 Besatzung aus Kommandant Dmitrij Kondratiew und den Flugingenieuren Paolo Nespoli, Cady Coleman, Andreij Borisenko, Alexander Samokutjaew und Ron Garan für ein Gespräch mit Papst Benedikt XVI.
Die Besatzung spricht mit dem Papst
Oben: Die Besatzung der Station (links) und der Raumfähre ENDEAVOUR (rechts) sprechen mit Papst Benedikt XVI. (Photo: NASA TV)
Der Papst, der von Thomas Reiter, dem Direktor für bemannte Weltraumoperationen der ESA und selbst Astronaut, der Besatzung vorgestellt wurde, stellte den Besatzungen Fragen über ihre Ansichten und Gedanken über die Erde. Er fragte sie auch, welche Botschaften sie aus dem All zur Erde zurückbringen werden und welchen Gedanken sie im All nachgingen.
Die genauere Inspektion begann zuvor am Morgen um 8:35 Uhr MESZ. Mithilfe des Robotarms der Raumfähre und dem Orbiter-Sensorauslegersystem (OBSS) nahmen Johnson, Fincke und Vittori eine spezielle Stelle zwischen der Steuerbord-Hauptfahrwerksklappe  und der Außentankanschlußklappe in Augenschein.
Sie schoßen detaillierte Photos und vermaßen den Bereich mit den Lasern dreidimensional. Die Inspektion endete um 10:30 Uhr MESZ. Die Daten und Bilder wurden zur Erde übertragen und von Experten analysiert.
Im Anschluß an das Gespräch mit Papst Benedikt arbeiteten Feustel, Fincke und Chamitoff rund zwei Stunden an der Herrichtung ihrer Außeneinsatzwerkzeuge. Gegen Ende des Tages besprachen die Besatzungsmitglieder den anstehenden morgigen Außeneinsatz. Der Außeneinsatz soll von Fincke und Feustel durchgeführt werden, die die Nacht in der Luftschleuse QUEST bei vermindertem Luftdruck verbringen werden. Bei dem Außeneinsatz sollen eine Reihe von Aufgaben ausgeführt werden, darunter das Abtoppen von Ammoniakkas in einem Kühlkreislauf, das Schmieren des Backbord-Solar.-Alpha-Drehgelenks und das Arbeiten mit dem Feinmanipulator DEXTRE, an dem eine Kameraabdeckung angebracht und ein Greifmechanismus geschmiert werden soll.
Die Astronauten gingen um 18:26 Uhr MESZ zu Bett und sollen morgen um 3:26 Uhr wieder geweckt werden.

20. Mai 2011, Freitag, 5. Missionstag
Feustel beim ersten Außeneinsatz
Oben: Während des ersten Außeneinsatzes dokumentiert Andrew Feustel den Zustand des Werkstoffexperiments MISSE mit der Photokamera. (Photo: NASA)
Die Besatzung der Raumfähre ENDEAVOUR wurde heute um 4:30 Uhr MESZ mit dem Lied "We All Do What We Can Do". Das Lied wurde für Mike Fincke von Shuttle-Hitzeschutzsystemingenieur Dan Keenan und KSC-Rampeningenieur Kenny McLaughlin gespielt. Die beiden Shuttle-Arbeiter hatten das Lied zu Ehren all derjenigen geschrieben, die geholfen haben, das Raumfahrtprogramm zu einem Erfolg werden zu lassen.
Wissenschaftler auf der Erde haben die Inbetriebnahme des 6,9 Tonnen schweren Alpha-Magnetspektrometers 2 (AMS-2) auf dem Steuerbordausleger der Station abgeschlossen und mit dem Sammeln von Daten über kosmische Partikel begonnen. Das AMS soll für die restliche Lebensdauer der Station Daten sammeln. ENDEAVOUR-Pilot Greg Johnson und Chamitoff hatten das Instrument gestern auf dem Tragwerk angekoppelt.
Ebenfalls gestern führten die Expedition 27 Besatzungsmitglieder Dmitrij Kondratiew, Paolo Nespoli und Cady Coleman eine SOJUS-Notfallübung in Vorbereitung auf ihre Abreise am Montag durch. amerikanische und russische Flugleitteams arbeiten an einem Plan,
um nach dem Ablegen der SOJUS Bilder vom Shuttle-Stationskomplex anzufertigen, obwohl die Missionsleiter noch nicht ihre endgültige Zustimmung gegeben haben.
Drew Feustel und Greg Chamitoff haben die Nacht in der Luftschleuse QUEST verbracht, wo sie bei vermindertem Luftdruck ihren Körper an den deutlich niedrigeren Luftdruck in den Raumanzügen angepaßt haben und so die Möglichkeit für die Dekompressionskrankheit, die durch die Bildung von Stickstoffbläschen in den Blutbahnen entsteht, verringerten.
Die beiden Astronauten absolvierten heute einen 6 Stunden und 19 Minuten dauernden Außeneinsatz an der internationalen Raumstation, bei dem
sie unter anderem Werkstoffexperimente einholten, ein neues anbrachten und eine Antenne montierten.
Feustel und Chamitoff brachten außerdem eine Leuchte an einem der Handkarren an, bereiteten das Nachfüllen von Ammoniak in einen Kühlkreislauf vor und brachten eine Abdeckung auf einem Drehgelenk der Solarzellenmodule an.
Missionsspezialist Mike Fincke leitete die Außenarbeiter vom Innern der Station bei ihrer Arbeit an. Astronaut Steve Swanson, selbst ein erfahrener Außenarbeiter, der bereits vier Außeneinsätze absolviert hat, half von der Stationsleitwarte des Missionsleitzentrums in Houston als Verbindungsastronaut (CAPCOM) mit seinem Rat aus. Kommandant Mark Kelly sorgte für die Photo- und Videodokumentation und -Übertragung.
Feustel und Chamitoff klemmten zuerst die Stromkabel ab und lösten die Befestigungen von den Werkstoffexperimenten MISSE 7A und B auf der EXPRESS-Logistikpallette 2, die am Steuerbordausleger des Stationstragwerks hängt. Die koffergroßen Geräte, die kleine Proben von einer Vielzahl von Werkstoffen den extremen Bedingungen des Alls ausgesetzt haben, wurden im November 2009 während der Mission STS-129 aufgestellt.
Feustel brachte dann dort das neue Experiment MISSE 8 an und schloß es an das Stromnetz an, während Chamitoff zu der Anmontage einer Leuchte an der Besatzungsausrüstung-Bewegungshilfe (CETA) Handkarren auf dem Tragwerkgleis des S3-Segmentes überging. Als nächstes brachten die beiden eine Abdeckung am Steuerbord-Solar-Alpha-Drehgelenk an. Das Drehgelenk ermöglicht es die Solarzellenflächen der Sonne nachzuführen.
Zusammen installierten sie ein Überbrückungskabel und entlüfteten einen anderen Kühlskreislauf von Stickstoffgas. Diese Arbeit geschah in Vorbereitung auf das Nachfüllen von Ammoniak in den P6-Photovoltaik-Kühlkreislauf während des nächsten Außeneinsatzes am Sonntag, dem zweiten der vier Außeneinsätze der Mission. Der P6-Kühlkreislauf weist eine kleine Undichtigkeit auf.
Die langwierigste Aufgabe des Außeneinsatzes für Feustel und Chamitoff war die Anmontage und das Verbinden von Antennen für das Externe Drahtlose Kommunikationssystem. Die Antennen sind in zwei Ersatzhandgriffe integriert. Chamitoff brachte sie am US-Labormodul DESTINY an, während Feustel Kabel verlegte. Gemeinsam schlossen sie die Kabel an.
Ein Problem mit einem Sensor zur Messung der Kohlendioxidkonzentration in Chamitoffs Raumanzug führte zu einer Umplanung des letzten teils des Außeneinsatzes. Der Abbau eines Mikrometeoritenschildes, um Zugang zu Kabelanschlußpunkte zum Anschluß von einigen der Kabel zu bekommen, mußte zurückgestellt werden, damit Chamitoff vorzeitig in die Luftschleuse zurückkehren konnte.
Es gab zwar keine Anzeichen dafür, daß die Kohlendioxidkonzentration in Chamitoffs Anzug angestiegen wäre, aber ohne die Informationen von dem Sensor entschieden die Flugleittechniker eher auf der sicheren Seite zu bleiben.
Der Außeneinsatz endete um 15:29 Uhr MESZ, etwas früher als ursprünglich geplant.
Der Außeneinsatz am Freitag war der Vierte für Feustel und der erste für Chamitoff. Es war der 156., der dem Aufbau und der Wartung der Internationalen Raumstation gewidmet war und der 245. von US-Astronauten.
Pilot Greg Johnson und Missionsspezialist Roberto Vittori verbrachten den größten Teil der Zeit während des Außeneinsatz mit dem Transfer von Ausrüstung und Versorgungsgütern vom Mitteldeck des Orbiters in die Station.
Die Experten am Boden setzten außerdem die Analyse der Bilder, die vom Hitzeschutzsystem der ENDEAVOUR bei ihrem Anflug an die Station geschossen wurden, fort, um zu entscheiden, ob eine weitere Inspektion erforderlich ist, bevor die Raumfähre von der Station ablegt. Der Tagesplan für Samstag wird derzeit unter der Vorgabe entwickelt, daß die zusätzliche Inspektion erforderlich ist. Die Missionsleitung entschied später, am Samstag Morgen die Unterseite der ENDEAVOUR einer genaueren Inspektion zu unterziehen. Die Stelle, die genauer in Augenschein genommen werden soll, befindet sich zwischen der rechten Hauptfahrwerksklappe und der Außentankanschlußklappe.
Der Robotarm des Shuttles soll dafür zusammen mit dem Orbiter-Sensorauslegersystem über die Tragfläche hinaus auf die Unterseite bewegt werden, um aus gut zwei Meter Entfernung drei Digitalphotos
der Schadstelle zu schießen und zwei Laserabtastungen vorzunehmen.
In der Zwischenzeit soll der Robotarm der Station auf die andere Seite der ENDEAVOUR bewegt werden, von wo aus er ebenfalls unter den Orbiter schauen kann, aber um sicherzustellen, daß der Shuttle-Arm nirgendwo aneckt.
Die Experten werden die Daten nutzen, um eine dreidimensionale Darstellung zu erstellen, die zeigen soll, was freiliegt und wie tief, um eine bessere Vorstellung von den Ausmaßen des Loches zu bekommen und um zu analysieren, wie es sich beim Wiedereintritt verhält.
Der Rest des Hitzeschildes wurde derweil für den Wiedereintritt freigegeben.
Die Besatzung ging um 19:26 Uhr zu Bett und soll um 3:26 Uhr MESZ in der Nacht wieder geweckt werden.

19. Mai 2011, Donnerstag, 4. Missionstag
Das AMS am Tragwerk
Oben: Das AMS sitzt nach dem Ankoppeln oben auf dem Tragwerk und beginnt mit dem Sammeln von Daten über kosmische Teilchen. (Photo: NASA)
Die Besatzung der ENDEAVOUR und Expedition 27 Flugingenieur Ron Garan, der seinen Arbeitsplan an den der Shuttle-Besatzung angepaßt hat, wurden um 4:56 Uhr MESZ geweckt. Das Wecklied "Luna", das Jose Serrano für seinen Freund Greg Chamitoff aufgenommen hatte, wurde wegen eines Ausfalls der Kommunikation erst eine halbe Stunde später gespielt.
Ein Instrument, das Astronomie und Hochenergiephysik miteinander vereinen und uns ein besseres Verständnis vom Universum geben soll, wurde heute von den Astronauten der ENDEAVOUR auf der Internationalen Raumstation angebracht.
Das Ankoppeln des $2 Milliarden teuren, 6,9 Tonnen schweren Alpha-Magnetspektrometers 2 (AMS-2) auf dem Tragwerksegment S3 auf der Steuerbordseite des großen Auslegers wurde um 11:46 Uhr MESZ von Pilot Greg Johnson und Missionsspezialist Greg Chamitoff, die den CANADARM2 bedienten bestätigt. Zuvor hatten die Missionsspezialisten Andrew Feustel und Roberto Vittori den Shuttle-Arm eingesetzt, um das AMS aus der Ladebucht des Shuttles herauszuheben und an den Stationsarm zu übergeben.
Das Tragwerk wird für die Restlebensdauer der Station, also bis mindestens 2020, das Zuhause des Instrumentes sein. Man erwartet, daß es um die 25.000 Partikel pro Sekunde sieht und sechs Megabit Daten pro Sekunden zur Erde überträgt. Am AMS-Projekt sind 600 Wissenschaftler und Techniker, 56 Institutionen und 16 Länder beteiligt. Nach anfänglichen Überprüfungen waren die Teamitglieder im Missionsleitzentrum
bereits schnell in der Lage, eine riesige Menge an Daten von den Detektoren zu sehen.
Der Hauptverantwortliche Wissenschaftler Proffeser Samuel Ting vom Massachussetts Institut für Technologie (MIT) gratulierte den Besatzungsmitgliedern von der Flugleitwarte des Missionsleitzentrums aus.
Er dankte ihnen für die sichere Lieferung zur Station. Er erklärte, ihre Arbeit habe "uns einen Schritt näher daran gebracht, das wissenschaftliche Potential von AMS zu realisieren."
Experten am Boden setzten die Analysen des Hitzeschildes anhand der Bilder, die beim Rückwärtsüberschlag der ENDEAVOUR beim Anflug an die Station gemacht wurden, fort. Die Teams planen am Samstag eine genauere Inspektion des Hitzeschildes durchzuführen. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob die Inspektion erforderlich ist, wird morgen erwartet.
Feustel und Chamitoff sollen am Freitag um 9:15 Uhr MESZ ihren ersten Außeneinsatz beginnen. Die Astronauten verbrachten heute zusammen mit Mike Fincke, dem Innenbordoffizier, der sie durch ihre Akltivitäten leiten wird, rund eine Stunde mit dem Zusammenstellen und Herrichten der Werkzeuge für den Außeneinsatz.
Später am Tag verbrachten die Besatzungsmitglieder run eine Stunde damit, den Ablauf des Außeneinsatzes durchzusprechen. Feustel und Chamitoff schlafen die Nacht in der Luftschleuse QUEST. Der verringerte Luftdruck bei der Übernachtung dort, soll den Stickstoff aus ihren Blutbahnen ausbringen und die Anfälligkeit für die Taucherkrankheit reduzieren.
Zu den Aufgaben des Außeneinsatzes gehören das Einholen eines Langzeit-Werkstoffexperiments, das an der Außenseite der Station der Weltraumumgebung ausgesetzt war, und das Anbringen eines weiteren, das Anbringen einer Leuchte an einem der Handkarren auf dem Tragwerkgleis, das Hinzufügen von Ammoniak in einen Kühlkreislauf vorbereiten und die Montage einer Antenne.
Gegen 12:10 Uhr MESZ antworteten ENDEAVOUR-Kommandant Mark Kelly, Pilot Johnson, die Missionsspezialisten Feustel und Fincke, sowie der Stationsflugingenieur Ron Garan auf Fragen von Moderator Miles O'Brien von Google und PBS NewsHour. Gegen 16 Uhr sprachen Kelly und Flugingenieurin Cady Coleman mit Vertretern von National Public Radio, der Associated Press, Reuters und Fox News.
Die Astronauten der ENDEAVOUR sind gegen 20:36 Uhr MESZ zu Bett gegangen und sollen morgen früh um 4:36 Uhr wieder geweckt werden.

18. Mai 2011, Mittwoch, 3. Missionstag
Die ISS vor dem Anlegen
Oben: Die ISS photographiert von der Shuttle-besatzung, als sich die Raumfähre genau unterhalb der Station befand. (Photo: NASA)
Die ENDEAVOUR hat heute um 12:14 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation angelegt und ein fortschrittliches wissenschaftliches Instrument, das die grundlegenden Fragen über unser Universum beantworten und möglicherweise Licht auf die dunkle Materie und Antimaterie werfen könnte, angeliefert.
Ebenfalls in der Ladebucht befand sich die EXPRESS-Logistikpallette 3 (ELC 3), eine Frachtplattform, die mit Ersatzteilen für die Station beladen ist. Die Raumfähre ENDEAVOUR brachte auch zusätzliche Ausrüstung, Experimente und Versorgungsgüter für das Orbitallabor.
Die Schotts zwischen den beiden Raumfahrzeugen wurden um 13:38 Uhr MESZ geöffnet, was es der ENDEAVOUR-Besatzung
ermöglichte, in die Station hinüberzuwechseln.
Nach einer kurzen Willkommenszeremonie durch die Expedition 27 Besatzung erhielten die Neuankömmlinge die obligatorische Sicherheitseinweisung.
Das Anlegen verlief wie geplant. Als die Raumfähre sich der Station langsam annäherte, verhielt
sie um 11:15 Uhr MESZ kurz in 180 Meter Entfernung unterhalb des Komplexes, um den Standard gewordenen Rückwärtsüberschlag durchzuführen, der es Paolo Nespoli, Cady Coleman und Dmitrij Kondratiew ermöglichte, mit Kameras mit 400 mm, 800 mm und 1000 mm Objektiven eine Vielzahl von Bildern vom Hitzeschutzsystem des Orbiters zu schießen.
Über 500 Bilder wurden zur Missionsleitung hinunterübertragen. Die Experten sind derweil dabei, die Bilder zu analysieren und zu bestimmen, ob eine genauere Inspektion erforderlich ist.
Zusammen mit Johnson und anderen Besatzungsmitgliedern hatte Kelly dann die Raumfähre an einen Punkt 90 Meter direkt vor die Station bewegt und dann langsam an den Koppelungsport zurückgesetzt, um die ENDEAVOUR zum 12. und letzten Mal am Außenposten anzulegen.
Während des Vorgangs sammelte ein fortschrittliches System namens STORRM (
Sensortest für die Risikominderung der ORION-Relativnavigation) Daten, die zukünftigen Raumfahrzeugen helfen soll, an der Station anzulegen. es soll erneut beim Ablegen und einem anschließenden Rendezvoustest eingesetzt werden.
Fincke und Vittori setzten den Robotarm der Raumfähre ein, um den ELC 3 aus der Ladebucht der ENDEAVOUR herauszuheben und an den Robotarm der Station zu übergeben, der von Johnson und Chamitoff bedient wurde. Mit diesem installierten sie die Pallette am Tragwerkssegment P3 am Backbordausleger des Stationstragwerk. Diese Aufgabe war um 18:18 Uhr MESZ abgeschlossen.
In der Zwischenzeit schafften Fincke und Feustel die Raumanzüge, die für die vier Außeneinsätze der Mission eingesetzt werden sollen in die Luftschleuse QUEST der Station hinüber. Fincke, Feustel und Chamitoff werden abwechselnd in Zwei-Mann-Teams die auf jeweils 6,5 Stunden angesetzten Außeneinsätze, die der Montage und Wartung dienen, durchführen. Kommandant Kelly transferierte Sauerstoff von der ENDEAVOUR in die Station hinüber und begann dann, Fracht vom Mitteldeck in das Orbitallabor hinüberzubringen.
Am Donnerstag sollen die Astronauten das 2$ Milliarden teure, 6,9 Tonnen schwere Alpha-Magnetspektrometer 2, ein fortschrittlicher teilchenphysikalischer Detektor, auf dem Tragwerksegment S3 montieren. Von dort soll es für die restliche Lebensdauer der Station automatisch Informationen an die Wissenschaftler auf der Erde übertragen.
Die Besatzung ist um 20:56 Uhr MESZ zu Bett gegangen und soll morgen früh um 4:56 Uhr wieder geweckt werden.

18. Mai 2011, Mittwoch, Rendezvous und Anlegen
14:30 MESZ: Nach der Sicherheitseinweisung wird die Stationsbesatzung zu Mittag essen, während die Shuttle-besatzung damit beginnt, die Raumanzüge in die Luftschleuse QUEST hinüberzubringen. Danach wird der ELC-3 aus der Ladebucht herausgehoben, an den Stationsrobotarm (CANADARM2) übergeben und auf dem Backbordausleger des Tragwerks installiert.
Mit der Aufnahme der gemeinsamen Aktivitäten beider Besatzungen endet hiermit die Berichterstattung zu Rendezvous und Anlegen der ENDEAVOUR an die ISS.
14:20 MESZ: Im HARMONY-Modul erklären Paolo Nespoli, Cady Coleman und Ron Garan der einen Hälfte der Shuttle-Besatzung (Drew Feustel, Roberto Vittori und Greg Johnson) den Aufbau des Internationalen Teils der Station, während die übrigen weiter nach hinten in den russischen Teil der Station geschwebt sind.
14:13 MESZ: Nach der Begrüßung beginnt ISS-Kommandant Kondratiew mit der Sicherheitseinweisung und der Führung durch die ISS für die Neuankömmlinge.
Willkommen an Bord
Oben: Kelly wird von der wartenden Expedition 27 Besatzung begrüßt, als er durch den Tunnel in das Knotenmodul HARMONY hereinkommt. (Photo: NASA TV)
14:10 MESZ: Als erster kommt jetzt Kommandant Mark Kelly in das HARMONY-Modul hereingeschwebt und wird herzlich begrüßt. Die übrigen Besatzungsmitglieder folgen direkt hinter ihm.
13:55 MESZ: Der Tunnel wird ausgekleidet und Lüftungsschläuche verlegt.
13:52 MESZ: Die Schotts, die vorübergehend noch einmal geschlossen worden waren, wurden erneut geöffnet.
13:46 MESZ: Während die Expedition 27 Besatzung noch darauf wartet, daß die STS-134-Besatzung herüberkommt, hat die ISS wieder die Lageregelung über den Komplex übernommen, die vorübergehend die ENDEAVOUR ausgeführt hatte.
13:38 MESZ: Auch das Schott auf der Shuttle-Seite wurde geöffnet und die Besatzungen tauschen erste Grüße aus. Es wird aber noch etwas dauern, bis die Astronauten in das HARMONY-Modul hereingeschwebt kommen.
13:35 MESZ: Das Schott auf der Stationsseite scheint geöffnet zu sein und derzeit wird wohl noch am Druckausgleich zwischen Shuttle und Station gearbeitet.
13:05 MESZ: Das Drehmanöver ist abgeschlossen.
12:40 MESZ: Die ENDEAVOUR dreht den Komplex herum, so daß der Orbiter jetzt nicht mehr vorne in Flugrichtung an der Station hängt. Dies soll vermeiden, daß der Hitzeschild von Mikrometeoriten und anderen Teilchen, die der Station entgegenkommen, getroffen und beschädigt werden kann.
Chamitoff vor dem Öffnen der Schotts
Oben: Greg Chamitoff wartet auf den Druckausgleich, um das Schott auf der Shuttle-Seite öffnen zu können. (Photo: NASA)
12:37 MESZ: An Bord der Raumstation haben die Expedition 27 Besatzungsmitglieder Paolo Nespoli und Ron Garan das Schott zwischen dem Knotenmodul HARMONY und dem PMA-2 geöffnet.
12:32 MESZ: Die Dichtflächen der Koppelungsstutzen liegen aufeinander, die Klammern sind eingefahren und eine feste Verbindung wurde hergestellt. Der Koppelungsmechanismus wird nun heruntergefahren. Eine Reihe von Dichtigkeitstests zwischen den beiden Koppelungsstutzen, wird die nächsten zwei Stunden in Anspruch nehmen, um sicherzustellen, daß die neue Verbindung keine Luft verliert, bevor die Schotts geöffnet werden können.
12:21 MESZ: Der Koppelungsmechanismus zieht die beiden Raumfahrzeuge zueinander. Der Komplex ist wieder auf die Tagseite der Erde übergewechselt.
12:15 MESZ: Im Verlauf der nächsten Minuten wird dem Koppelungsmechanismus Zeit gegeben, die Schwingungen auszudämpfen, bevor der Koppelungsring eingezogen wird und die Andockklammern einfahren, um eine feste Verbindung zwischen den beiden Raumfahrzeugen herzustellen.
12:14 MESZ: Die Station ist in freier Drift, d.h. die Lageregelung ist abgeschaltet worden, um zu verhindern, daß sie die vom Anlegen ausgelösten Störmomente versucht auszugleichen und so die noch fragile Verbindung möglicherweise wieder auseinanderreißt.
12:14 MESZ: Kontakt! Die ENDEAVOUR hat an der ISS angelegt. Die Koppelung erfolgte, als sich die beiden Raumfahrzeuge gerade in 350 km Höhe über dem Südpazifik hinwegbewegte.
12:13 MESZ: Noch 1,5 Meter.
12:12 MESZ: Noch 3 Meter.
12:11 MESZ: Noch 4,5 Meter.
12:09 MESZ: Noch 7,5 Meter bei 3 cm/s.
12:07 MESZ: Die Besatzung korrigiert eine Ein-Grad-Fehlausrichtung im Gierwinkel.
12:03 MESZ: Noch 15 Meter.
12:00 MESZ: Noch 24 Meter bei 4,8 cm/s.
11:57 MESZ: Von der Station aus sieht man vom Orbiter in der Dunkelheit des Erdschattens nur die beleuchtete Ladebucht mit dem Koppelungsstutzen im vorderen Bereich. Jetzt noch rund 30 Meter entfernt bei 0,06 m/s.
11:51 MESZ: 54 Meter bei 0,05 m/s.
11:47 MESZ: Entfernung noch 70 Meter, Annäherungsgeschwindigkeit 0,07 m/s.
11:42 MESZ: Die Freigabe für's Anlegen wurde gegeben. Der Orbiter befindet sich jetzt genau vor der Station.
11:39 MESZ: ENDEAVOUR ist jetzt 93 Meter von der Station und bewegt sich langsam in die verlängerte Längsachse der Station hinein, während beide Raumfahrzeuge dabei sind, den Terminator in die Nachtseite der Erde zu überqueren.
11:26 MESZ: Kelly hat damit begonnen, die ENDEAVOUR in einen Bogen von der Position 180 Meter direkt unter der Station zu einer Position 120 Meter direkt vor sie zu steuern.
11:24 MESZ: Der Orbiter hat die ursprüngliche Lage wieder erreicht und Kelly bremst die Drehung ab. Das RPM ist abgeschlossen.
11:22 MESZ: Das Heck der ENDEAVOUR zeigt jetzt nach oben und die Ladebucht kommt wieder in Sicht.
Shuttle von Nahem
Oben: Eine Nahaufnahme von der Flugkabine der ENDEAVOUR, die ein Expedition 27 Besatzungsmitglied während des RPMs geschossen hat. (Photo: NASA/JSC)
11:20 MESZ: Das Photoschießen ist beendet.
11:18 MESZ: Im Innern der Station beginnen Kondratiew, Coleman und Nespoli damit, in rund 100 Sekunden 500 Photos zu schießen. Sie benutzen Kameras mit 400 mm und 800 mm Objektiven, um die Unterseite des Shuttles detailgenau abzulichten.
11:17 MESZ: Die Nase zeigt jetzt zur Station und die Unterseite kommt in Sicht.
11:15 MESZ: Das RPM hat begonnen. Kelly steuert die ENDEAVOUR durch einen 360°-Rückwärtsüberschlag, der rund neun Minuten dauern wird.
11:12 MESZ: Der Orbiter ist jetzt in 210 Meter Entfernung genau unterhalb der Station.
11:03 MESZ: Kommandant Kelly hat die manuelle Steuerung übernommen und bewegt den Orbiter in die Hochachse 180 Meter unterhalb der Station. Die Aufnahmen von der Station bieten einen guten Blick in die Ladebucht des Orbiters, in der man in der Mitte den vom Robotarm gegriffenen EXPRESS-Logistikträger 3 und hinten das AMS sehen kann.
11:01 MESZ: Die Missionsleitung hat die Freigabe für das Rendezvous-Nickmanöver (RPM) und die Annäherung auf 180 Meter gegeben. Es sollte in etwa 15 Minuten erfolgen.
10:59 MESZ: MC-4 wurde erfolgreich ausgeführt. Es war ein achtsekündiges Feuern der Steuertriebwerke, das die Geschwindigkeit um 2 km/h (0,58 m/s) geändert hat.
10:57 MESZ: Entfernung 720 Meter, hauptsächlich unterhalb der Station. Das vierte MC steht an.
10:50 MESZ: Das dritte Mittkursmanöver MC-3 wurde gerade abgesagt. Die Analyse der Bahn hat ergeben, daß es nicht erforderlich ist. Entfernung noch 1380 m. ENDEAVOUR befindet sich hinter und unter der Station. Die Besatzung hat jetzt auch die ISS gesichtet, als sie den Terminator in die Sonne hinein überquerte.
10:39 MESZ: Entfernung noch 3,3 km.
10:32 MESZ: Das zweite Mittkursmanöver MC-2 wurde soeben ausgeführt. MC-2 war ein fünfsekündiges Feuern der Steuertriebwerke, das die Geschwindigkeit um 0,345 m/s reduziert.
10:16 MESZ: Noch zwei Stunden bis zum Anlegen.
10:10 MESZ: Entfernung jetzt 11,7 km bei einer Annäherungsgeschwindigkeit von 16 km/h.
10:00 MESZ: Nach dem TI befindet sich die ENDEAVOUR nun in einer Umlaufbahn mit einem Perigäum in 338 km Höhe und einem Apogäum in 344,4 km Höhe. Soeben wurde das MC-1 Kurskorrekturmanöver ausgeführt, das den Kurs der Raumfähre weiter verfeinert hat. MC-1 war ein einsekündiges Feuern der Steuertriebwerke. Entfernung noch 13,5 km.
9:45 MESZ: Als nächstes folgen eine Reihe von Mittkurskorrekturmanöver, die den Anflug an die ISS weiter verfeinern. Die Manöver werden im Laufe der nächsten zwei Stunden mit den Steuertriebwerken (RCS) des Orbiters ausgeführt.
9:37 MESZ: Der TI-Burn wurde gut ausgeführt. Eine Korrektur ist nicht erforderlich.
9:34 MESZ: Der Orbiter hat die richtige Lage eingenommen, um den TI-Burn auszuführen.
9:30 MESZ: Willkommen zur Berichterstattung zu Rendezvous und Anlegen der Raumfähre ENDEAVOUR an der Internationalen Raumstation. Die Besatzung ist heute morgen um 4:56 Uhr MESZ aufgestanden und hat mit dem Plan für die Endannäherung an die ISS begonnen. In sieben Minuten soll das letzte entscheidende Einschußmanöver stattfinden, mit dem der Endanflug der ENDEAVOUR eingeleitet wird, der sogenannte TI-Burn, zu dem der Flugdirektor im Misionsleitzentrum in Houston soeben seine Freigabe erteilt hat. Er wird vom Backbordtriebwerk des Orbitalmanövriersystems (OMS) ausgeführt. Bei einer Brenndauer ist 10 Sekunden wird dabei eine Geschwindigkeitsänderung von knapp 9,2 km/h oder 2,49 m/s erreicht. Der TI-Burn bringt die ENDEAVOUR auf direkten Abfangkurs zur Internationalen Raumstation und in ihre unmittelbare Umgebung.
Zum Zeitpunkt des Manövers ist die Raumfähre noch rund 14,8 km vom Außenposten entfernt. Kameras an Bord der ISS haben den Orbiter bereits eingefangen.

18. Mai 2011, Mittwoch, 3. Missionstag
STS-134 Kommandant Mark Kelly wird die ENDEAVOUR heute durch das letzte Rendezvous und das Anlegen an die Internationale Raumstation steuern, und nachdem sie von ihren Kollegen auf der Raumstation willkommen geheißen wurden, soll die gemeinsame Besatzung eine Ersatzteilpallette auf dem Rückgrat der Station anflanschen.
Die Besatzung der ENDEAVOUR wurde um 4:56 Uhr MESZ mit dem Lied "Drops of Jupiter" von der Gruppe Train gerweckt, das für Pilot Greg Johnson gespielt wurde, der Kelly bei Rendezvous und Anlegen assistieren wird.
Die Besatzung der ENDEAVOUR hatte den vorangegangenen Tag mit der Überprüfung der Instrumente, die sie für das Rendezvous benötigen, verbracht. Sie Installierten die Mittellinienkamera, die Kelly für das Anvisieren des Druckbeaufschlagten Koppelungsadapters 2 der ISS einsetzen wird, und fuhren das stoßdämpfende Orbiter-Koppelungssystem aus. Die Besatzung führte außerdem zwei Bahnmanöver aus, um die Bahn der ENDEAVOUR weiter der der Station anzupassen.
Die Rendezvous-Operationen werden heute um 6:36 Uhr MESZ fortgesetzt,
mit dem Beginn der Endphase ab 9:37 Uhr, wenn das Endanflugs-Einleitungsmanöver (TI-Burn) ausgeführt wird.
Kelly wird die ENDEAVOUR in 180 Meter Entfernung unterhalb der Station durch einen langsamen Rückwärtsüberschlag steuern, bevor er die Endannäherung durchführt, so daß Expedition 27 Kommandant Dmitrij Kondratiew und die Flugingenieure Paolo Nespoli und Cady Coleman rund 500 Photos vom Hitzeschutzsystem des Orbiters schießen können.
Das Anlegen ist für 12:16 Uhr MESZ geplant und nachdem eine feste Verbindung erreicht und der Druck ausgeglichen
wurde, wedrden die beiden Besatzungen gegen 14:36 Uhr MESZ die Schotts öffnen, um einander für den Beginn von 12 Tagen gemeinsamer Aktivitäten zu begrüßen.
Die erste robotische Aktivität wird die Übergabe des EXPRESS-Logistikträgers 3 sein, der gestern bereits vom Robotarm des Shuttles gegriffen worden war. ELC 3wird dann am Backbordausleger der Tragwerkstruktur der ISS angekoppelt. Morgen dann werden die Astronauten das Alpha-Magnetspektrometer (AMS) an der gegenüberliegenden Seite der Tragwerkstruktur anbringen.
Die Missionsspezialisten Mike Fincke und Drew Feustel werden die Raumanzüge, die sie bei den Außeneinsätzen tragen werden, in die Luftschleuse QUEST der ISS hinüberbringen. Der erste Außeneinsatz ist für Freitag geplant.
Expedition 27 Flugingenieur Ron Garan hat seinen Schlafrhythmus an den der Shuttle-Besatzung angepaßt, während Kondratiew, Coleman und Nespoli nur jeweils einige Zeit mit der Unterstützung der Shuttle-Missionsaktivitäten verbringen können, da sie sich auf ihre Abreise mit der SOJUS TMA-20 am 23. Mai vorbereiten. Vor ihrer Abreise wird Kondratiew das Kommando an Andreij Borisenko übergeben, der zusammen mit Alexander Samokutjaew und Garan an Bord zurückbleibt und die Expedition 28 Besatzung bildet. Drei weitere Expedition 28 Besatzungsmitglieder, sollen am 9. Juni an der Station eintreffen.

17. Mai 2011, Dienstag, 2. Missionstag
Kelly kurz nach dem Start
Oben: Kommandant Mark Kelly kurz nach dem Start. (Photo: NASA/JSC)
Die Besatzung der ENDEAVOUR wurde am Morgen um 5:56 Uhr MESZ mit dem Lied "Beautiful Day" von U2 geweckt, das für Kommandant Mark Kelly gespielt wurde. Das Lied war von seiner Frau, der US-Kongreßabgeordneten Gabrielle Giffords, und seiner Familie ausgesucht worden.
Dire Astronauten der ENDEAVOUR führten heute eine Inspektion des Hitzeschutzsystems des Orbiters durch. Sie überprüften außerdem ddie Raumanzüge und die Rendezvous-Werkzeuge in Vorbereitungen auf das Anlegen an die Internationale Raumstation morgen um 12:16 Uhr MESZ.
Die Besatzungsmitglieder wechselten sich bei der Beobachtung der Monitore und der Bedienung des Robotarms mit dem Orbiter-Sensorausleger (OBSS) ab, um die Flügelvorderkantensegmente und die Nasenkappe aus verstärktem Kohlefaserverbundwerkstoff (RCC) und einige Hitzeschutzkacheln zu inspizieren.
Vittori und Johnson griffen dann mit dem Robotarm die EXPRESS-Logistikpallette 3 in Vorausschau auf die Installation kurz nach dem Anlegen an der Station.
Fincke und Feustel verbrachten mehrere Stunden mit dem Herrichten der Raumanzüge für das Hinüberschaffen in die Luftschleuse QUEST der ISS, von wo aus die vier Außeneinsätze der Mission ausgehen werden. Die Außeneinsätze sollen mit einer Vielzahl verschiedener zu absolvierenden Aufgaben die Station in den bestmöglichen Zustand für die Außerdienststellung der Shuttle-Flotte bringen.
Feustel führte eine Überprüfung der Ausrüstung des Sensortests für die Risikominderung der ORION-Relativnavigation (STORRM)  durch.
Das System fliegt an Bord der ENDEAVOUR mit, um die Sensortechnologien zu testen, die es zukünftigen Raumfahrzeugen leichter machen könnten, an der Internationalen Raumstation anzulegen. Es soll während des ersten Anlegens an die Station Daten sammeln, wie auch beim normalen Ablegen und bei einem speziell dafür eingeplanten erneuten Rendezvous (ohne Kopplung).
Die besatzung ist um 20:56 Uhr MESZ zu Bett gegangen und soll morgen früh um 4:56 Uhr wieder geweckt werden.

16. Mai 2011, Montag, 1. Missionstag
Start von STS-134 aus dem LCC
Oben: Im Startleitzentrum (LCC) des KSC schauen die Leute aus dem Fenster, als die ENDEAVOUR auf dem Feuerstrahl in die tiefhängende Wolkendecke aufsteigt. (Photo: NASA/KSC/Bill Ingalls)
Mit einem neuen wissenschaftlichen Instrument, das unser Verständnis vom Universum erweitern könnte, in der Ladebucht, startete die ENDEAVOUR heute an einem windigen Nachmittag zu ihrer letzten Mission von Florida.
Das Shuttle und seine sechsköpfige Besatzung hob pünktlich um 14:56 Uhr MESZ zu seiner zweiwöchigen Mission ab. An Bord war das 6,8 Tonnen schwere, $2 Milliarden teure Alpha-Magnetspektrometer 2 (AMS-2) und eine Ersatzteilpallette.
Mehrere hunderttausend Menschen waren am Montag in die Gegend um das Kap Canaveral gekommen, um die ENDEAVOUR starten zu sehen. Offizielle Stellen schätzen, daß etwas mehr als halb so viel gekommen waren, wie am
29. April, dem ursprünglich angesetzten Startermin, einem Freitag Nachmittag. Dieser Startversuch war wegen eines technischen Problems abgebrochen worden.
Kommandant Mark Kelly, Pilot Gregory H. Johnson und die Missionsspezialisten Mike Fincke, Roberto Vittori, Andrew Feustel und Gregory Chamitoff sollen am Mittwoch an der Station anlegen.
Die Ersatzteilpallette, der EXPRESS-Logistikträger 3, soll kurz nach dem Anlegen mithilfe des Shuttle- und des Stations-Robotarms an der Station angekoppelt werden. Unter den Teilen auf der Pallette sind ein Ammoniak-Ersatztank, ein Hochdruck-Sauerstofftank, zwei S-Band-Antennen und 10 Stromkreisunterbrecher.
Das AMS soll am Tag nach dem Anlegen robotisch an der Station angebracht werden. Es besteht aus einem Magneten und acht hochentwickelten Detektoren, die Informationen über geladene Partikel sammeln sollen. Es könnte helfen, Fragen über dunkle Materie und Antimaterie zu beantworten.
Während der nahezu 12 Tage, die die ENDEAVOUR an der Station ist, sollen Feustel, Chamitoff und Fincke vier Außeneinsätze für Montage- und Wartungsarbeiten absolvieren, die jeder auf 6,5 Stunden angesetzt sind. Sie werden abwechselnd in Zwei-Mann-Teams arbeiten.
An Bord der Station warten die Expedition 27 Besatzung aus Kommandant Dmitri Kondratiew und den Flugingenieuren Paolo Nespoli, Cady Coleman, Andreij Borisenko, Alexander Samokutjaew und Ron Garan darauf, die ENDEAVOUR und ihre Besatzung begrüßen zu können.
STS-134 ist der 134. Shuttle-Flug, der 25. für ENDEAVOUR und die 36. Mission, die dem Aufbau und der Wartung der Station gewidmet ist.
Die Besatzung ist um 21:56 Uhr MESZ zu Bett gegangen und soll morgen früh um 5:56 Uhr wieder geweckt werden.

Shuttle Abfertigungsberichte:
16. Mai 2011, Montag, Starttag
16:56 Uhr MESZ, T+2 Std. (läuft): Jetzt zwei Stunden nach dem Start. Innerhalb der nächsten Stunde soll unter anderem die erste Funktionsprüfung des Alpha-Magnetspektrometers (AMS) vorgenommen werden. Nachdem dem Orbitalbetrieb erfolgreich aufgenommen wurde, endet hier die Berichterstattung zum Start der ENDEAVOUR. Die Berichterstattung zur Mission wird mit den täglichen Missionsberichten fortgeführt. Am Mittwoch beginnt die Live-Berichterstattung zu Rendezvous und Anlegen an die ISS um 9:30 Uhr.
16:38 Uhr MESZ, T+1:42 Std. (läuft): Die Ku-Band-Antenne ist in Betrieb. Das System wird für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung, Live-Videoübertragung und als Rendezvousradar eingesetzt.
16:32 Uhr MESZ, T+1:36 Std. (läuft): Die Ku-Band-Antenne wurde ausgefahren und wird in Betrieb genommen. Damit ist die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung möglich.
16:29 Uhr MESZ, T+1:33 Std. (läuft): Freigabe für den Orbitalbetrieb! Das ist die formelle Meldung von der Missionsleitung, die anzeigt, daß die Raumfähre in gutem Zustand ist und die ENDEAVOUR mit ihrer eigentlichen Mission beginnen kann.
Beide 18 Meter langen Ladebuchttore sind aufgeschwungen und die Radiatoren wurden in Betrieb genommen.
In den nächsten paar Stunden werden die Astronauten damit beschäftigt sein, das Bordrechnernetzwerk einzurichten und die Bilder, die während und unmittelbar nach dem Aufstieg geschossen wurden, zur Erde zu übertragen. Die Besatzung wird die Fluganzüge ablegen, die Sitze der Missionsspezialisten verstauen und zu Abend essen. Ihre achtstündige Schlafperiode beginnt um 21:56 Uhr MESZ.
16:15 Uhr MESZ, T+1:19 Std. (läuft): Die Pressekonferenz hat begonnen. Ein paar kleine abgefallene Schaumstücke sind auf den Videos vom Aufstieg zu sehen, aber offenbar ist keines dem Orbiter nahe gekommen. Die Missionsleitung hat der Besatzung die Freigabe für das Öffnen der Ladebucht gegeben.
16:05 Uhr MESZ, T+1:09 Std. (läuft): Die ENDEAVOUR befindet sich derzeit in gut 300 km Höhe über dem Südpazifik südöstlich von Neuseeland.
16:00 Uhr MESZ, T+1:04 Std. (läuft): Auf dem Mitteldeck werden die Küche und die Toilette in Betrieb genommen. In ein paar Minuten werden Kommandant Kelly und Pilot Johnson die ENDEAVOUR in die richtige Lage für das Öffnen der Ladebucht drehen. Das Öffnen der Ladebucht ist wichtig, da sich auf der Innenseite der Tore die Radiatoren befinden, die für die Kühlung des Raumfahrzeugs erforderlich sind. Derzeit wird die Kühlung noch mit den Sprühwasserkühlern im Heckgehäuse ausgeführt, aber diese werden danach bis zum Wiedereintritt in gut zwei Wochen abgeschaltet. Außerdem kann nach dem Öffnen der Ladebucht die Ku-Band-Antenne ausgefahren werden, über die eine TV-Kommunikationsverbindung mit der Erde errichtet werden kann. Derzeit ist nur Sprechfunk möglich.
15:56 Uhr MESZ, T+1:00 Std. (läuft): Jetzt eine Stunde nach einem perfekten Bilderbuchstart. Die Besatzung arbeitet daran, die Raumfähre für den Orbitalbetrieb herzurichten.
15:45 Uhr MESZ, T+49 Min. (läuft): Für 16:15 Uhr ist eine Pressekonferenz am KSC angesetzt, an der Bill Gerstenmaier, beigeordneter Administrator für Weltraumoperationen der NASA, Michel Tognini, Chef des Astronautenzentrums der ESA, Mike Moses, Leiter des Startintegrationsteams und Startdirektor Mike Leinbach teilnehmen sollen. Die Konferenz wird live auf NASA TV übertragen.
15:38 Uhr MESZ, T+42 Min. (läuft): Die Astronauten gehen die Liste mit den Aufgaben nach dem Einschuß in die Umlaufbahn durch, darunter ist auch das Ablegen der Fluganzüge, das Umstellen der Bordrechner auf den Modus OPS-2 (Orbitalbetrieb) sowie das Öffnen der Ladebucht, das in rund einer Stunde erfolgen sollte.
15:35 Uhr MESZ, T+39 Min. (läuft): Das Manöver ist abgeschlossen und die ENDEAVOUR hat eine Umlaufbahn von 325 zu 227 km Höhe erreicht. Das Manöver verlief gut und eine Korrektur ist nicht erforderlich.
15:33 Uhr MESZ, T+37 Min. (läuft): Das OMS-2-Manöver ist im Gange. Die Triebwerke feuern gut zwei Minuten.
15:31 Uhr MESZ, T+35 Min. (läuft): Die Freigabe für das OMS-2-Manöver wurde gegeben. Die zwei Triebwerke des Orbitalmanövriersystems werden um 15:33 Uhr MESZ gezündet.
15:23 Uhr MESZ, T+27 Min. (läuft): Johnson hat das Hauptantriebssystem abgeschaltet. Es wird für den Rest der Mission nicht mehr benötigt. Auch die Klappen über den Anschlüssen der Treibstoffleitungen zum Außentank wurden geschlossen.
15:12 Uhr MESZ, T+16 Min. (läuft): Pilot Greg Johnson hat die APUs abgeschaltet.
15:10 Uhr MESZ, T+14 Min. (läuft): Die Anweisung, die APUs abzuschalten wurde gegeben, da die Hydraulik, die die Haupttriebwerke bewegt hat, nicht mehr benötigt wird. Auch die Sprühwasserkühler, die die APUs gekühlt hatten, werden abgeschaltet.
15:07 Uhr MESZ, T+11 Min. (läuft): ENDEAVOUR ist in einer Übergangsumlaufbahn mit einem Perigäum von 58 km Höhe und einem Apogäum von 218 km Höhe. Das OMS-2 Manöver, das die ENDEAVOUR in eine stabile Umlaufbahn bringen soll, soll bei T+36:56 Minuten erfolgen.
15:06 Uhr MESZ, T+10 Min. (läuft): MECO war nominal, eine Korrektur mit dem OMS-1 Manöver ist nicht erforderlich.
15:05:28 Uhr MESZ, T+9:00 Min. (läuft): Der Außentank wurde abgesprengt.
15:04:57 Uhr MESZ, T+8:29 Min. (läuft): Null Schub.
15:04:48 Uhr MESZ, T+8:20 Min. (läuft): MECO! Die Haupttriebwerke wurden abgeschaltet. Die ENDEAVOUR befindet sich in einer ersten halbwegs stabilen Umlaufbahn.
15:04:09 Uhr MESZ, T+7:41 Min. (läuft): Als letzte TAL kann jetzt auch Istrès nicht mehr erreicht werden.
15:03:50 Uhr MESZ, T+7:22 Min. (läuft): Eine Beschleunigung von 3g ist erreicht. Die Haupttriebwerke werden jetzt kontinuierlich gedrosselt, um diese Grenze nicht zu überschreiten. TAL Moron kann nicht mehr erreicht werden.
15:02:32 Uhr MESZ, T+6:04 Min. (läuft): Egal was jetzt noch passiert, die ENDEAVOUR wird versuchen, ihren Treibstoff bis zum Abschalten der Haupttriebwerke zu verbrauchen, um einen stabilen Orbit zu erreichen ("Press to MECO!").
15:02:15 Uhr MESZ, T+5:47 Min. (läuft): Die ENDEAVOUR rollt in die aufrechte Lage.
15:01:30 Uhr MESZ, T+5:02 Min. (läuft): Ein Startabbruch in einen Übergangsorbit ist jetzt möglich. ("Press to ATO!")
15:00:22 Uhr MESZ, T+3:54 Min. (läuft): Eine Rückkehr zum KSC ist nicht mehr möglich.
14:59:50 Uhr MESZ, T+3:22 Min. (läuft): Die OMS-Triebwerke wurden nach 2:32 Min. wieder abgeschaltet.
14:59:01 Uhr MESZ, T+2:33 Min. (läuft): Die TALs in Moron, Saragossa und Istrès kommen in Reichweite.
14:58:41 Uhr MESZ, T+2:13 Min. (läuft): Die OMS-Triebwerke wurden gezündet, um zusätzlichen Schub beim Aufstieg bereitzustellen (OMS-Assist).
14:58:31 Uhr MESZ, T+2:03 Min. (läuft): Die Startraketen wurden abgetrennt.
14:57:30 Uhr MESZ, T+1:02 Min. (läuft): Maximaler Staudruck ist erreicht.
14:57:17 Uhr MESZ, T+0:49 Min. (läuft): Die Triebwerke sind wieder auf voller Leistung.
14:57:02 Uhr MESZ, T+0:34 Min. (läuft): Die Triebwerke werden auf 72% gedrosselt, um den Staudruck zu begrenzen.
14:56:39 Uhr MEZ, T+0:11 Min. (läuft): Die ENDEAVOUR beginnt ein Rollmanöver um in die ISS-Bahnebene einzuschwenken.
Start von STS-134
Oben: Die ENDEAVOUR hebt zu ihrem letzten Flug von der Startrampe 39A ab. (Photo: NASA/KSC)
14:56:28 Uhr MESZ, T+0:00 Min. (läuft): Start! Die Feststoffstartraketen (SRBs) haben gezündet und die ENDEAVOUR hebt von der Startrampe ab.
14:55:57 Uhr MESZ, T-31 Sek. (läuft): Die Hauptrechner des Shuttles übernehmen die Steuerung der letzten Sekunden.
14:55:28 Uhr MESZ, T-1:00 Min. (läuft): Die Stromversorgung des Orbiters wird auf intern, also auf die Brennstoffzellen geschaltet.
14:54:28 Uhr MESZ, T-2:00 Min. (läuft): Die Besatzung schließt die Visiere. Der Wasserstofftank wird unter Druck gesetzt.
14:53:28 Uhr MESZ, T-3:00 Min. (läuft): Die Haupttriebwerke werden durch ein Testprofil geschwenkt. Der Sauerstofftank wird unter Druck gesetzt.
14:52:28 Uhr MESZ, T-4:00 Min. (läuft): Die aerodynamischen Steuerflächen werden getestet.
14:51:28 Uhr MESZ, T-5:00 Min. (läuft): Die drei Hilfskraftanlagen (APUs) werden gestartet. Sie versorgen das Hydrauliksystem des Orbiters mit Druck. Der stabile Nachfüllmodus des Außentanks wird beendet.
14:49:28 Uhr MESZ, T-7:00 Min. (läuft): Der Ausleger mit dem Weißraum wird weggeschwenkt.
14:47:28 Uhr MESZ, T-9:00 Min. (läuft): Der Countdown wurde wieder aufgenommen und der Bodenstartsequenzer hat die Steuerung übernommen.
14:45 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Mike Leinbach hat Mark Kelly informiert, daß grünes Licht für den Start gegeben wurde und NASA-Testdirektor Jeff Spaulding die Freigabe für die Durchführung des Starts erteilt.
14:44 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Die Abfrage der Stationen ist erfolgt und alle geben grünes Licht. Einem Start der ENDEAVOUR steht damit nichts mehr im Weg.
14:36 MESZ, T-9 Min. (angehalten): NASA-Testdirektor Jeff Spaulding wird gleich die Stationen in der Startleitwarte 4 abfragen, ebenso wie Startdirektor Mike Leinbach, der sein Startleitteam abfragt. Derzeit sind alle Wetterkriterien erfüllt.
14:26 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Derzeit werden keine technischen Probleme behandelt, die einen Start in 30 Minuten verhindert könnten. Auch die Meteorologen sind zuversichtlich, daß das Wetter kooperieren wird.
14:22 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Beim Abschalten der Haupttriebwerke wird sich die Raumfähre auf einer Bahn mit dem Tiefpunkt (Perigäum) von 58 km und einem Hochpunkt (Apogäum) von 218 km befinden. Dies wird eine halbe Stunde später durch das Feuern der OMS-Triebwerke zu einer Bahn mit einem Perigäum von 227 km und einem Apogäum von 325 km geändert.
14:09 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Rick Sturckow auf dem STA berichtet, daß die Wolkendecke über dem KSC aufbricht.
14:07 MESZ, T-9 Min. (angehalten): Der Countdown wurde zum letzten Mal für 40 Minuten und 28 Sekunden angehalten. In dieser Zeit wird der Startdirektor alle Stationen zu ihrem Status bezüglich des Starts abfragen. Sollten alle Stationen grünes Licht geben, wird der Start freigegeben und der Countdown um 14:47:28 Uhr MESZ wieder aufgenommen. Mit dieser Countdownunterbrechung wird die Countdownuhr mit der tatsächlichen Startzeit 14:56:28 Uhr MEZ synchronisiert.
14:05 MESZ, T-11 Min. (läuft): Der Sicherheitschef berichtet, daß das Gebiet um das KSC frei ist.
14:02 MESZ, T-14 Min. (läuft): Das Heliumdrucksystem des Hauptantriebssystems wird von Pilot Greg Johnson rekonfiguriert. Gleich werden die Heckschürzen der Feststoffstartraketen (SRBs) mit Stickstoffgas gespült. Kommandant Kelly hat die Notsteuerungsinstrumente eingeschaltet.
14:00 MESZ, T-16 Min. (läuft): Das Missionsleitzentrum in Houston hat die Rechner der ENDEAVOUR mit den notwendigen Flugdaten für die geplante Startzeit geladen.
13:56 MESZ, T-20 Min. (läuft): Noch eine Stunde bis zum Start. Der Countdown wurde planmäßig wieder aufgenommen. Die Bordrechner der ENDEAVOUR sind jetzt im Modus 101. Außerdem kopieren die Ingenieure den Inhalt der Speicher des Primären Avionik Software Systems (PASS) und vergleichen sie miteinander, um sicherzustellen, daß in jedem PASS-Rechner die gleiche Software geladen ist.
13:53 MESZ, T-20 Min. (angehalten): Die T-20 Min. Einweisung wurde gerade durchgeführt. Die Missionsleitung hat die Besatzung und die Startmannschaft über den genauen Verlauf des Endverlaufs informiert. Das offizielle Startfenster erstreckt sich von14:55:42 bis 15:01:29 Uhr MESZ. Der bevorzugte Startzeitpunkt ist um 14:56:28 Uhr MESZ.
13:46 MESZ, T-20 Min. (angehalten): Der Countdown wurde planmäßig für 10 Minuten angehalten. In den folgenden Minuten werden alle Computer im Startkontrollraum auf die richtigen Programme überprüft, der Status des Landekonvois wird abgefragt und der Status der Notlandeeinrichtungen wird überprüft, ob sie in der Lage sind, eine Notlandung zu unterstützen. Vorbereitungen werden getroffen, die Hauptrechner des Orbiters in den Modus 101 zu versetzen, sobald die Unterbrechung beendet wird. Dies versetzt die Massenspeicher der Bordrechner in die Startkonfiguration. Eine zweite Serie von Kommunikationstests wird durchgeführt.
13:42 MESZ, T-24 Min. (läuft): Astronaut Rick Sturckow, der selbst früher Shuttle-Kommandant gewesen ist, flirgt Wetteraufklärung im Bereich des KSC. Er berichtet, daß sein letzter Landeanflug mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) auf die Landebahn 15 gute Witterungsbedingungen gezeigt habe. Derweil hat Kommandant Mark Kelly das Stickstoffgassystem für das Orbitalmanövriersystem (OMS) unter Druck gesetzt, während Pilot Gregory Johnson das Stickstoffgassystem für die Sprühwasserkühler der Hilfskraftanlagen (APUs) eingeschaltet hat.
13:40 MESZ, T-26 Min. (läuft): Die Verschlußmannschaft verstaut noch die Ausrüstung des Weißraums, bevor sie selbst die Startrampe verlassen und in den Bereitschaftsraum, ein Bunker in der Nähe der Startrampe, zurückkehren.
13:36 MESZ, T-30 Min. (läuft): Shuttle-Meteorologin Kathy Winters hat Startdirektor Mike Leinbach mit dem aktuellen Wetterbericht versorgt. Derzeit sind alle Wetterkriterien erfüllt.
13:31 MESZ, T-35 Min. (läuft): Die Freigabe für das Abbauen des Weißraums wurde gegeben.
13:28 MESZ, T-38 Min. (läuft): Die pyrotechnischischen Zündsteuergeräte (PICs) werden um diesen Zeitpunkt herum eingeschaltet. Sie werden benötigt, um die Haltepfosten der Feststoffstartraketen (SRBs) wegzusprengen, ebenso wie die Verbindungsleitungen zum Shuttle und Außentank, sowie die Wasserstoffgasentlüftungsleitung am Anschlußflansch (GUCP) abzutrennen. Außerdem werden die beiden Hauptereignissteuerungen getestet (MEC). Sie leiten die Kommandos des Bordrechners zum Zünden der Triebwerke und zum Abtrennen der SRBs und des Außentanks an die jeweiligen PICs weiter.
13:25 MESZ, T-41 Min. (läuft): Der Hauptstrang des Bodenstartsequenzers (GLS) wurde in Betrieb genommen. Das ist das Hauptprogramm, das die letzten neun Minuten des Countdowns steuert.
13:22 MESZ, T-44 Min. (läuft): Wenigstens eine der drei transatlantischen Notlandebahnen (TAL) muß beim Start mit günstigen Wetterbedingungen für eine Notlandung aufwarten. Derzeit werden aus dem spanischen Moron Gewitter und aus dem französischen Istrès starker Wind gemeldet. Aber das Wetter im spanischen Saragossa sieht gut aus.
13:18 MESZ, T-48 Min. (läuft): Die offizielle Startwettervorhersage sieht weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 70% für günstige Bedingungen.
13:14 MESZ, T-52 Min. (läuft): Über das Kap Canaveral zieht ein Wlkenband herein, das zu bedecktem Himmel führt.
13:11 MESZ, T-55 Min. (läuft): Die Verschlußmannschaft hat das Kachelreparaturset aus dem Wagen geholt und die abgeplatzte Oberfläche ausgebessert.
13:06 MESZ, T-60 Min. (läuft): Auch bei der letzten Mission der DISCOVERY, STS-133, war nach dem Schließen der Luke eine leichte Beschädigung an einer der Kacheln an der Luke festgestellt worden. Die abgeplatzte Oberfläche war damals übergepinselt worden.
13:00 MESZ, T-1:06 Std. (läuft): Zum Startzeitpunkt wird sich die Internationale Raumstation gerade in 350 km Höhe über Halifax, Neuschottland hinwegbewegen. Die Verschlußmannschaft meldet einige Beschäigungen an den Hitzeschutzkacheln an der Einstiegsluke, die jetzt von den Ingenieuren diskutiert werden.
12:56 MESZ, T-1:10 Std. (läuft): Noch zwei Stunden bis zum Start.
12:46 MESZ, T-1:20 Std. (läuft): Die Luke wurde geschlossen und verriegelt. Das aktuelle Flugprofil wurde in die Bordrechner der ENDEAVOUR geladen.
12:43 MESZ, T-1:23 Std. (läuft): Alle Gegenstände, die nicht mitfliegen, wurden aus der Flugkabine entfernt und die Leute der Verschlußmannschaften bereiten das Schließen der Luke vor.
12:36 MESZ, T-1:30 Std. (läuft): Während die Besatzung die Kommunikationstests durchführt, geht am Kap die Sonne auf. Die Verschlußmannschaft hat derweil debn Schutzüberzug von der Einstiegsluke abgenommen, während sie damit beginnen, die Flugkabine aufzuräumen, die Trittstiege zu entfernen und das Schließen der Luke vorzubereiten.
Roberto Vittori im Weißraum
Oben: Der italienische ESA-Astronaut Roberto Vittori wird für den Einstieg in den Orbiter vorbereitet. (Photo: NASA/KSC/Sandra Joseph)
12:23 MESZ, T-1:43 Std. (läuft): Auch Vittori steigt jetzt in die Raumfähre ein und nimmt auf dem Sitz des Bordingenieurs in der Mitte hinten auf dem Flugdeck Platz. Vittori hat damit neben Kommandant und Pilot die beste Sicht nach vorne hinaus und kann auch die Instrumente von Kelly und Johnson einsehen. Vittori war ebenfalls bereits zweimal auf der ISS aber auf Kurzzeitmissionen mit russischen SOJUS-Raumfahrzeugen in den Jahren 2002 und 2005.
12:10 MESZ, T-1:56 Std. (läuft): Als letzter wird der italienische ESA-Astronaut Roberto Vittori für den Einstieg vorbereitet.
12:09 MESZ, T-1:57 Std. (läuft): Mike Fincke steigt in die ENDEAVOUR ein und nimmt auf dem Sitz rechts hinten auf dem Flugdeck Platz. Fincke war bereits zweimal mit russischen SOJUS-Raumfahrzeugen auf Langzeitmissionen auf der Internationalen Raumstation. Er hat insgesamt 366 Tage im All verbracht und wird auf dieser Mission den aktuellen von Peggy Whitson gehalteten Rekord amerikanischer Astronaten von 377 Tagen übertreffen.
11:58 MESZ, T-2:08 Std. (läuft): Greg Chamitoff steigt in den Orbiter ein und nimmt auf dem mittleren Sitz auf dem Mitteldeck Platz. Als nächster wird Mike Fincke für den Einstieg vorbereitet.
11:56 MESZ, T-2:10 Std. (läuft): Noch drei Stunden bis zum Start.
11:52 MESZ, T-2:14 Std. (läuft): Greg Johnson steigt in die Raumfähre ein und nimmt auf dem Pilotensitz vorne rechts auf dem Flugdeck Platz.
11:40 MESZ, T-2:26 Std. (läuft): Drew Feustel ist in die ENDEAVOUR eingestiegen und nimmt auf dem linken Sitz auf dem Mitteldeck Platz. Als nächste werden Pilot Greg Johnson und Missionsspezialist Greg Chamitoff für den Einstieg vorbereitet.
11:38 MESZ, T-2:28 Std. (läuft): Kelly ist in den Orbiter eingestiegen. Er nimmt auf dem Kommandantensitz vorne links auf dem Flugdeck Platz.
11:36 MESZ, T-2:30 Std. (läuft): Als zweiter wird Missionsspezialist Drew Feustel für den Einstieg vorbereitet.
11:34 MESZ, T-2:32 Std. (läuft): Kommandant Mark Kelly ist der erste, der im Weißraum für den Einstieg vorbereitet wird.
11:33 MESZ, T-2:33 Std. (läuft): Die Besatzung ist auf der 57-Meter-Ebene angekommen und macht sich bereit, einer nach dem anderen über den Auslager zum Weißraum hinüberzugehen, um für den Einstieg vorbereitet zu werden.
11:32 MESZ, T-2:34 Std. (läuft): Die Astronauten haben den Aufzug bestiegen.
11:30 MESZ, T-2:36 Std. (läuft): Traditionell geht die Besatzung ein paar Meter zur Seite, um einen Blick auf den wartenden vollbetankten Startaufbau zu werfen und ein Photo zu machen, bevor sie den Aufzug auf die 57-Meter-Ebene nehmen.
11:29 MESZ, T-2:37 Std. (läuft): Der AstroVan hält am Aufzug der Startrampe an und die Astronauten steigen aus.
11:28 MESZ, T-2:38 Std. (läuft): Der Konvoi hat den Zaun der Rampe erreicht und nur der AstroVan fährt die Rampe hinauf, während die Begleitfahrzeuge zurückbleiben.
11:26 MESZ, T-2:40 Std. (läuft): Der Konvoi ist an der Abzweigung zur Startrampe 39B, die schon seit längerer Zeit nicht mehr für Shuttle-Starts genutzt wird.
11:23 MESZ, T-2:43 Std. (läuft): Die Verschlußmannschaft meldet, daß sie bereit für den Einstieg der Astronauten seien.
11:22 MESZ, T-2:44 Std. (läuft): Der AstroVan fährt weiter. Damit sind wir jetzt weiter, als beim letzten Startversuch am 29. April, wo der AstroVan am Startleitzentrum angehalten und wegen des Startabbruchs wieder zurückgeschickt worden war.
11:21 MESZ, T-2:45 Std. (läuft): Der Konvoi hat am Startleitzentrum angehalten um Peggy Whitson und Jerry Ross herauszulassen, bevor er die Straße neben dem Raupenfahrweg zur Startrampe weiterfährt.
11:16 MESZ, T-2:50 Std. (läuft): Der Konvoi biegt auf die Straße nach Norden in Richtung Montagegebäude (VAB) und SLF ab.
11:14 MESZ, T-2:52 Std. (läuft): Der Konvoi ist losgefahren.
11:13 MESZ, T-2:53 Std. (läuft): Nachdem sie für ein paar Photos für die wartenden Journalisten posiert haben, besteigen sie dden AstroVan. Mit an Bord gehen die Chefin des Astronautenbüros, Peggy Whitson und Jerry Ross.
11:12 MESZ, T-2:54 Std. (läuft): Die Besatzung verläßt das Gebäude und geht zum Astrovan hinüber.
11:11 MESZ, T-2:55 Std. (läuft): Die Astronauten sind auf dem Weg in's Erdgeschoß!
11:06 MESZ, T-3:00 Std. (läuft): Der Countdown wurde planmäßig bei T-3 Std. wieder aufgenommen. Als nächstes werden die Astronauten den Ankleideraum verlassen und mit dem Fahrstuhl in's Erdgeschoß des Betriebs- und Prüfgebäude fahren, wo der AstroVan vor der Tür wartet. Das Rampeninspektionsteam ist auf dem Rückweg von der Startrampe, um Startdirektor Mike Leinbach Bericht zu erstatten.
10:56 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Noch vier Stunden bis zum Start.
10:46 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Merritt Island Bahnverfolgungs- und Datenvermittlungsstation für Raumflüge (MILA) meldet, daß sie ihre Antenne zur Startrampe ausgerichtet hat.
10:41 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Wettereinweisung ist beendet und auch Kelly, Johnson und Vittori sind jetzt im Ankleideraum und legen die Fluganzüge an. In einer halben Stunde sollen sie das Gebäude verlassen, um mit dem AstroVan zur Startrampe gebracht zu werden.
10:31 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Countdownunterbrechung dauert noch 35 Minuten. Während Greg Chamitoff, Drew Feustel und Mike Fincke zum Ankleideraum gehen, bekommen Kelly, Johnson und Vittori die Wettereinweisung. Selbiges sieht derzeit weiterhin gut aus und auch die drei transatlantischen Notlandebahnen (TAL) in Europa melden günstige Wetterbedingungen.
10:15 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Besatzung ist derzeit beim traditionellen Imbiß vor dem Start. Um kurz nach halb elf werden Kommandant Mark Kelly, Pilot Greg Johnson und Bordingenieur Roberto Vittori eine Einweisung über die Wettersituation am Kap und an den Notlandebahnen jenseits des Atlantiks (Saragossa, Moron und Istrès), in Kalifornien (Edwards) und Neu Mexiko (White Sands) erhalten. Danach begeben sie sich zu ihren Kollegen in den Ankleideraum, um die Fluganzüge anzulegen.
10:10 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Das Rampeninspektionsteam führt seine Untersuchung des Außentanks der ENDEAVOUR durch. Die siebenköpfige Gruppe in den leuchtendorangenen feuerfesten und antistatischen Overalls soll die Startrampe und das Shuttle ein letztes Mal vor dem Start noch einmal überprüfen. Zu der Gruppe gehören Ingenieure und Sicherheitsspezialisten von der NASA, United Space Alliance und dem Tankhersteller Lockheed-Martin. Am Ende ihrer zweieinhalbstündigen Inspektionstour wird die Gruppe die gesamte Rampenstruktur von oben nach unten, sowie die mobile Startplattform abgegangen sein.
Die Gruppe sucht nach jedweden Anzeichen für anormale Eisbildung am Startaufbau und überprüft die Integrität der Schaumisolierung des Tanks. Dafür verwenden die Inspekteure Teleskope, Binokulare, hochauflösende Photokameras und tragbare Infrarot-Temperaturmeßgeräte, mit denen sie die Oberfläche des Tanks abtasten, um nach unsichtbaren Lecks und Wasserstoffflammen zu suchen, und ungewöhnliche Veränderungen am Tank, dem Orbiter und der Feststoffstartraketen zu entdecken. Alles was sie sich anschauen, wird mit Photokameras dokumentiert.

9:56 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Noch fünf Stunden bis zum Start. Der Countdown verläuft genau nach Plan und frei von Problemen und auch das Wetter sieht gut aus. Die Heizelemente an den Hilskraftpumpen funktionieren ebenfalls, jetzt nachdem das heckgehäuse heruntergekühlt ist.
Die jüngsten Aktivitäten im Countdown  beinhalten das Kalibrieren der Trägheitsmeßinstrumente (IMUs), das Hochfahren des Navigationssystems, das Ausrichten der Kommunikationsantennen der Bodenstationen auf die Startrampe und Kommunikationstests mit dem Raketentestgebiet Ost der US-Luftwaffe (Eastern Range).
9:30 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Startübertragung auf NASA TV hat soeben begonnen.
9:10 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Missionsspezialist Mike Fincke hat gerade über Twitter berichtet: "Habe gerade meine letzte Dusche für die nächsten paar Wochen gehabt. Die Flugärzte haben mich positiv durchgecheckt. Mein einziges Problem: zu viel jungenhafter Enthusiasmus. (keine Heilung bekannt dafür)"
9:05 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): NASA-Testdirektorin Charlie Blackwell-Thompson erklärte eben, daß der Betankungsvorhang absolut glatt und ohne Probleme verlaufen sei. Das Team habe eine gute Arbeit geleistet und der Tank habe sich wie erwartet verhalten.
8:56 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Noch sechs Stunden bis zum Start. Die Orbiter-Verschlußmannschaft und das Rampeninspektionsteam (oder Eis-Team) sind auf der Startrampe angekommen und beginnen mit ihrer Arbeit. Die Verschlußmannschaft bereitet die Flugkabine der ENDEAVOUR für den Einstieg der Besatzung in rund zweieinhalb Stunden vor und das Inspektionsteam sucht das Raumfahrzeug nach jedweder Eisbildung nach dem Betanken ab.
8:36 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Der Countdown wurde planmäßig bei T-3 Std. angehalten. Auch der Sauerstoffbehälter ist in den stabilen Nachfüllmodus übergegangen. Damit ist der Betankungsvorgang offiziell abgeschlossen. Als nächstes werden das Rampeninspektionsteam und die Orbiter-Verschlußmannschaft zur Startrampe aufbrechen.
Die Unterbrechung dauert zweieinhalb Stunden.

8:13 MESZ, T-3:23 Std. (läuft): Der Wasserstoffbehälter ist in den stabilen Nachfüllmodus übergegangen. Damit wird immer genau soviel Flüssigwasserstoff unten nachgefüllt, wie oben als Gas abgetoppt wird. Da das Gas durch Verdampfung aufgrund von über die Tankwandung eindringende Wärme entsteht, wird mit dem Abtoppen auch diese Wärme als Verdampfungswärme abgeführt. Der stabile Nachfüllmodus dient damit nicht nur der Füllstands-, sondern auch der Temperaturregulierung im Tank. Der stabile Nachfüllmodus wird bis kurz vor dem Start aufrecht erhalten, bis die Treibstoffventile im Antriebsgehäuse die externen Zuflußleitungen schließen.
7:56 MESZ, T-3:40 Std. (läuft): Noch sieben Stunden bis zum Start.
7:39 MESZ, T-3:57 Std. (läuft): Das Abtoppen des Wasserstoffbehälters hat begonnen. Das Abtoppen erfolgt, wenn der Wasserstoffbehälter zu über 90 % gefüllt ist. Das Wasserstoffgasentlüftungsventil wird geöffnet, und das Wasserstoffgas wird über die Entlüftungsleitung zur Hochfackel abgeleitet, wo es verbrannt wird. Hierbei war beim ersten Startversuch von STS-133 am 5. November 2010 ein Problem aufgetreten, weil der Anschlußflansch, mit dem die Entlüftungsleitung am Außentank befestigt ist, undicht wurde, als er vom kalten Gas durchströmt wurde.
7:36 MESZ, T-4:00 Std. (läuft): Nach zwei Stunden geht der Betankungsvorgang in die nächste kritische Phase über. Das Abtoppen des Wasserstoffgases beginnt mit dem ersten Öffnen des Entlüftungsventils an der Spitze des Wasserstoffbehälters, voraussichtlich gegen 7:50 Uhr MESZ. Dies ist ein spannender Moment, da eine erneute Undichtigkeit am Anschlußflansch der Entlüftungsleitung (GUCP) den Start um mehrere Tage verzögern kann.
7:11 MESZ, T-4:25 Std. (läuft): Die Besatzung ist jetzt in der medizinischen Abschlußuntersuchung vor dem Start.
7:06 MESZ, T-4:30 Std. (läuft): Halbzeit im Betankungsvorgang. Der Außentank der ENDEAVOUR, ET-122, ist der älteste Tank, der jemals gestartet wurde und hat selbst eine recht bewegte Geschichte hinter sich. Sein Bau im Montagewerk Michoud (ausgesprochen: "Mi'schuht") bei New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana begann bereits im Jahr 2000 und er wurde im Jahr 2002 an die NASA überschrieben. Seine Verschiffung zum KSC verzögerte sich aber zunächst, weil in Florida zu diesem Zeitpunkt genügend Tanks bereitlagen. Mit dem COLUMBIA-Unglück am 1. Februar 2003 und der darauffolgenden Unterbrechung der Flüge blieb der Tank für weitere Zeit in Michoud liegen und wurde mit anderen Tanks den notwendigen Umbauten unterzogen, die die Unfalluntersuchungskommission (CAIB) empfohlen hatte. Als dann im Jahr 2005 Hurrikan Katrina über die Golfküste hinwegzog, wurde auch das Montagewerk in Mitleidenschaft gezogen. Das Lagergebäude, in dem ET-122 untergebracht war, erlitt Dachschäden und herabstürzende Teile beschädigten auch den Tank. Diese wurden zwar in der Folge repariert, die Überstellung zum KSC verzögerte sich allerdings weiter bis in's letzte Jahr. Durch die lange Lagerzeit hat die Farbe des Tanks gelitten und er ist dunkler orange als die anderen Tanks, die bisher geflogen sind. Ein Vorteil des Tanks ist allerdings, daß er noch aus einer älteren Serie ist und deshalb voraussichtlich nicht die Probleme mit den Versteifungsstreben im Intertank aufweist, die den Start der DISCOVERY zur Mission STS-133 um mehrere Monate verzögert hatten.
6:56 MESZ, T-4:40 Std. (läuft): Noch acht Stunden bis zum Start.
6:51 MESZ, T-4:45 Std. (läuft): Insgesamt fassen die beiden Behälter des Außentanks rund 2000 Kubikmeter an superkalten Flüssigtreibstoffen. Der Sauerstoffbehälter nimmt das obere Drittel des Tanks ein und faßt 540 Kubikmeter Flüssigsauerstoff bei einer Temperatur von -183 °C (90 °K). Die unteren zwei Drittel werden vom Wasserstoffbehälter eingenommen, der mit rund 1460 Kubikmeter Flüssigwasserstoff bei einer Temperatur von -253 °C (20 °K) befüllt wird. Die Treibstoffe stammen aus Lagerbehältern, die sich in der Nähe der Startrampe befinden. Der Flüssigsauerstoff wird mittels Pumpen mit bis zu 7000 l/min zur Startrampe gefördert. Beim Wasserstoff wird durch einen Verdampfer ein Überdruck im Lagerbehälter erzeugt, der dann die Flüssigkeit durch die Leitung zur Startrampe preßt. Von hier nehmen die Treibstoffe den Weg durch das Hauptantriebssystem des Orbiters und über die Haupttreibstoffleitungen in den Außentank.
6:36 MESZ, T-5:00 Std. (läuft): Jetzt eine Stunde seit Beginn des Betankungsvorgangs. Die NASA behandelt derzeit keine technischen Probleme, die einen pünktlichen Start am Nachmittag um 14:56 Uhr MESZ verhindern könnte. Die Besatzung wurde um 6 Uhr geweckt und sitzt jetzt beim Frühstück zusammen.
6:29 MESZ, T-5:07 Std. (läuft): Die NASA hat bestätigt, daß der Sauerstoffbehälter pünktlich um 6:26 Uhr MESZ in den schnellen Befüllmodus übergegangen ist, und daß der Wasserstoffbehälter vorzeitig schon seit 6:25 Uhr schnell befüllt wird.
6:26 MESZ, T-5:10 Std. (läuft): Der Sauerstoffbehälter sollte jetzt in den schnellen Befüllmodus übergehen.
6:25 MESZ, T-5:11 Std. (läuft): Die NASA hat bestätigt, daß der langsame Befüllmodus des Sauerstoffbehälters offiziell um 6:14 Uhr MESZ begonnen hat und derzeit das Testen der ECO-Sensoren des Wasserstoffbehälters im Gange ist.
6:21 MESZ, T-5:15 Std. (läuft): Etwa um diesen Zeitpunkt herum sollten die Niedrigfüllstands-Triebwerksabschaltsensoren (ECO-Sensoren) im Wasserstoffbehälter mit Flüssigkeit bedeckt sein. Die Ingenieure im Startleitzentrum beginnen danach unverzüglich mit einem Testprogramm, das sicherstellen soll, daß die Sensoren einwandfrei funktionieren.
6:16 MESZ, T-5:20 Std. (läuft): Auch der Sauerstofftank wird jetzt im langsamen Modus befüllt.
5:56 MESZ, T-5:40 Std. (läuft): Noch 9 Stunden bis zum Start.
5:46 MESZ, T-5:50 Std. (läuft): Das Herabkühlen des Hauptantriebssystems beginnt jetzt. Ebenso beginnt das Befüllen des Wassersoffbehälters im langsammen Befüllmodus. Die kryogenen (superkalten) Flüssigtreibstoffe nehmen den Weg von der Rampe über das Hauptantriebssystem im Heck des Orbiters und die Haupttreibstoffleitungen in den Außentank.
5:39 MESZ, T-5:56 Std. (läuft): Die Bergungsschiffe für die Feststoffstartraketen, FREEDOM STAR und LIBERTY STAR, haben gestern Nachmittag Port Canaveral verlassen und sollen gegen Mittag im Wasserungsgebiet rund 250 km vor der Küste eintreffen.
5:37 MESZ, T-5:59 Std. (läuft): Die NASA hat den pünktlichen Beginn des Betankungsvorgangs betstätigt.
5:36 MESZ, T-6:00 Std. (läuft): Der Countdown wurde planmäßig bei der Marke T-6 Std. wieder aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch der Betankungsprozess mit dem Herabkühlen der Zuflußleitungen beginnen.
5:30 MESZ, T-6:00 Std. (angehalten): Die Startberichterstattung auf NASA TV hat begonnen.
5:25 MESZ, T-6:00 Std. (angehalten): Willkommen zur Live-Berichterstattung zur letzten Phase des Countdowns und dem Start der Raumfähre ENDEAVOUR zu ihrer letzten Reise in's All. Die Startvorbereitungen sind bislang gut verlaufen. Keine technischen Probleme wurden behandelt. Der Countdown befindet sich derzeit in der planmäßigen Unterbrechung bei T-6 Std., die um 3:36 Uhr MESZ begann.
Das Missionsleitungsteam ist um 5 Uhr zusammengekommen und hat einstimmig die Freigabe für den Betankungsvorgang gegeben.
Das Wetter ist gut für das Betanken und nach der letzten Vorhersage wird eine Wahrscheinlichkeit von 70% für günstige Bedingungen zum Startzeitpunkt angegeben.
Derzeit für das Startleitteam die Sicherheitsprüfung der Pyrotechnika am Startaufbau durch, der letzte Schritt vor Beginn des Befüllens, das mit der Wiederaufnahme des Countdowns um 5:36 Uhr beginnt.

15. Mai 2011, Sonntag
Wegschwenken der RSS
Oben: Die drehbare Zugangsstruktur (RSS) wird vom Startaufbau weggeschwenkt. (Photo: NASA/KSC)
Der Countdown wurde planmäßig um 1 Uhr MESZ bei  der Marke T-19 Std. wieder aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Hauptereignissteuerungen (MEC 1 und 2) eingeschaltet, das Avioniksystem überprüft und die Düsenabdeckungen des Manövrier- und Steuertriebwerkssystems (FRCS) entfernt.
Um 7:30 Uhr wurden die Dichtlippen der RSS eingezogen, um 8 Uhr begann eine Inspektion der Hitzeschutzkacheln. Um 9 Uhr ging der Countdown in die längste planmäßige Unterbrechung bei T-11 Stunden. Sie dauert 13 Std. und 36 Min.. Um 10:30 Uhr begannen die Vorbereitungen für das Wegschwenken der RSS. Das Wegschwenken selbst erfolgte am Abend um 17:44 Uhr rund 15 Minuten vor dem geplanten Zeitpunkt und war um 18:24 Uhr abgeschlossen.
Letzte Vorbereitungen am Abend beinhalteten das Konfigurieren der Schalter in der Flugkabine, während Kommandant Mark Kelly und seine Besatzungskollegen ihre Schlafperiode um 22 Uhr MESZ begannen.
Die stromerzeugenden Brennstoffzellen wurden um 23:46 Uhr MESZ eingeschaltet und das Startleitteam wird um 5 Uhr zusammenkommen, um über die Freigabe für das Betanken zu konferieren. Das Betanken soll um 5:36 Uhr beginnen.
Die Besatzung soll 6 Uhr MESZ geweckt werden.

14. Mai 2011, Samstag
Die Startmannschaften am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA arbeiten sich durch die Countdownmeilensteine durch, ohne daß Probleme aufträten, die einen Start der Raumfähre ENDEAVOUR am Montag um 14:56 Uhr MESZ verhindern könnten. Der Countdown ist um 5 Uhr morgens in die erste vierstündige Unterbrechung bei T-27 Std. und um 17 Uhr in die nächste achtstündige bei T-19 Std. gegangen. Der Countdown soll um 1 Uhr in der Nacht wieder aufgenommen werden. Die Techniker auf der Startrampe 39A haben das Befüllen der bordinternen Tanks des Brennstoffzellenversorgungssystems (PRSD) abgeschlossen. Um 23:30 Uhr wurde das Mittschiffs-Versorgungsleitungspaket (OMBUU) abgekoppelt, über das die kryogenen Betriebsstoffe des PRSD in den Orbiter gepumpt wurden.
Das Missionsleitungsteam (MMT) hat der Startmannschaft grünes Licht für die Fortführung des Countdown gegeben. Das MMT war am Abend am KSC zusammengekommen, um den Fortgang der Startvorbereitungen zu besprechen.
Während der Pressekonferenz im Anschluß an die MMT-Besprechung, erklärte Shuttle-Startdirektor, daß die Startvorbereitungen außerordentlich gut verliefen und das Team bereit für den Start sei.
Die Wetteraussichten sehen weiter 70% günstige Bedingungen zum Startzeitpunkt.
Auf der Startrampe 39A soll die drehbare Zugangsstruktur (RSS) am Sonntag um 18 Uhr weggeschwenkt werden. Der Außentank soll ab 5:32 Uhr am Montag Morgen befüllt werden.

13. Mai 2011, Freitag
Der Countdown für den Start der Raumfähre ENDEAVOUR läuft. Die Uhren wurden heute pünktlich um 13 Uhr MESZ gestartet.
Die Startteams behandeln derzeit keine Probleme, die einen Start am Montag um 14:56 Uhr MESZ verhindern könnten.
Die Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA bereiten das Befüllen der bordinternen Tanks des Brennstoffzellenversorgungssystems mit den kryogenen Brennstoffen vor.
Nach Angaben von NASA-Testdirektor Jeff Spaulding auf der Pressekonferenz, die um 16 Uhr abgehalten wurde, verläuft der Countdown planmäßig und Joe Delai, der Nutzlastleiter für STS-134 berichtete, daß alles bereit sei und die Teams bereitstünden den Start zu unterstützen.
Shuttle-Meteorologin Kathy Winters berichtete, daß die derzeitige Wettervorhersage von 70% günstigen Bedingungen zum Startzeitpunkt ausgingen. Es könnte allerdings ein Sturm auftreten zu dem Zeitpunkt, wenn die drehbare Zugangsstruktur (RSS) in die Parkposition geschwenkt werden soll, was derzeit gegen 18 Uhr am Sonntag erfolgen soll, aber der Starttag selbst sieht gut aus sowohl für das KSC als auch für das Bergungsgebiet der Feststoffstartraketen und die Notlandebahnen.
Die Flugbesatzung wurde heute um 7 Uhr geweckt, um ihre Startvorbereitungen fortzusetzen. Kommandant Mark Kelly und Pilot Greg Johnson übten am Morgen Landeanflüge mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA). Die Besatzung hat derweil die Flugdaten durchgesehen und ist mit dem Raumfahrzeug-Integrationstestteam den Plan für den Einstieg durchgegangen.
Die nächste Pressekonferenz ist für Samstag abend um 22 Uhr MESZ angesetzt und wird von NASA TV übertragen.

12. Mai 2011, Donnerstag
Die sechs Astronauten der Raumfähre ENDEAVOUR sind wieder am Kennedy Raumfahrtzentrum für die letzten Vorbereitungen vor dem Start. Die Besatzung landete um 15 Uhr MESZ mit einem Shuttle Trainingsflugzeug (STA) auf der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF).
"Es ist großartig, wieder zurück zu sein", meinte Kelly. "Wir wissen die harte Arbeit, die die Teams in den letzten paar Wochen geleistet haben, um die ENDEAVOUR fertig zu machen, wirklich zu schätzen."
Die Besatzung zurück am KSC
Oben: Die Besatzung der ENDEAVOUR nach der Landung mit dem STA (dahinter) auf der Landebahn des KSC. Von links: Mark Kelly, Greg Chamitoff, Andrew Feustel, Roberto Vittori, Mike Fincke und Gregory Johnson. (Photo: NASA/KSC/Kim Shiflett)
Kelly stellte ENDEAVOUR's Pilot Greg H. Johnson vor, der anmerkte: Ich kann mir keine perfektere Art vorstellen, meinen Geburtstag zu verbringen, als mit meinen Besatzungskollegen hierher zu kommen und die ENDEAVOUR nächste Woche zu fliegen."
"Als Besatzung bekommen wir eine Menge Aufmerksamkeit, aber die wahren Helden sind die Jungs hier am KSC, die die Raumfähren bereit machen", sagte Johnson. "Und Hut ab vor Dana Hutcherson und ihrem Team, wie sie die ENDEAVOUR diesesmal abgefertigt haben und schließlich ein besonderer Dank an das APU-Team für die ganze harte Arbeit, die ihr geleistet habt, um uns hierhin zu bringen. Ein dickes Lob an Euch, daß Ihr das Problem gelöst habt und uns wieder auf Kurs gebracht habt."
Die Missionsspezialisten Mike Fincke, Andrew Feustel, Greg Chamitoff und Roberto Vittori hatten jeder Gelegenheit ein paar Worte zu sprechen, bevor sie die Landebahn verließen. Der italienische ESA-Astronaut Vittori sprach in seiner Heimatsprache.
Später am Abend übten Kelly und Johnson Landeanflüge mit dem STA, welches ein modifiziertes American Aviation Gulfstream II Kleinpassagierflugzeug ist, das die Flugeigenschaften der Orbiter nachbilden kann.
Shuttle-Meteorologin Kathy Winters siht eine 70%-ige Wahrscheinlichkeit für günstige Wetterbedingungen zum geplanten Startzeitpunkt am Montag um 14:56 Uhr MESZ.
Der Countdown beginnt morgen um 13 Uhr. Um 16 Uhr gibt es eine Countdownstatus-Pressekonferenz, die live auf
NASA TV übertragen wird.

11. Mai 2011, Mittwoch
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA bereiten die Raumfähre ENDEAVOUR für ihren anstehenden Startversuch vor. Die Teams haben das Testen der von der Lastregeleinheit Nr. 2 (ALCA-2) stromversorgten Systeme abgeschlossen und haben heute die Zugangsluken zum Heckgehäuse eingesetzt.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA im texanischen Houston hat die Flugbesatzung den heutigen Tag mit Besprechungen über die Außeneinsatzabläufe mit den jeweiligen Außeneinsatz-Flugleittechnikerteams verbracht. Die sechs Besatzungsmitglieder sollen morgen gegen 15 Uhr MESZ an der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des KSC eintreffen. Die Ankunft wird von NASA TV übertragen.

10. Mai 2011, Dienstag
Die Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA setzten auch heute die Verschlußarbeiten am Heckgehäuse der Raumfähre ENDEAVOUR fort und haben den Zugangsarm zum Außentank weggeschwenkt. Die Arbeiter haben heute die Sprengvorrichtungen eingebaut und angeschlossen. Das Team setzte die Vorbereitungen für den Beginn des Startcountdowns am Freitag fort.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA bereitete sich derweil die Flugbesatzung für die Rückkehr zum KSC am Donnerstag vor.
ENDEAVOUR soll am Montag, 16. Mai um 14:56 Uhr MESZ zu einer 16-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation starten.

9. Mai 2011, Montag
Die Verantwortlichen der NASA haben den Start der Raumfähre ENDEAVOUR auf den Montab, 16. Mai um 14:56 Uhr MESZ festgesetzt. Dies gaben Space-Shuttle-Startintegrationsleiter Mike Moses und Shuttle-Startdirektor Mike Leinbach auf einer Pressekonferenz am Abend am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida bekannt.
Eingang zum Heckgehäuse
Oben: Der Einstieg in's Heckgehäuse der ENDEAVOUR auf der Steuerbordseite des Orbiters. Links eine Arbeitsbühne von der drehbaren Zugangsstruktur (RSS). (Photo: NASA/KSC/Troy Cryder)
Am Wochenende haben die KSC-Techniker neue Kabel eingebaut, die die verdächtigen Kabel zwischen dem Stromverteilerkasten und den Heizelementen überbrücken. Sie schalteten außerdem die Heizelemente für 30 Minuten ein, um zu verifizieren, daß sie korrekt funktionieren und das Testen der übrigen über den Schaltkasten stromversorgten Systeme abgeschlossen werden kann. Die Teams begannen heute mit dem Verschließen des Heckgehäuses der ENDEAVOUR und den Startvorbereitungen.

6. Mai 2011, Freitag
Die Verantwortlichen der NASA haben den Start der Raumfähre ENDEAVOUR auf frühestens Montag, den 16. Mai verschoben. Auf der Besprechung am Freitag verlängerten sie außerdem die Mission STS-134 der ENDEAVOUR von 14 auf 16 Tage. Sollte die ENDEAVOUR am 16. Mai starten, so wäre der Zeitpunkt dafür 14:56 Uhr MESZ.
Am Montag, 9. Mai um 21 Uhr werden der Startintegrationsleiter des Space-Shuttle-Programms Mike Moses und Shuttle-Startdirektor Mike Leinbach eine Pressekonferenz am Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) abhalten, um die Fortschritte bei den Reparaturen seit der Startverschiebung am 29. April zu diskutieren. Die Pressekonferenz wird live auf NASA TV übertragen.
KSC-Techniker setzen derweil die Arbeit zur Lösung eines Problems im Stromkreis eines Heizelements im Hydrauliksystem der ENDEAVOUR fort, das die Startverschiebung verursacht hatte. Die Techniker hatten festgestellt, daß der Fehler in einer Lastreglereinheit aufgetreten war, einem Stromverteilerkasten
im Heckgehäuse der ENDEAVOUR, und möglicherweise auch in der der angeschlossenen Verkabelung.
Obwohl dereigentliche Grund für den Fehler in dem Verteilerkasten noch nicht gefunden wurde, haben die Techniker die Geräte, die das Problem ausgelöst haben könnten, ausgetauscht. Die fehlerhafte Lastreglereinheit war am Mittwoch ausgetauscht worden und ein Test von neun angeschlossenen Shuttle-Systemen ist im Gange.
An diesem Wochenende werden die Techniker die neue Verkabelung, die die verdächtigen elektrischen Kabel, die den Verteilerkasten mit den Heizelementen verbindet, umgeht, anschließen und überprüfen. Sie werden außerdem die Heizelemente 30 Minuten lang laufen lassen, um ihre korrekte Funktion zu verifizieren und das Testen der übrigen vom Verteilerkasten versorgten Systeme abzuschließen.
Das Shuttle hat drei Hilfskraftpumpen (APUs) die die hydraulische Leistung zum Steuern des Raumfahrzeugs während Aufstieg und Wiedereintritt bereitstellen. Die Hydrazin-Treibstoffleitungen an jeder APU haben zwei Heizelementstromkreise, die verhindern sollen, daß der Treibstoff in den Leitungen gefriert. Die Startkriterien der NASA erfordern, daß alle APUs und Heizelementstromkreise für den Start betriebsfähig sind. Bei ENDEAVOURs erstem Startversuch hatte einer der zwei Heizelementstromkreise nicht funktioniert. Ingenieure bestätigten inzwischen, daß der Stromkreis im ursprünglich eingebauten Verteilerkasten, der Strom zu den Heizelementen leitet, einen Kurzschluß aufgewiesen hatte.
Startgelegenheiten existieren bis zum 26. Mai. Der 21. Mai ist der einzige Tag, an dem nicht gestartet werden kann, da dies zu einem Anlegen am 23. Mai führen würde. An diesem Tag sollen aber drei Besatzungsmitglieder der Expedition 27 mit ihrer SOJUS Raumkapsel von der Station ablegen und nachhause zurückkehren. Die Leiter gingen die Zeitpläne der Mission durch und stellten fest, daß die Besatzung der ENDEAVOUR alle Missionsaufgaben erfüllen kann, selbst wenn man die Abreise der drei Stationsbesatzungsmitglieder mit berücksichtigt.

5. Mai 2011, Donnerstag
Die Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA in Florida fuhren auch heute mit dem Testen der verschiedenen Systeme in der Raumfähre ENDEAVOUR fort, die am neueingebauten Stromverteilerkasten oder Lastreglereinheit Nr. 2 (ALCA-2) hängen. So weit wurden alle Systeme für gut befunden. In der Nacht werden die Systeme des Lageregelungs- und Manövriertriebwerkssystems (RCS) der ENDEAVOUR getestet.
Der vorläufige neue Starttermin 10. Mai bleibt bestehen, aber die Verantwortlichen der NASA wollen sich am Freitag zusammensetzen, um den Fortschritt der Reparaturen zu besprechen und ein neues Startdatum für STS-134 zu bestimmen.
Die Ingenieure haben genauere technische Untersuchungen an der fehlerhaften ALCA-2 durchgeführt, die am Dienstag aus der ENDEAVOUR ausgebaut worden war. Über die ALCA-2 werden verschiedene Systeme mit Strom versorgt, darunter auch die Heizelemente an der Treibstoffleitung der Hilfskraftpumpe Nr.1 (APU-1). APUs versorgen das Hydrauliksystem der Orbiter mit Druck. Die Teams versuchen derzeit herauszufinden, was den Kurzschluß innerhalb des Stromverteilerkastens verursacht hat.

4. Mai 2011, Mittwoch (abends)
Die Techniker am Shuttle-Logistikdepot der NASA in Cape Canaveral führen zusätzliche Tests am fehlerhaften Stromverteilerkasten, der Lastreglereinheit Nr.2 (LCA-2), durch. Sie war gestern aus dem Heckgehäuse der Raumfähre ENDEAVOUR ausgebaut worden. Die Techniker versuchen nun zu bestimmen, was der Grund für den Ausfall der LCA war. Erste Tests, die gestern angestellt wurden, zeigen, daß eine Treiberschlatung innerhalb der LCA-2 einen Kurzschluß hat. Die LCA-2 versorgt unter anderem die Heizelemente der Treibstoffleitung der Hilfskraftpumpe Nr. 1 (APU-1) mit Strom. Nachdem das kurzgeschlossene Schaltrelais ausgetauscht wurde, schien die LCA-2 wieder wie erwartet zu funktionieren. Die Techniker führen nun weitere Fehleranalysen an dem Stromrelais durch, um zu bestimmen, ob der Kurzschluß im Inneren oder außerhalb der LCA-2 verursacht wurde. Abhängig von den Ergebnissen könnten weitere Tests des Schaltkastens erforderlich werden. Auf der Startrampe 39A wurde derweil am Morgen eine neue LCA-2 in ddie ENDEAVOUR eingebaut und die Techniker bereiten das erneute Testen der Systeme vor, vor denen ein neuer definitiver Startermin nicht angesetzt wird. Derzeit soll der Start nicht vor dem 10. Mai stattfinden, die Verantwortlichen gehen eher vom 11. Mai aus.

4. Mai 2011, Mittwoch (morgens)
Die Teams auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums haben am Abend die Sprengvorrichtungen aus der Raumfähre ENDEAVOUR ausgebaut. Sobald die Startrampe wieder für Personal geöffnet ist, werden die Techniker in das Heckgehäuse des Orbiters zurückkehren, um noch einige kleinere Arbeiten an einer Kühlplatte für den Lastreglereinheit 2 (LCA-2) genannten Stromverteilerkasten im Avionikschrank 5 ausführen. Die Kühlplatte ist ein an dem Kasten angebrachtes Aluminiumblech mit einem geschlossenen Freon-Kühlkreislauf, die die Elektronik innerhalb des Kastens kühlen soll.
Techniker testet LCA
Oben: Ein Techniker bei Tests der LCA-2 im Heckgehäuse der ENDEAVOUR. Da die ENDEAVOUR senkrecht auf der Rampe steht, hängt der Avionikschrank mit dem Stromverteilerkasten über dem Techniker. (Photo: NASA/KSC/Kim Shiflett)
Nach Abschluß dieser Arbeit soll morgen Vormittag eine neue LCA-2 eingebaut werden. Gestern Morgen hatten die Techniker die fehlerhafte LCA-2 ausgebaut und in das Shuttle-Logistigdepot nach Cape Canaveral gebracht, wo andere Techniker mit der technischen Untersuchung des Kasten begannen, um die Ursache für den Ausfall herauszufinden. Die LCA-2 verteilt Strom an neun verschiedene Shuttlesysteme, darunter die Heizelemente für die Treibstoffleitungen an der Hilfskrafteinheit Nr.1 (APU-1). Die Heizelemente waren am 29. April ausgefallen, was zum Abbruch von ENDEAVOURs erstem Startversuch geführt hatte.
Nachdem die neue LCA-2 eingebaut ist, werden die Techniker mit dem Testen des Kastens und seinem Stromverteilersystem beginnen. Die Verantwortlichen werden damit fortfahren den Reparaturvorgang auszuwerten und weitere Anpassungen vorzunehmen, bevor sie einen neuen Startversuch der ENDEAVOUR ansetzen, der nach derzeitigem Stand nicht vor dem 10. Mai, eher am 11. Mai stattfinden kann.
Damit in Zusammenhang, um nicht mit einem möglichen Startversuch in der nächsten Woche in's Gehege zu kommen, wurde entschieden, die Überführung der Raumfähre ATLANTIS vom Orbiterabfertigungswerk (OPF) zum Montagegebäude (VAB) zu verschieben. ATLANTIS soll jetzt am 16. Mai zum VAB herübergerollt und entsprechend am 23. Mai zur Startrampe herausgerollt werden, aber abhängig davon, wann die ENDEAVOUR tatsächlich startet. Der Start der ATLANTIS bleibt aber weiter für den 28. Juni geplant.

3. Mai 2011, Dienstag (morgens)
Die Leiter des Space-Shuttle- und ISS-Programms der NASA sind gestern abend zusammengekommen und haben den 10. Mai als frühestmöglichen Tag bestimmt, an dem die ENDEAVOUR starten kann. Dieses Datum ist erfolgsorientiert und basiert auf vorläufigen Arbeitsverlaufsplänen für den Austausch einer fehlerhaften Lastreglereinheit (LCA) im Heckgehäuse des Orbiters.
Die Verantwortlichen wollen am Freitag erneut zusammenkommen, um einen definitiveren Startzeitpunkt festzulegen, nachdem der Schaltkasten ausgetauscht wurde und die Systemtests abgeschlossen sind.
Die Programmverantwortlichen änderten das Zieldatum nachd weiterer Auswertung des Arbeitsplans zum Austausch des Kastens und den erneuten Tests der neun damit verbundenen Systeme. Diese Arbeit würde dann gefolgt von den standardmäßigen Verschlußarbeiten am Heckgehäuse, bevor man in den Startcountdown hineingehen kann.
Sonntag nacht und am Montag hatten die Techniker auf der Startrampe 39A weitere tests der Systemedurchgeführt mit der ALCA-2 zusammenhängen, darunter Tests des Kastens selbst, die in der Nacht zum Dienstag oder Dienstag Vormittag ausgebaut und durch ein existierendes Ersatzteil ersetzt werden soll.
Die Verantwortlichen werden damit fortfahren den Reparaturvorgang auszuwerten und jede notwendige zusätzliche Anpassung einbringen, bevor sie den nächsten Startversuch der ENDEAVOUR terminlich endültig festlegen.
Die STS-134-Besatzung ist zurück in Houston und bleibt die ganze Zeit weiter in der Quarantäne, während sie nach und nach ihren Schlafrhythmus an die neue Startzeit anpaßt. Während sie am Johnson Raumfahrtzentrum sind, wird die Besatzung eine Start- und Landesimulation mit dem Aufstiegs- und Wiedereintrittsteam im Missionsleitzentrum durchführen, bevor
sie für den Beginn des Startcountdowns nach Florida zurückkehren.

2. Mai 2011, Montag
Die Techniker und Ingenieure am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida haben die wahrscheinlichste Ursache für das Versagen des Heizelementes an der Treibstoffleitung zur Hilfskrafteinheit 1 (APU-1) der ENDEAVOUR, was am Freitag zum Abbruch des Countdowns geführt hatte.
Mechaniker im Heckgehäuse
Oben: Auf der Startrampe 39A des KSC dringt ein Mechaniker über eine Plattform in das Innere des Heckgehäuses der ENDEAVOUR vor, um mit dem Ausbau und Austausch der Lastreglereinheit 2 (ALCA-2) zu beginnen. (Photo: NASA/KSC/Kim Shiflett)
Das Versagen scheint ein Stromversorgungsproblem zu sein, das in der Lastregelungseinheit 2 (ALCA-2) seinen Ursprung hat, einem Kasten mit Stromreglerrelais'.
Der Plan sieht jetzt vor, den Kasten auszutauschen, aber diese Arbeit und die damit verbundenen Tests werden einige Tage in Anspruch nehmen. Sobald der neue Kasten eingebaut ist, muß das Team sicherstellen, daß er richtig funktioniert, ein Vorgang, der mindestens zwei Tage dauert, und den kaputten Kasten genauer untersuchen.
Die Verantwortlichen wollen innerhalb der nächsten ein, zwei Tage wieder zusammenkommen, um den Termin für den nächsten Startversuch festzulegen, der aber wohl nicht vor dem 8. Mai liegen wird.
Die Arbeiter auf der Startrampe 39A haben den Außentank der Raumfähre ENDEAVOUR von allen kryogenen Treibstoffen entleert. Die drehbare Zugangsstruktur (RSS) wurde wieder vor den Orbiter geschwenkt, um ihn vor den Elementen zu schützen und den Mechanikern den Zugang zum Heckgehäuse zu gewähren.
Nachdem sie zum Johnson Raumfahrtzentrum der NASA nach Houston zurückgekehrt sind, werden die Besatzungsmitglieder der ENDEAVOUR einige zusätzliche Trainingseinheiten durchführen, bevor sie für den nächsten Startversuch zum KSC kommen.

1. Mai 2011, Sonntag
Weitere Verschiebung! Die Techniker sind dabei die wahrscheinlichste Ursache für das Versagen des Heizelements an der Treibstoffleitung der Hilfskrafteinheit Nr. 1 (APU-1) der Raumfähre ENDEAVOUR weiter einzuengen. Aber wegen der Arbeit, die mit der Behebung des Problems verbunden ist, werden die Startteams nicht in der Lage sein, morgen einen erneuten Start zu versuchen. Die Teams werden am Montag zusammenkommen und voraussichtlich einen neuen "nicht früher als" Termin für einen neuen Startversuch bestimmen.
Die Techniker hatten gestern Abend mit dem Testen der mit dem Heizelement verbundenen Systeme begonnen. Die Testergebnisse weisen daraufhin, daß das Problem in einem Stromreglerkasten, der Hinteren Lastreglereinheit-2 (ALCA-2) im Heckgehäuse der ENDEAVOUR, zu suchen ist. Die Teams arbeiten derzeit die Pläne zum Austausch des Kastens oder jeglichen damit in Zusammenhang stehenden fehlerhaften Gerätschaften. Das Startteam ist derzeit dabei aus den Countdownoperationen herauszugehen.
Es gibt immer noch eine ganze Reihe von Faktoren, die ausgearbeitet werden müssen, aber basierend auf der Zeit, die notwendig ist, um das Problem zu beheben, wird ein neuer Startversuch nicht vor dem Ende der Woche stattfinden können. Wegen des geplanten Starts einer ATLAS 5 Trägerrakete am Freitag, 6. Mai vom US-Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral (CCAFS) kann der neue Startversuch frühestens am nächsten Sonntag (8. Mai) erfolgen.
Die sechs Astronauten der ENDEAVOUR fliegen wieder zurück zum Johnson Raumfahrtzentrum für ein paar weitere Tage Training, bevor sie für einen neuen Startversuch zum KSC zurückkehren.
Die Verantwortlichen werden am Abend eine Pressekonferenz abhalten, die ab 20 Uhr MESZ auf NASA TV übertragen wird.

30. April 2011, Samstag (morgens)
Die Teams auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA haben heute verschiedene Systeme in der Raumfähre ENDEAVOUR getestet, um die Ursache für das Problem mit den Heizelementen an der Hilfskrafteinheit Nr. 1 (APU-1) zu bestimmen.
Die Techniker hatten sich am frühen Abend Zugang zum Raumfahrzeug verschafft. Sie konnten bereits bestätigen, daß die Steuersicherungen in der Flugkabine in Ordnung sind.
Die Teams begannen mit dem Testen der Thermostate, die zu den Heizelementen der Treibstoffleitung der APU gehören. Ersten Berichten zufolge funktioniert die Thermostatseite, die während des Startversuchs am Freitag abend ausgefallen war, immer noch nicht wie erwartet. Die Teams werden mit weiteren Tests fortfahren, die dabei helfen sollen zu bestimmen, ob das Thermostat überhaupt Strom bekommt oder ob das Problem womöglich in einem ganz anderen teil des Systems zu suchen ist. Die Verantwortlichen werden voraussichtlich nicht vor Sonntag Mittag entscheiden, ob ein erneuter Startversuch am Montag durchführbar ist, oder nicht.
Die Flugdynamikabteilung am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston hat derweil den geplanten Startzeitpunkt für Montag auf 20:34:00 MESZ korrigiert.

29. April 2011, Freitag (abends)
Der Start der Raumfähre ENDEAVOUR mußte heute verschoben werden, da ein technisches Problem die Fortführung des Countdowns nicht erlaubte.
Shuttle-Startdirektor Mike Leinbach erklärte, daß der erneute Startversuch der ENDEAVOUR nicht vor Montag, 2. Mai um 20:33 Uhr MEST erfolgen wird. Die Ingenieure benötigten die Zeit, um das Problem zu analysieren und zu lösen, daß zum heutigen Startabbruch geführt hat.
Während des heutigen Countdowns bemerkten die Ingenieure ein Fehlverhalten in einem von zwei Heizelementstromkreisen der Hilfskrafteinheit Nr. 1 (APU 1). Die Heizelemente werden benötigt, um zu verhindern, daß das Hydrazin, mit dem die APU betrieben wird, in der Treibstoffleitung gefriert, wenn der orbiter in der Umlaufbahn ist. Versuche, das Heizelement wieder einzuschalten schlugen fehl und die Ingenieure denken nun, daß das Problem mit einer Lastregelungseinheit zusammenhängt, einem Schalterkasten im Heck der ENDEAVOUR, oder mit einem Kurzschluß in den Kabeln die in den Schaltkasten hinein- oder hinausführen.
Der Außentank der ENDEAVOUR wird jetzt entleert; in der Nacht werden die Techniker in das Heckgehäude einsteigen und bis morgen Abend eine Arbeitsplattform aufbauen, mit der sie Zugang zum Avionikabteil erhalten in dem die Lastregeleinheit liegt. Dann werden sie das Problem untersuchen und zu bestimmen versuchen, ob sie den Schaltkasten austauschen oder einen Kurzschluss an einem der Kabel reparieren
müssen.
Aus diesem Grund, erklärte Leinbach, werde es mindestens 72 Stunden dauern, bevor ein erneuter Startversuch unternommen werden kann.
Ingenieure und Leiter werden am Abend zusammenkommen, um ihren Plan für die Behandlung des Problems zu verfeinern. Die NASA hat für 22 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt, um den Startabbruch und den Plan zu diskutieren.
Auf der Pressekonferenz, die wegen des Besuchs von US-Präsident Obama am KSC erst um kurz nach 23 Uhr begann, beschrieb Mike Leinbach das Problem genauer: Als die Temperatur im Gehäuse absank, hätte das erste von vier Heizelementen an der Treibstoffleitung vom Thermostat angeschaltet werden sollen, was nicht geschehen ist. Darauf hat man versucht, das Heizelement von der Flugkabine aus anzuschalten, was ebenfalls mißlang. Da nun klar war, daß ein größeres Problem vorlag, habe man nach kurzer Diskussion den Start abgebrochen. Dies geschah zufällig zu dem Zeitpunkt, als der Astrovan zum Startleitzentrum kam. Leinbach habe Kommandant Kelly über die Sachlage informiert, daraufhin ist der Astrovan mit der Flugbesatzung zu den Mannschaftsquartieren zurückgekehrt.
Am Samstag Abend will man in das Heckgehäuse gehen und das Problem genauer untersuchen. Sollte es nur ein kaputtes Thermostat sein, kann man dies schnell austauschen, am Sonntag wieder in den Countdown gehen und am Montag starten. Ist es dagegen ein Problem mit der Lastregelungseinheit, so folgt nach dem Austausch des Kastens ein ausgedehntes Testverfahren der daran hängenden Systeme, was mindestens 48 Stunden dauert. Damit wäre ein Start nicht vor Mittwoch möglich. Bei einer längeren Verzögerung kommt man zudem in Konflikt mit einem für den 5. Mai geplanten Start einer ATLAS 5 Rakete vom US-Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral (CCAFS). Wie es also genau weitergeht, wird sich frühestens am Sonntag ergeben.

29. April 2011, Freitag, Starttag
18:57 MESZ: Mike Leinbach berichtet, daß das Problem an einem der Thermostate an einer der Treibstoffleitungen der APU Nr. 1 entstanden ist, daß ausgefallen ist. Alle Versuche die damit verbundenen Heizelemente direkt anzusprechen, waren erfolglos, so daß von einem Totalausfall der Heizelemente vermutlich aufgrund eines Kurzschlusses ausgegangen werden muß. Die Heizelemente sollen verhindern, daß die Treibstoffleitungen im All einfrieren. Die Techniker müssen jetzt zuerst den Außentank entleeren; in der Nacht will man dann in die Hecksektion des Orbiters einsteigen und beginnen, nach der Ursache für den Ausfall zu suchen und die Heizelemente zu reparieren. Dies wird aber mindestens 72 Stunden dauern, so daß von einem Start vor Montag um 20:33 Uhr MESZ nicht ausgegangen werden kann.
18:50 MESZ: Das Startleitteam plant um 20:30 Uhr MESZ zusammenzukommen, um den Plan für die nächsten Schritte zu besprechen und wann ein erneuter Startversuch unternommen werden kann. Es sieht immer wahrscheinlicher aus, daß dies erst in 72 Stunden möglich sein wird, aufgrund von Erfordernissen für die Missionsnutzlasten. Aber bislang gibt es noch keine feste Entscheidung dazu.
18:34 MESZ, T-2:18 Std. (läuft): NASA-Sprecher George Diller meinte eben, daß es durchaus länger als 48 Stunden dauern könnte, um das Problem zu beheben und einen neuen Start zu versuchen. Genaueres hoffen wir gleich von Mike Leinbach zu erfahren.
18:32 MESZ, T-2:20 Std. (läuft): Die Hilfskrafteinheiten (APUs) sind die Turbopumpen des Hydrauliksystems der Raumfähre. Jeder Orbiter hat aus Redundanzgründen drei davon an Bord. Nur eine wird benötigt, um das Hydrauliksystem mit genügend Druck zu versorgen. Ein Gasgenerator verbrennt Hydrazin und Stickstofftetroxid und das entstehende Heißgas wird im Turbinenteil der APU in mechanische Arbeit umgesetzt, die den Hydraulikpumpenteil der APU antreibt. Über das Hydrauliksystem werden die aerodynamischen Steuerklappen, das Fahrwerk und die Haupttriebwerke bewegt.
18:27 MESZ, T-2:25 Std. (läuft): Für eine genaue Untersuchung für die Ursache des APU-Heizelementproblems benötigen die Techniker Zugang zum Heckgehäuse des Orbiters. Das bedeutet, das die RSS wieder vor den Orbiter geschwenkt werden muß. Und natürlich kann dies nicht erfolgen, während der Außentank vollbetankt ist. Daher wurde jetzt die Prozedur zum Entleeren des Außentanks eingeleitet.
In rund einer Viertelstunde will NASA-Pressesprecher George Diller, der die Berichterstattung für NASA TV moderiert, mit Startdirektor Mike Leinbach sprechen, um genaues über den Grund des Startabbruchs und die Folgen zu erfahren.
18:22 MESZ, T-2:30 Std. (läuft): Die Missionsleitung hat grünes Licht für das Entleeren des Außentanks gegeben. Frühestmöglicher Startversuch ist am Sonntag um 20:59 Uhr MESZ.
18:17 MESZ, T-2:35 Std. (läuft): Startabbruch! Der Astrovan kehrt wieder um und fährt zurück. Das Problem mit den APU-Heizelementen ist zu schwerwiegend, um es heute noch zu lösen. Die NASA meint, daß der nächste Startversuch frühestens in 48 Stunden erfolgen kann.
18:12 MESZ, T-2:40 Std. (läuft): Der Astrovan hält erneut vor dem Startleitzentrum, um Peggy Whitson und Jim Ross herauszulassen. Ein Novum, er hat in einer Parkbucht vor dem Startleitzentrum gehalten und fährt nicht sofort weiter.
18:11 MESZ, T-2:41 Std. (läuft): Der Astrovan hat an der Abzweigung zum VAB angehalten, um Lee Archambault herauszulassen, der mit einem anderen Fahtrzeug zur Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) weiterfährt, wo er ein Flugzeug besteigt, um Wetteraufklärung zu fliegen.
Die NASA berichtet, daß offensichtlich zwei der Heizelemente an der Hilfskrafteinheit (APU) Nr. 1 ausgefallen sind. Die Ingenieure versuchen zu bestimmen, ob dies ein Problem ist, daß den Start gefährdet.
18:07 MESZ, T-2:45 Std. (läuft): Der Konvoi biegt auf die Straße nach Norden in Richtung Montagegebäude (VAB) und SLF ab.
18:04 MESZ, T-2:48 Std. (läuft): Der Konvoi mit dem Astrovan ist abgefahren. Mit an Bord ist unter anderem Peggy Whitson, die Chefin des Astronautenbüros und selbst ehemalige Kommandantin der Internationalen Raumstation.
18:02 MESZ, T-2:50 Std. (läuft): Die Astronauten sind im Erdgeschoß angekommen, verlassen das Gebäude und besteigen nach einem Gruß an die wartenden Angehörigen der Presse den Astrovan.
18:01 MESZ, T-2:51 Std. (läuft): Die Astronauten verlassen den Ankleideraum und gehen zum Fahrstuhl, der sie nach unten bringen soll.
17:52 MESZ, T-3:00 Std. (läuft): Der Countdown wurde planmäßig bei der Marke T-3 Std. wieder aufgenommen. Die nächste Unterbrechung erfolgt bei T-20 Min..
17:47 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Noch vier Stunden bis zum Start und fünf Minuten bis zur Wiederaufnahme des Countdowns.
17:27 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Astronauten der ENDEAVOUR sind im Ankleideraum und legen die orangeroten Fluganzüge an. Nach letzten Einstellungen und Drucktests werden die Astronauten um 17:57 Uhr MESZ den Ankleideraum verlassen, mit dem Fahrstuhl in das Erdgeschoß des Gebäudes fahren, das Betriebs- und Prüfgebäude verlassen und in den AstroVan einsteigen, der sie zur Startrampe bringen soll.
17:15 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die letzte Wettervorhersage für die drei transatlantischen Notlandebahnen in Frankreich und Spanien sind ein wenig unbeständig. Wenigstens eine der Landestellen muß akzeptables Wetter aufweisen für den Fall, daß die ENDEAVOUR während des Starts zu einer Notlandung gezwungen wird. Die Aussichten sehen die Möglichkeit für Schauer in Saragossa und Moron. Istrès sah zunächst vielversprechend aus, aber der jüngste Wetterbericht sieht auch dort eine geringe Wahrscheinlichkeit für Schauer. Am KSC rühren die Bedenken bezüglich des Wetters von der Möglichkeit von starken Scherwinden an der SLF her, die bei einer Notsituation in der frühen Startphase für eine Rückkehr des Orbiters zum Kap bereitstehen muß.
16:55 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Das Rampeninspektionsteam führt seine Untersuchung des Außentanks der ENDEAVOUR durch. Die siebenköpfige Gruppe in den leuchtendorangenen feuerfesten und antistatischen Overalls soll die Startrampe und das Shuttle ein letztes Mal vor dem Start noch einmal überprüfen. Zu der Gruppe gehören Ingenieure und Sicherheitsspezialisten von der NASA, United Space Alliance und dem Tankhersteller Lockheed-Martin. Am Ende ihrer zweieinhalbstündigen Inspektionstour wird die Gruppe die gesamte Rampenstruktur von oben nach unten, sowie die mobile Startplattform abgegangen sein.
Die Gruppe sucht nach jedweden Anzeichen für anormale Eisbildung am Startaufbau und überprüft die Integrität der Schaumisolierung des Tanks. Dafür verwenden die Inspekteure Teleskope, Binokulare, hochauflösende Photokameras und tragbare Infrarot-Temperaturmeßgeräte, mit denen sie die Oberfläche des Tanks abtasten, um nach unsichtbaren Lecks und Wasserstoffflammen zu suchen, und ungewöhnliche Veränderungen am Tank, dem Orbiter und der Feststoffstartraketen zu entdecken. Alles was sie sich anschauen, wird mit Photokameras dokumentiert.

16:47 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Noch fünf Stunden bis zum Start. Der Countdown verläuft weiter nach Plan und im Augenblick werden keinerlei technische Probleme behandelt. Auch das Wetter bessert sich auf. Jüngste Aktivitäten beinhalteten das kalibrieren der Trägheitsmeßinstrumente, das Hochfahren des Navigationssystems, die Vorstartausrichtung der Antennen der Bodenstationen mit der Startrampe und Kommunikationstests mit dem Raketentestgebiet Ost (Eastern Range) der US-Luftwaffe.
16:30 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): PROGRESS M-10M hat um 16:28 Uhr MESZ am PIRS-Modul der ISS angelegt. Nach der Sicherung der Koppelung wird die Expedition 27 Besatzung Dichtigkeitstests durchführen, bevor sie in wenigen Stunden die Schotts öffnet, um die zeitkritischen Frachtgegenstände als erstes zu entladen.
16:20 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Wie Space.com heute berichtet, besteht die Möglichkeit, nach dem Start die ENDEAVOUR und den abgetrennten Außentank von Mitteleuropa aus zu sehen, wenn sie den Kontinent überqueren. Der Zeitpunkt der möglichen Sichtbarkeit wird mit 22:09 Uhr MESZ angegeben. Schauen Sie also um diese Uhrzeit einfach mal aus dem Fenster ...
16:10 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Der Start der ENDEAVOUR, der ursprünglich am 19. April hätte stattfinden sollen, wurde um 10 Tage verschoben, um den Konflikt mit dem PROGRESS-Flug zu vermeiden. Die Flugleittechniker hatten sich dagegen ausgesprochen, daß ein anderes Raumfahrzeug an der Station anlegt, während das Shuttle an der ISS angekoppelt ist. Die russischen Partner wollten aber den Start des PROGRESS nicht verschieben, da er zeitkritische Nutzlasten an Bord trägt, die keinen Aufschub zulassen. Und so blieb die ENDEAVOUR zehn Tage länger am Boden, bis der PROGRESS sein Ziel erreicht hat.
16:00 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Auf NASA TV beginnt jetzt die Übertragung des Anlegemanövers von PROGRESS M-10M an die Internationale Raumstation.
15:45 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Die Orbiter-Verschlußmannschaft und das Rampeninspektionsteam (oder Eis-Team) sind auf der Startrampe angekommen und beginnen mit ihrer Arbeit. Die Verschlußmannschaft bereitet die Flugkabine der ENDEAVOUR für den Einstieg der Besatzung in rund zweieinhalb Stunden vor und das Inspektionsteam sucht das Raumfahrzeug nach jedweder Eisbildung nach dem Betanken ab.
15:25 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Eine Reihe das Wetter betreffende Startkriterien sind derzeit nicht erfüllt wegen der Kaltfront, die zur Zeit über das Gebiet hinwegzieht. Die verletzten Kriterien sind Blitzaktivität, elektrische Luftaufladung, Kumuluswolken, Amboßwolken, turbulentes Wetter, Durchflugniederschlag und Bedeckung/Sichtweite.
Das offizielle Ende des Betankungsvorgangs wird von der NASA mit 15:24 Uhr MESZ angegeben, als der Sauerstofftank in den stabilen Nachfüllmodus übergegangen ist.
15:22 MESZ, T-3:00 Std. (angehalten): Der Countdown wurde planmäßig bei der Marke T-3 Std. angehalten. Auch der Sauerstoffbehälter ist jetzt in den stabilen Nachfüllmodus übergegangen. Damit ist der Betankungsvorgang offiziell abgeschlossen.
Als nächstes werden das Rampeninspektionsteam und die Orbiter-Verschlußmannschaft zur Startrampe aufbrechen.
Die Unterbrechung dauert zweieinhalb Stunden.

15:15 MESZ, T-3:13 Std. (läuft): Der stellvertretende Startdirektor Pete Nickolenko berichtet, das Problem mit dem Orbitalmanövriersystem wurde behoben und der Tankdruck ist wieder im erlaubten Bereich.
15:02 MESZ, T-3:20 Std. (läuft): Die Teams hoffen den leichten Überduck im Steuerbord-OMS-Treibstofftank, der möglichweise durch ein fehlerhaftes Regelventil entstanden ist, durch das Öffnen eines Ausgleichsventil zwischen dem Steuerbord- und Backbord-Hydrazintank unter die Grenze von 19,8 bar zu senken, die der Tank mit 20 bar knapp überschritten hatte.
Es gibt außerdem noch einen leichten Druckunterschied von 0,2 bar zwischen dem Brennstoff- und dem Oxidatortank.
Inzwischen wurde auch bestätigt, daß die GUCP keine Undichtigkeit gezeigt hat.

14:57 MESZ, T-3:25 Std. (läuft): Der Wasserstoffbehälter ist gegen 14:55 Uhr MESZ in den stabilen Nachfüllmodus übergegangen. Damit wird immer genau soviel Flüssigwasserstoff unten nachgefüllt, wie oben als Gas abgetoppt wird. Da das Gas durch Verdampfung aufgrund von über die Tankwandung eindringende Wärme entsteht, wird mit dem Abtoppen auch diese Wärme als Verdampfungswärme abgeführt. Der stabile Nachfüllmodus dient damit nicht nur der Füllstands-, sondern auch der Temperaturregulierung im Tank. Der stabile Nachfüllmodus wird bis kurz vor dem Start aufrecht erhalten, bis die Treibstoffventile im Antriebsgehäuse die externen Zuflußleitungen schließen.
14:47 MESZ, T-3:35 Std. (läuft): Noch sieben Stunden bis zum Start. Das Startteam im Startleitraum 4 behandelt mehrere Probleme, die aber wohl gelöst werden können und keinen Einfluß auf den Start haben sollten. Der Druck in einem der Treibstofftanks des Orbitalmanövriersystems ist leicht über dem erlaubten Wert. Die Leittechniker arbeiten daran den Druck wieder auszugleichen.
Eine Kaltfront zieht derzeit über Zentralflorida hinweg und, wie die NASA berichtet, bewegt sich eine recht beeindruckende Zelle auf die Insel Merritt zu, bleibt aber südlich der Rampe.
Das Abtoppen des Wasserstoffgases hat offiziell um 14:21 Uhr begonnen.
14:37 MESZ, T-3:45 Std. (läuft): Da bislang von der NASA keine gegenteilige Meldung gekommen ist, ist wohl davon auszugehen, daß das Aptoppen des Wasserstoffgases problemlos verläuft und die GUCP dicht ist.
14:22 MESZ, T-4:00 Std. (läuft): Nach zwei Stunden geht der Betankungsvorgang in die nächste kritische Phase über. Das Abtoppen des Wasserstoffgases beginnt mit dem ersten Öffnen des Entlüftungsventils an der Spitze des Wasserstoffbehälters. Dies ist ein spannender Moment, da eine erneute Undichtigkeit am Anschlußflansch der Entlüftungsleitung (GUCP) den Start um mehrere Tage verzögern kann.
13:52 MESZ, T-4:30 Std. (läuft): Der Betankungsvorgang läuft jetzt seit anderthalb Stunden. Bislang sind keine Probleme aufgetreten. Der nächste kritische Moment wird in einer halben Stunde erreicht sein, wenn der Wasserstoffbehälter zu über 90 % gefüllt ist und das Wasserstoffgasentlüftungsventil geöffnet wird, um das Wasserstoffgas über die Entlüftungsleitung abzutoppen. Hierbei war beim ersten Startversuch von STS-133 am 5. November 2010 ein Problem aufgetreten, weil der Anschlußflansch, mit dem die Entlüftungsleitung am Außentank befestigt ist, undicht wurde, als er vom kalten Gas durchströmt wurde.
13:47 MESZ, T-4:35 Std. (läuft): Noch acht Stunden bis zum Start. Über das KSC und die Startrampe zieht gerade eine der angekündigten Schlechtwettergebiete hinweg und es wird deutlich dunkler, während schwarze Wolken über den Himmel ziehen.
13:27 MESZ, T-4:55 Std. (läuft): Der Außentank der ENDEAVOUR, ET-122, hat selbst eine recht bewegte Geschichte und ist der älteste Tank, der jemals gestartet wurde. Sein Bau im Montagewerk Michoud (ausgesprochen: "Mi'schuht") bei New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana begann bereits im Jahr 2000 und er wurde im Jahr 2002 an die NASA überschrieben. Seine Verschiffung zum KSC verzögerte sich aber zunächst, weil in Florida zu diesem Zeitpunkt genügend Tanks bereitlagen. Mit dem COLUMBIA-Unglück am 1. Februar 2003 und der darauf folgenden Unterbrechung der Flüge, blieb der Tank für weitere Zeit in Michoud liegen, und wurde mit anderen Tank den notwendigen Umbauten unterzogen, die die Unfalluntersuchungskommission (CAIB) empfohlen hatte. Als dann im Jahr 2005 Hurrikan Katrina über die Golfküste hinwegzog, wurde auch das Montagewerk in Mitleidenschaft gezogen. Das Lagergebäude, in dem ET-122 untergebracht war, erlitt Dachschäden und herabstürzende Teile beschädigten auch den Tank. Diese wurden zwar in der Folge repariert, die Überstellung zum KSC verzögerte sich allerdings weiter bis in's letzte Jahr. Durch die lange Lagerzeit hat die Farbe des Tanks gelitten und er ist dunkler orange als die anderen Tanks, die bisher geflogen sind. Ein anderer Vorteil des Tanks ist auch, daß er noch aus einer älteren Serie ist und deshalb voraussichtlich nicht die Probleme mit den Versteifungsstreben im Intertank aufweisen wird, die den Start der DISCOVERY zur Mission STS-133 um mehrere Monate verzögert hatte.
13:22 MESZ, T-5:00 Std. (läuft): Und schließlich, eine Stunde nach Beginn des Betankungsvorgangs, geht auch das Befüllen des Wasserstoffbehälters in den schnellen Modus über. Insgesamt fassen die beiden Behälter des Außentanks rund 2000 Kubikmeter an superkalten Flüssigtreibstoffen. Der Sauerstoffbehälter nimmt das obere Drittel des Tanks ein und faßt 540 Kubikmeter Flüssigsauerstoff bei einer Temperatur von -183 °C (90 °K). Die unteren zwei Drittel werden vom Wasserstoffbehälter eingenommen, der mit rund 1460 Kubikmeter Flüssigwasserstoff bei einer Temperatur von -253 °C (20 °K) befüllt wird. Die Treibstoffe stammen aus Lagerbehältern, die sich in der Nähe der Startrampe befinden. Der Flüssigsauerstoff wird mittels Pumpen mit bis zu 7000 l/min zur Startrampe gefördert. Beim Wasserstoff wird durch einen Verdampfer ein Überdruck im Lagerbehälter erzeugt, der dann die Flüssigkeit durch die Leitung zur Startrampe preßt. Von hier nehmen die Treibstoffe den Weg durch das Hauptantriebssystem des Orbiters und über die Haupttreibstoffleitungen in den Außentank.
13:17 MESZ, T-5:05 Std. (läuft): Die beiden SRB-Bergungsschiffe FREEDOM STAR und LIBERTY STAR, die gestern aus Port Canaveral ausgelaufen sind, haben inzwischen ihre Einsatzposition gut 200 km vor der Küste Floridas erreicht, wo sie auf die Wasserung der Feststoffstartraketen warten, nachdem sie gut 2 Minuten nach dem Start der ENDEAVOUR abgesprengt wurden.
13:12 MESZ, T-5:10 Std. (läuft): Der Sauerstoffbehälter sollte jetzt im schnellen Modus befüllt werden.
13:07 MESZ, T-5:15 Std. (läuft): Etwa um diesen Zeitpunkt herum sollten die Niedrigfüllstands-Triebwerksabschaltsensoren (ECO-Sensoren) im Wasserstoffbehälter mit Flüssigkeit bedeckt sein. Die Ingenieure im Startleitzentrum beginnen danach unverzüglich mit einem Testprogramm, das sicherstellen soll, daß die Sensoren einwandfrei funktionieren.
13:02 MESZ, T-5:20 Std. (läuft): Auch der Sauerstoffbehälter wird jetzt im langsamen Modus befüllt.
12:57 MESZ, T-5:25 Std. (läuft): Das Wetter ist heute weiterhin die Hauptsorge, technische Probleme werden keine behandelt. Zwischen 13 und 14 Uhr wird der Durchzug einer Front erwartet, die Regenschauer an der Startrampe bringen könnte. Im Anschluß wird der Aufbau einer Hochdruckzone erwartet, die stärkere Winde mit sich bringt, die möglicherweise das Scherwindkriterium an der SLF verletzen könnten. Von den drei transatlantischen Notlandebahnen (TAL) Saragossa, Moron (beide in Spanien) und Istrès bietet derzeit nur das bei Marseille in Frankreich gelegene Istrès akzeptable Wetterbedingungen.
12:47 MESZ, T-5:35 Std. (läuft): Noch neun Stunden bis zum Start.
12:37 MESZ, T-5:45 Std. (läuft): Am Kap hat die Morgendämmerung eingesetzt. Auch das Herabkühlen des Hauptantriebssystems begann pünktlich um 12:32 Uhr MESZ. Die Treibstoffe nehmen den Weg von der Rampe durch das Hauptantriebssystem des Orbiters, bevor sie über die Haupttreibstoffleitungen in die Behälter des Außentanks fließen.
12:32 MESZ, T-5:50 Std. (läuft): Der Betankungsvorgang hat pünktlich um 12:22 Uhr MESZ mit dem Herabkühlen der Zuflußleitungen zwischen der Startrampe und dem Orbiter begonnen. Jetzt, zehn Minuten später, begann das Befüllen des Wasserstoffbehälters im langsamen Befüllmodus. Im langsamen Modus wird zunächst nur ein kleiner Teil des Wasserstoffbehälters befüllt, damit sich der Tank langsam an die extrem niedrige Temperatur des Treibstoff anpassen kann. Durch den Kälteverzug schrumpft der Tank um bis zu 5 cm im Durchmesser. 
12:22 MESZ, T-6:00 Std. (läuft): Der Countdown wurde planmäßig bei der Marke T-6 Std. wieder aufgenommen. Wir warten auf die Bestätigung für den Beginn des Betankungsvorgangs. Das Startteam hat zuvor eine Sicherheitsprüfung der Sprengvorrichtungen durchgeführt, um sicherzustellen, daß sie für den Betankungsvorgang gesichert sind. Dieser Test wird wiederholt, sobald der Betankungsvorgang abgeschlossen ist, also in drei Stunden.
12:11 MESZ, T-6:00 Std. (angehalten): Das Missionsleitungsteam hat seine Betankungsbesprechung abgeschlossen und die Freigabe für den Beginn des Betankungsvorgangs gegeben. Nach dem letzten Wetterbericht bleibt die Wahrscheinlichkeit für günstige Wetterbedingungen zum Startzeitpunkt bei 70%. Die Wetterbedingungen für das Betanken sind gut und keine Verletzung der Kriterien.
12:00 MESZ, T-6:00 Std. (angehalten): Willkommen zur Live-Berichterstattung zur letzten Phase des Countdowns und dem Start der Raumfähre ENDEAVOUR zu ihrer letzten Reise in's All. Die Startvorbereitungen sind bislang gut verlaufen. Keine technischen Probleme wurden behandelt. Der Countdown befindet sich derzeit in der planmäßigen Unterbrechung bei T-6 Std., die um 10:22 Uhr MESZ begann. Das einzige Problem, das zu Verzögerungen führen könnte, ist heute das Wetter. In der Nacht ist eine Gewitterfront über das Kap hinweggezogen, die das Wegschwenken der drehbaren Zugangsstruktur (RSS) um fünf Stunden verzögert hat. Die RSS wurde schließlich um 5:58 Uhr MESZ weggeschwenkt und war um 6:32 Uhr in der Parkposition gesichert. Ob dies Auswirkungen auf den für 12:22 Uhr geplanten Beginn des Betankungsvorgangs hat ist noch nicht klar. Zur Zeit tagt das Startleitteam in der obligatorischen Betankungsbesprechung, um zu bestimmen, ob alle Bedingungen für den Beginn des Betankungsvorgangs erfüllt sind. Sollte dies der Fall sein, beginnt das Befüllen des Außentanks mit rund 2000 Kubikmetern kryogener (superkalter) Flüssigtreibstoffe mit der Wiederaufnahme des Countdowns um 12:22 Uhr mit dem Herabkühlen der Zuflußleitungen von der Rampe zum Orbiter.
Die Besatzung wurde gegen 10 nach 11 geweckt und sollte jetzt beim Frühstück sitzen.
Für den Abend wird US-Präsident Obama erwartet, der dem Start der ENDEAVOUR beiwohnen will. Er wird zuvor noch einen Abstecher nach Alabama machen, wo er sich persönlich über die Schäden durch die Unwetter, die über den Süden der USA hinweggezogen sind informieren will.

29. April 2011, Freitag (morgens)
Rampe und Blitze am Himmel
Oben: Ein Gewittersturm mit reger Blitzaktivität zieht am Abend vor dem geplanten Start über das Gebiet des KSC hinweg und erleuchtet die Rampe. Glücklicherweise erfolgten keine Blitzeinschläge in der Nähe der Rampe selbst. (Photo: NASA/KSC/Bill Ingalls)
Ein Gewittersturm, der so typisch für diese Jahreszeit in Florida ist, hat den Countdownablaufsplan etwas durcheinandergeworfen. Das Wegschwenken der Drehbaren Zugangsstruktur (RSS), die den Orbiter vor Wind und Wetter schützt und den Technikern Zugang zu allen Bereichen der Raumfähre einschließlich der Ladebucht gewährt, wurde nicht wie vorgesehen um 1 Uhr MESZ sondern erst um 6 Uhr in der Früh weggeschwenkt. Es wird aber erwartet, den für heute Mittag um 12:22 Uhr vorgesehenen Beginn des Betankungsvorgangs einhalten zu können. In Erwartung der Verschiebung hatten die Mannschaften auf der Rampe schon mit Arbeiten begonnen, die üblicherweise erst nach dem Wegschwenken der RSS ausgeführt werden sollten.
Während des Gewitters wurden keine Blitzeinschläge in der Nähe der Startrampe registriert. Die Blitzwarnstufe 2 wurde gegen Viertel nach Vier aufgehoben.
Am Morgen um 5:22 Uhr MESZ wurde der Countdown bei T-11 Std. wieder aufgenommen. Um 6:22 Uhr wurden die Brennstoffzellen eingeschaltet und werden derzeit auf Integrität und Funktion geprüft. Um 7:22 Uhr wurden die Heizelemente an den Segmentflanschen der Feststoffstartraketen eingeschaltet.
Der Countdown soll um 10:22 Uhr bei T-6 Std. erneut unterbrochen werden. Während der zweistündigen Unterbrechung findet die Betankungsbesprechung statt, in der festgestellt werden soll, ob alle Bedingungen, insbesondere das Wetter, für einen Beginn des Betankungsvorgangs mit der Wiederaufnahme des Countdowns um 12:22 Uhr erfüllt sind.
Die Besatzung soll gegen 11:10 Uhr geweckt werden, um ihren Starttag zu beginnen.
Die Wetteraussichten liegen weiter bei 70% günstige Bedingungen zum Startzeitpunkt. Bedenken kommen vor allem von der Möglichkeit für starke Scherwinde an der SLF und einer niedrigen Wolkendecke, die nach Zentralflorida hineinzuziehen droht.
Technische Probleme werden derzeit nicht behandelt.

28. April 2011, Donnerstag (abends)
Startrampe am Abend
Oben: An der Startrampe sind die Lichter eingeschaltet, als der Abend vor dem Start hereinbricht. Am Himmel sind die Wolken des Gewitters zu sehen, daß über das KSC hinwegzieht. (Photo: NASA/KSC)
Die Vorbereitungen für den Start der ENDEAVOUR auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums in Florida verlaufen weiter nach Plan. STS-134-Kommandant Mark Kelly und seine Besatzung setzten ebenfalls ihre Aktivitäten vor dem Start fort.
Die Wettervorhersagen sehen jetzt nur noch eine 70%-ige Wahrscheinlichkeit für günstige Bedingungen zum Startzeitpunkt. Die bedenken kommen in erster Linie von der Möglichkeit für Scherwinde an der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des KSC und einer niedrigen
Wolkendecke in Zusammenhang mit einer Front die nach Zentralflorida hineinzieht.
Die drehbare Zugangsstruktur (RSS) soll um 1 Uhr heute nacht weggeschwenkt werden. Dies könnte sich aber aufgrund der Möglichkeit von Gewittern verzögern. Die Teams haben etwa vier Stunden Pufferzeit, um den Sturm ausszusitzen, und die RSS wegzuschwenken, ohne daß es Auswirkungen auf den geplanten Beginn des Betankungsvorgangs morgen Mittag um 12:22 Uhr MESZ hat.
Letzte Tests der Flugelektronik (Avionik), der Pneumatik und der Haupttriebwerkssteuerungen wurden am Morgen durchgeführt. Um 16 Uhr wurde dann der Countdown planmäßig zum drittenmal bei der Marke T-11 Std. angehalten. Diese Unterbrechung ist mit 13 Std. und 22 Minuten die längste und endet morgen früh um 7:22 Uhr MESZ.
Die Arbeiten die heute auf der Startrampe ausgeführt werden, beinhalten Funktionstests der Sternverfolgungsinstrumente, die Inbetriebnahme der Trägheitsmeßinstrumente, ein gründlicher Test des Kommunikationsnetzwerkes, das Verladen der letzten Gegenstände in die Flugkabine, das Befüllen der Wassertanks des Lärmunterdrückungssystems der Rampe und das Einlegen von Filmen in die Rampenkameras.
Die US-Behörde für Fisch und Wildtiere ist dabei, eine Luftaufklärung des Gebietes südwestlich des Wendebeckens des KSC, nur rund 5 km von der Startrampe entfernt, durchzuführen, in dem gestern ein Buschfeuer gewütet hat. Das Feuer wurde inzwischen vollständig gelöscht, es ist aber vorgesehen, den verbliebenen Brennstoff innerhalb des Brandgebietes kontrolliert abzubrennen, um Rauchbildung am Starttag zu vermeiden.

28. April 2011, Donnerstag (morgens)
Die kryogenen Betriebsstoffe für die stromerzeugenden Brennstoffzellen wurden während einer mehrstündigen Prozedur gestern abend erfolgreich in die Tanks an Bord der ENDEAVOUR gepumpt.
Der Countdown ist um 0 Uhr MESZ in die zweite geplante Countdownunterbrechung bei T-19 Std. gegangen, die acht Stunden dauerte.
In dieser wurden die Füllstände der Tanks angepaßt und ein geringer Teil der Betriebsstoffe wieder abgepumpt, um ENDEAVOURs Startgewicht zu optimieren. Um 6:30 Uhr wurde das Mittschiff-Versorgungsleitungspaket (OMBUU), über das die kryogenen Treibstoffe in den Orbiter befüllt wurden, vom Raumfahrzeug abgekoppelt. Außerdem wurde die Flugkabine gereinigt, die Plomben aus den Düsenhälsen der Haupttriebwerke und die Schutzabdeckungen von den Abgasschächten der Hilfskraftanlagen (APUs) entfernt.
Im weiteren Verlauf des Tages werden die Haupttriebwerke überprüft, während andere Rampentechniker weiter daran arbeiten, den Orbiter und die Rampensysteme startbereit zu machen.
Die Besatzung wurde gestern einer medizinischen Untersuchung unterzogen, erhielt eine Einweisung für den Plan zum Einstieg in den Orbiter am Starttag und hatte etwas Zeit für Flüge in den T-38-Trainingsflugzeugen. Sie trafen sich außerdem mit NASA-Administrator Charlie Bolden.
In der kommenden Nacht soll um 1 Uhr die
Drehbare Zugangsstruktur (RSS) weggeschwenkt werden. Dies könnte sich allerdings verzögern, sollte ein Gewittersturm über das Gebiet hinwegziehen. Die Rampenmannschaften haben vier Stunden Pufferzeit, um den Sturm ausszusitzen, bevor sie die RSS ohne Auswirkung auf das für Freitag Mittag geplante Betanken des Außentanks wegschwenken können.
Der Start ist weiter für Freitag um 21:47 Uhr MESZ geplant.

27. April 2011, Mittwoch
STA startbereit
Oben: Das Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) mit Kommandant Mark Kelly und Pilot Greg Johnson steht startbereit auf der Landebahn der SLF um für Übungsflüge abzuheben. Das STA ist eine modifizierte American Aviation Gulfstream II, deren Flugeigenschaften von einem Bordrechner so angepaßt werden können, daß sie denen des Shuttle-Orbiters entsprechen. Kelly und Johnson üben damit den Landeanflug der ENDEAVOUR unter realistischen Bedingungen. (Photo: NASA/KSC/Kim Shiflett)
Am ersten Tag des Countdown verlief alles nach Plan. In der Nacht begannen die Vorbereitungen für das Befüllen der bordinternen Tanks des Brennstoffzellenversorgungssystems (PRSDS). Die Systeme der Hauptereignissteuerung und der Feststoffstartraketen wurden eingeschaltet. Um 12 Uhr begann die erste geplante Countdownunterbrechung bei T-27 Std., die vier Stunde dauerte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Flugkabine aufgeräumt und die Abgasstrahlzone geräumt. Um kurz vor 13 Uhr wurden die Steuergeräte für Zündvorrichtungen (PICs) getestet. Der Countdown wurde um 16 Uhr MESZ wieder aufgenommen. Um 17:30 Uhr begann das Befüllen der PRSD-Behälter mit flüssigem Sauerstoff (LOX). Das Befüllen der LOX-Behälter war um 20 Uhr abgeschlossen und wurde unmittelbar gefolgt von dem Befüllen der Flüssigwasserstoffbehälter (LH2). Der Befüllvorgang war um 22:30 Uhr abgeschlossen. Um 23:30 Uhr wurde die Rampe wieder für Personal geöffnet, die für das Betanken die Rampe verlassen mußten. Die Arbeiten im Weißraum und in der Flugkabine gehen weiter. Um 0 Uhr geht der Countdown bei T-19 Std. in die nächste Unterbrechung, die diesmal 8 Stunden dauern wird. Während dieser Zeit wird der Druck vom PRSDS genommen, die Flugkabine gereinigt und gesaugt, die APU-Abgasschachtabdeckungen entfernt, die Düsenplomben aus den Haupttriebwerken entfernt und schließlich gegen 6:30 Uhr das Mittschiffsversorgungsleitungspaket (OMBUU) abgekoppelt.
Auf der Pressekonferenz um 17 Uhr nach der Sitzung des Missionsleitungsteams berichtete der Chef des Teams Mike Moses, daß es eine sehr kurze Besprechung gewesen sei und das alles in gutem Zustand und bereit für den Start
sei.
"Wir sind bereit für den Start und freuen uns auf den Start am Freitag", meinte Moses.
Mike Leinbach, der Shuttle-Startdirektor, erklärte: "Der Countdown für die letzte Mission der ENDEAVOUR verläuft außerordentlich gut. Derzeit ist die Startrampe geräumt für die Vorbereitungen für das Befüllen der kryogenen (superkalten) Treibstoffe für das Brennstoffzellensystem.
Wir behandeln zur Zeit überhaupt keine Probleme ... Die Leute sind euphorisch wegen der Mission und wegen des Besuchs des [US-]Präsidenten [Obama]", meinte Leinbach. Wir sind bereit für den Flug und freuen uns nun auf einen pünktlichen Start am Freitag Nachmittag."
Die Wettervorhersagen sehen eine Wahrscheinlichkeit von 80% für günstige Bedingungen zum Startzeitpunkt, erklärte Shuttle-Meteorologin Kathy Winters. Bedenken gebe es nur wegen der Möglichkeit von Scherwinden an der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF), die für eine Notfallrückkehr zum KSC (RTLS) zur Verfügung stehen muß.
Die Drehbare Zugangsstruktur (RSS) soll um 1 Uhr in der Nacht zum Freitag weggeschwenkt werden. Dies könnte sich aber verzögern für den Fall, daß ein Sturm über das KSC hinwegzieht. Die Teams werden rund vier Stunden Spielraum zur Verfügung haben, um die Stürme auszusitzen, bevor sie die RSS in die Parkposition wegschwenken müssen, ohne Auswirkung auf das für Freitag um 12:22 Uhr geplante Befüllen des Außentanks zu haben.
Die Ingenieure haben heute auch Daten von einem Sturm analysiert, der spät gestern Abend über das KSC hinweggezogen war. Erste Ergebnisse zeigen, daß keine Schäden verursacht wurden und keine Blitzschläge aufgezeichnet wurden, die innerhalb eines Radius von 800m um die Startrampe eingeschlagen wären.
STS-134-Kommandant Mark Kelly und Pilot Greg H. Johnson führten einen Trainingsflug ohne Fluganzug mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) durch.

26. April 2011, Dienstag
Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Beginn des Countdowns am Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) der NASA in Florida, berichteten die Verantwortlichen, daß die Raumfähre ENDEAVOUR, ihre Nutzlast und Besatzung bereit für den Start am Freitag um 21:47 Uhr MESZ seien.
Ankunft der Besatzung
Oben: Die STS-134-Besatzung nach der Ankunft auf der SLF am Abend. Von links: Greg Chamitoff, Drew Feustel, Mark Kelly, Greg Johnson, Mike Fincke und Roberto Vittori. (Photo: NASA TV)
NASA-Testdirektor Jeremy Graeber berichtete, daß alle Vorbereitungen für den 25. und letzten Flug der Raumfähre ENDEAVOUR nach Plan verliefen.
"Unsere Leute hier am Kennedy Raumfahrtzentrum und den NASA-Zentren im ganzen Land haben über ein Jahr lang daran gearbeitet, die ENDEAVOUR für die
Mission STS-134 bereit zu machen", erklärte Graeber. "Wir behandeln derzeit keine Probleme ... und haben in den letzten zehn Tagen einige größere Meilensteine erreicht."
Joe Delai, der Nutzlastverantwortliche für STS-134 gab einen kurzen Überblick über die Nutzlast und will am Donnerstag auf der Countdown-Pressekonferenz mehr Details bereit haben. "Die Ladebucht ist für den Flug geschlossen, wir behandeln keine Probleme und sind bereit den Start zu unterstützen", meinte Delai.
Shuttle-Meteorologin Kathy Winters berichtete, daß das Wetter für den Start und das Befüllen des Außentanks der ENDEAVOUR günstig aussehe, obwohl es die Möglichkeit für einen Sturm um die Zeit des Wegschwenkens der drehbaren Zugangsstruktur (RSS) gebe, das in der Nacht zum Freitag um 1 Uhr MESZ vorgesehen ist.
Zu dieser Zeit sehen die Meteorologen nur eine Wahrscheinlichkeit von 20%, daß das Wetter zum Startzeitpunkt die Startkriterien verletzt. Dies, so Winters, sei aufgrund der Möglichkeit von starken Winden.
Die sechs Astronauten der ENDEAVOUR sind kurz nach 16 Uhr vom Flugplatz Ellington Field bei Houston, Texas abgeflogen. Gegen 17:30 Uhr meldete Astronaut Mike Fincke über Twitter, daß sie auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Tyndall zwischengelandet seien. ("Wir wurden von F-22 Raptors begleitet. Nett!") Schließlich landeten sie in ihren vier T-38 Trainingsflugzeugen um 18:52 Uhr MESZ auf der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des KSC. Kommandant Mark Kelly sprach ein paar Worte zu den wartenden Pressevertretern, bevor er und seine Besatzung
die SLF verließen.
Das NASA-Flugzeug mit den Familien der Astronauten landete bereits um 18:30 Uhr MESZ auf der SLF.
Am Abend um 20 Uhr begann dann die offizielle Countdownuhr bei der Marke T-43 Std. rückwärts zu ticken. Mit über 30 Stunden geplante Countdownunterbrechungen führt dies zu dem geplanten Startzeitpunkt am Freitag um 21:47 Uhr MESZ.
Aktivitäten, die während der frühen Phase des Countdowns geplant sind, beinhalten das Herrichten der Startrampenausrüstung, das Entfernen von Arbeitsplattformen aus der Flugkabine des Orbiters, das Durchsehen der Flugsoftware in den Massenspeichern der ENDEAVOUR, das Hochladen der Ersatzsoftware in die Hauptrechner und das Testen des Navigationssystems.
Die nächste Pressekonferenz findet morgen um 17 Uhr statt und wird ebenfalls
live auf NASA TV übertragen.

25. April 2011, Montag
Die Teams am Kennedy Raumfahrtzentrum haben mit den Vorbereitungen für den Startcountdown für die Raumfähre ENDEAVOUR begonnen, der morgen abend um 20 Uhr MESZ beginnen soll. Die Arbeiter auf der Startrampe 39A sollen morgen Nachmittag die Ladebucht für den geplanten Start der ENDEAVOUR am Freitag um 21:47 Uhr MESZ schließen.
Die sechs Besatzungsmitglieder sollen am Dienstag abend gegen 18:15 Uhr MESZ an der Shuttle-Landeeinrichtung eintreffen. Die Ankunft wird live auf NASA TV übertragen.

22. April 2011, Freitag
Simulatortraining
Oben: STS-134-Kommandant in einer Trainingsversion des Shuttle-Fluganzuges bei einer Simulatorübung im vollbeweglichen Shuttle-Flugsimulator. (Photo: NASA/JSC)
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) führten heute die letzten Tests in der Hecksektion der Raumfähre ENDEAVOUR für ihren Start in der nächsten Woche aus.
Gestern wurden die verschiedenen Antriebssysteme der ENDEAVOUR unter Druck gesetzt und die 15-Meter-Luken der Hecksektion wurden letzte Nacht für den Flug eingesetzt. Die Techniker sollen das Wochenende frei bekommen, bevor die letzten Vorbereitungen vor Beginn des Countdowns am Montag beginnen.
Am Johnson Raumfahrtzentrum (JSC) in Houston hatten die Raumfahrer der ENDEAVOUR heute Verwaltungsarbeiten zu erledigen, bevor sie am Abend in die Quarantäne gingen. Sie sollen am Dienstag zum KSC fliegen, um die letzten Startvorbereitungen zu beginnen.

21. April 2011, Donnerstag
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) haben heute das Orbitalmanövriersystem (OMS), das Lageregelungs- und Steuerungssystem (RCS), das Hauptantriebssystem und die Haupttriebwerke der ENDEAVOUR unter Druck gesetzt. Diese verschiedenen Antriebssysteme werden mit Helium und Stickstoff mit Druck beaufschlagt. Die Techniker setzten außerdem die Verschlußarbeiten am Heckgehäuse der ENDEAVOUR für ihren Start am 29. April um 21:47 Uhr MESZ fort.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA führten die Astronauten die abschließende integrierte Aufstiegssimulation im vollbeweglichen Simulator durch.

20. April 2011, Mittwoch
Gestern haben die Verantwortlichen der NASA nach einer ganztägigen Flugbereitschaftsabnahme (FRR) bekanntgegeben, daß die Raumfähre ENDEAVOUR bereit für den Start zu ihrem letzten Flug zur Internationalen Raumstation in der nächsten Woche ist.
Die techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA setzten auch heute die Vorbereitungen für den Startcountdown fort, der am Dienstag um 20 Uhr MESZ beginnt.
Heute haben die Rampenmannschaften Vorbereitungen getroffen, das Hauptantriebssystem der ENDEAVOUR unter Druck zu setzen.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston haben die STS-134-Astronauten heute integrierte Aufstiegssimulationen durchgeführt.
Die sechs Besatzungsmitglieder sollen am Dienstag zum KSC fliegen, um die letzten Startvorbereitungen zu beginnen.

19. April 2011, Dienstag
Die Verantwortlichen der NASA haben heute bekanntgegeben, daß die Raumfähre ENDEAVOUR bereit ist, nächste Woche zur Internationalen Raumstation zu starten. Die Ankündigung folgte auf eine ganztägige Flugbereitschaftsabnahmekonferenz (FRR) am heutigen Dienstag. Die ENDEAVOUR soll am Freitag, 29. April um 21:47 Uhr MESZ starten.
Noch 10 Tage bis zum Start
Oben: Das Schild an der Straße zum KSC zeigt an, daß es noch 10 Tage bis zum Start der Raumfähre ENDEAVOUR zu ihrem letzten Flug in's All sind. (Photo: NASA/KSC/Jim Grossmann)
"Wir hatten heute eine ausführliche und gründliche Abnahmebesprechung", erklärte Bill Gerstenmaier. der beigeordnete Administrator für Weltraumoperationen. "Ich denke, was mich am meisten beeindruckt hat, ist daß das Team bei jedem Flug immer noch wirklich daran arbeitet, Probleme zu lösen und die Leistungsfähigkeit des Raumfahrzeugs im Auge hat, so als ob es eine x-beliebige normale Mission wäre.
Wir sind bereit zu fliegen."
Alle Analysen und Inspektionen vom Außentank ET-122 bestätigten seine Integrität, nachdem die Schäden repariert wurden, die von Hurrikan Katrina im Jahr 2005 hervorgerufen waren, erläuterte Gerstenmaier weiter.
"Es war eine wirklich gute Besprechung sowohl aus der Sicht der Station, als auch aus der des Shuttles", meinte Mike Moses, der Chef des Missionsleitungsteams. "Die ENDEAVOUR und ihr Team sind in großartigem Zustand."
ENDEAVOUR steht auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) in Florida. Der Countdown soll am Dienstag um 20 Uhr MESZ beginnen.
"Die Endabfertigung der ENDEAVOUR auf der Startrampe verläuft außerordentlich gut", meinte Mike Leinbach, der Shuttle-Startdirektor. "Ich bin sehr stolz auf das Team und wir werden einen guten Start und eine gute Mission haben."
Die STS-134-Besatzung soll am 26. April für die letzten Startvorbereitungen eintreffen.
Heute hatten die sechs Astronauten am Johnson Raumfahrtzentrum in Houston einen umfassende medizinische Generaluntersuchung.

18. April 2011, Montag
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA setzten heute die Vorbereitungen für den Start der ENDEAVOUR fort. Heute wurden die letzten Sprengbolzen für den Start eingesetzt.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston ist die STS-134-Besatzung heute Rendezvousverfahren durchgegangen, bevor Kommanfant Mark Kelly und Pilot Greg H. Johnson nach El Paso flogen, um mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) am Raumhafen White Sands in Neu Mexiko Landeanflüge zu üben.
Die Verantwortlichen der NASA werden sich am Dienstag am KSC für die Flugbereitschaftsabnahme treffen. Im Anschluß wird der offizielle Starttermin bekanntgegeben.
Derzeit ist der Start der ENDEAVOUR weiter für den 29. April um 21:47 Uhr MESZ vorgesehen.

15. April 2011, Freitag
Die Verantwortlichen des Shuttle-Programms haben heute entschieden, die Mission der ENDEAVOUR weiter als 14-Tage-Mission zu führen und erst, wenn sie im All ist darüber zu entscheiden, ob es erforderlich ist, die Mission um ein oder zwei weitere Tage zu verlängern.
Das Programm hatte die Mission am Mittwoch um einen Tag verlängert, aber die Verantwortlichen entschieden heute Nacht, daß man zunächst bei einer 14-tägigen Mission bleiben werde. Sobald die ENDEAVOUR im All ist, werden die Leiter die Leistung der Raumfähre und das Abarbeiten der Missionsziele beurteilen und entscheiden, ob ein oder zwei weitere Tage zur Mission hinzugefügt werden sollen, um den Betrieb der Internationalen Raumstation zu unterstützen.
Die erste Landegelegenheit am KSC
ist am Freitag, 13. Mai um 15:28 Uhr MESZ. Alle Flugpläne werden am Dienstag auf der Flugbereitschaftsabnahmebesprechung am KSC diskutiert.
Der Start bleibt für 29. April um 21:47 Uhr MESZ geplant.

14. April 2011, Donnerstag
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA haben heute die Außenbord-Mobilitätseinheiten (EMU), oder Raumanzüge, die gestern in die ENDEAVOUR verladen wurden, getestet. Zusätzlich begannen heute die Startvorbereitungen.
Am Johnson Raumfahrtzentrum in Houston hat die Besatzung heute eine Notfallabbruchübung durchgeführt und hat mit den sechs Mitgliedern der Expedition 27
Besatzung der Internationalen Raumstation über den Flugplan der letzten Mission der ENDEAVOUR gesprochen.
Die Flugbereitschaftsabnahme für den Flug der ENDEAVOUR soll am Dienstag, 19. April abgehalten werden. Im Anschluß werden die Verantwortlichen der NASA das offizielle Startdatum bekanntgeben.

13. April 2011, Mittwoch
Die Leiter des amerikanischen Raumfährenprogramms haben offiziell einen zusätzlichen Tag zur Mission der ENDEAVOUR hinzugefügt. Damit ist STS-134 jetzt eine 15-Tage-Mission. Mit einem für den 29. April geplanten Start würde die Landung auf der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des Kennedy Raumfahrtzentrums am Samstag, den 14. Mai um 15:51 Uhr MESZ erfolgen.
Der zusätzliche Tag soll nach dem Flugtag 9 als neuer Flugtag 10  eingefügt werden. An diesem Tag sollen Arbeiten an der Kohlendioxidfilteranlage und anderen Stationssystemen unterstützt werden.
Die Flugbereitschaftsabnahme für den Flug der ENDEAVOUR soll am Dienstag, 19. April abgehalten werden. Im Anschluß werden die Verantwortlichen der NASA das offizielle Startdatum bekanntgeben.

12. April 2011, Dienstag
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA haben die Luftschleuse der ENDEAVOUR geöffnet, um eine Funktionsprüfung der Raumanzüge am Donnerstag vorzubereiten.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston ist die Besatzung die Prozeduren für das Übernachten in der Luftschleuse bei vermindertem Luftdruck, eine Vorbereitung für die Außeneinsätze, um den größten Teil des im Blut gelösten Stickstoffs auszubringen, durchgegangen. Währenddessen haben Kommandant Mark Kelly und Pilot Greg H. Johnson Landeanflüge mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug (STA) am Raumhafen White Sands in Neu Mexiko geübt.

11. April 2011, Montag
Die Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA haben die Abschlußtests am Alpha-Magnetspektrometer 2 (AMS) Freitag Nacht abgeschlossen.
AMS und die EXPRESS-Logistikpallette 3 (ELC-3) sollen bei der Mission zur Internationalen Raumstation gebracht werden.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston ist die besatzung heute das Flugdatenmaterial verschiedener Systeme durchgegangen.
Die Verantwortlichen der NASA wollen am Dienstag, 19. April die Flugbereitschaftsabnahme (FRR) abhalten. Im Anschluß daran soll auf einer Pressekonferenz der offizielle Starttermin von STS-134/ENDEAVOUR bekanntgegeben werden.

7. April 2011, Donnerstag
Auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) der NASA haben die Mannschaften heute die Nutzlast der ENDEAVOUR, das Alpha-Magnetspektrometer 2 (AMS) an die Stromversorgung angeschlossen, um Tests durchführen zu können, die am Wochenende erfolgen sollen.
Nach einer weiteren Begehung der Startrampe haben die Teams den Schluß gezogen, daß ein weiterer Sturm Anfang der Woche keine neuen Schäden verursacht hat.
Die Verantwortlichen der NASA werden am 19. April eine Flugbereitschaftsabnahmebesprechung (FRR) am KSC abhalten, um zu bestimmen, ob das Team bereit ist, einen Start zu unterstützen. Zum Ende der Besprechung wird dann der offizielle Starttermin festgesetzt.

6. April 2011, Mittwoch
Die Ingenieure am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida setzten heute die Überprüfung der Bodenanlagen an der Startrampe 39A fort, nachdem in der letzten Woche mehrere starke Stürme über das Gebiet hinweggezogen waren. Die Teams waren gestern zu einer Besprechung zusammengekommen und hatten entschieden, daß die geringfügigen Schäden am Außentank der ENDEAVOUR keiner Reparatur bedürfen. Das Raumfahrzeug selbst war nicht beschädigt worden.
Emplem von ET-122
Oben: Das Emblem des Außentanks ET-122 ist an der Außenhülle angebracht. ET-122 ist der letzte vom Montagewerk Michoud in Louisiana gebaute Außentank. (Photo: NASA/KSC/Jim Grossmann)
Die Mannschaften auf der Startrampe 39A setzten auch heute die Tests der primären Nutzlast der ENDEAVOUR, des Alpha-Magnetspektrometers 2 (AMS) fort.
Die sechs Besatzungsmitglieder von STS-134 haben heute in den Simulatoren des Johnson Raumfahrtzentrums der NASA in Houston Rendezvous-Verfahren geübt.
Die Verantwortlichen der NASA werden am 19. April eine Flugbereitschaftsabnahmebesprechung am KSC abhalten, um zu bestimmen, ob das Team bereit ist, einen Start zu unterstützen. Zum Ende der Besprechung wird dann der offizielle Starttermin festgesetzt.
Der Start der ENDEAVOUR ist derzeit für Freitag, 29. April um 21:47 Uhr MESZ geplant.

5. April 2011, Dienstag
Die Ingenieure sind heute zusammengekommen, um die gesammelten Daten durchzugehen, die nach den schweren Stürmen am Kennedy Raumfahrtzentrum letzte Woche gesammelt worden waren. Dabei hatte der Außentank der ENDEAVOUR nur leichten Schaden durch Hagelschlag erlitten. Das Raumfahrzeug selbst war nicht beschädigt worden.
Außerdem haben die Mannschaften auf der Startrampe Tests an der Nutzlast, dem Alpha-Magnetspektrometer ausgeführt.
Die Verantwortlichen der NASA werden am 19. April die Flugbereitschaftsabnahme durchführen, um die Bereitschaft des Teams den Start zu unterstützen zu bestimmen. Im Anschluß wird der offizielle Starttermin bekanntgegeben.
Die NASA hat den Start der ENDEAVOUR auf Freitag, 29. April um 21:47 Uhr MESZ  verschoben, um einen Konflikt im ISS-Flugplan zu lösen. Ein russischer Transporter, PROGRESS M-10M mit einem zeitkritischen Experiment an Bord soll am 27. April starten und am 29. April an der ISS anlegen. Würde die ENDEAVOUR am 19. April starten, wäre sie noch an der Station angekoppelt, wenn der Transporter ankommt und auch, wenn sein Vorgänger, PROGRESS M-09M, vom PIRS-Modul ablegt, um für M-10M Platz zu machen. Nach den NASA-Regeln ist kein weiterer Verkehr an der Station gewünscht, während eine Raumfähre an der ISS angekoppelt ist. Nach Gesprächen
am Sonntag mit den Internationalen Partner am ISS-Programm hatte die NASA dann entschieden, den Start der ENDEAVOUR zu verschieben.

4. April 2011, Montag
Nach Gesprächen zwischen den Partnern am ISS-Programm am Sonntag hat die NASA den Start der Raumfähre ENDEAVOUR zur Mission STS-134 auf Freitag 29. April um 21:47 Uhr MESZ verschovben. Durch die Verschiebung wird ein Konflikt im Flugplan mit einem russischen PROGRESS-Versorgungsraumfahrzeug behoben, das am 27. April starten und am 29. April an der ISS anlegen soll.
Die Leiter der NASA werden am Dienstag, 19. April die Flugbereitschaftsabnahme auf NASA-Führungsebene am Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) abhalten, um die Bereitschaft der Mannschaft zu bestimmen, den Start zu unterstützen. Im Anschluß an die Konferenz wird der Startermin offiziell bekanntgegeben.
Während einer detaillierten Inspektion durch Techniker und Ingenieure am Samstag auf der Startrampe 39A des KSC wurden nur geringe Schäden in der Schaumisolierung des Außentanks der ENDEAVOUR festgestellt. Die Auswertungen zeigen, daß keine Schäden am Raumfahrzeug selbst entstanden sind. Die Teams haben alle möglichen Schäden bestimmt, die durch die schweren Stürme am Mittwoch und Donnerstag entstanden sein könnten.
Heute setzten die Arbeiter auf der Rampe die Verschlußarbeiten am Heckgehäuse der ENDEAVOUR fort und begannen mit dem Befüllen von Hydrazin in die Tanks der Hilfskraftanlagen (APUs).

2. April 2011, Samstag
Techniker und Ingenieure auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums in Florida haben heute mit der detaillierten Inspektion der Raumfähre ENDEAVOUR und ihres Außentanks begoonnen. Sie haben nach jedweden Schäden Ausschau gehalten, die von den schweren Stürmen der letzten zwei Tagen verursacht worden sein könnten. Die Teams hatten ihre Inspektion bereits am Freitag begonnen, konnten aber keine vollständige Begehung durchführen, da die Rampe für die Countdown-Generalprobe (TCDT) gebraucht wurde. ENDEAVOURs sechs Astronauten haben den simulierten Startcountdown und das damit in Verbindung stehende Sicherheitstraining erfolgreich absolviert und sind in der Nacht zum Johnson Raumfahrtzentrum nach Houston im US-Bundesstaat Texas zurückgekehrt.
Die erste Inspektion am Freitag hatte keine offensichtlichen Schäden entdeckt, außer den bereits zuvor entdeckten leichten Schäden an der Schaumisolierung, die durch einen starken Sturm mit Hagel am Mittwoch verursacht worden waren. Die Teams haben heute Arbeitsplattformen aufgebaut, die eine genauere Inspektion ermöglicht, um Daten für eine technischeAbnahme zu gewinnen, die bestätigen soll, daß keine weiteren Schäden existieren.

1. April 2011, Freitag
Abfahrt zur Startrampe
Oben: Die Flugbesatzung verläßt das Betriebs- und Prüfgebäude, um den Astrovan zu besteigen, der sie für den simulierten Countdown zur Startrampe bringt. Vorne: Pilot Greg Johnson und Kommandant Mark Kelly; Mitte: Missionsspezialisten Roberto Vittori und Mike Fincke; Hinten: Missionsspezialisten Greg Chamitoff und Andrew Feustel. (Photo: NASA/KSC/Kim Shiflett)
Das den ganzen Tag andauernde schlechte Wetter, das das Kennedy Raumfahrtzentrum  in Florida am Donnerstag getroffen hat, hat die Mannschaften veranlaßt, die Countdowngeneralprobe für die Mission später auf den Tag zu verschieben. Stürme mit starkem Wind, Regen und Gewitter hatten die Mannschaften gestern von der Startrampe ferngehalten und die Vorbereitungen für den heutigen Übungscountdown verzögert. Das Wetter hatte sich am Morgen weit genug gebessert, um die Arbeit auf der Startrampe wieder fortzusetzen. Die simulierte Startzeit T-0, die auf 17 Uhr MESZ angesetzt war, wurde auf 22 Uhr verschoben. Am Morgen trafen sich die Programmleiter, um zu besprechen, wie die TCDT-Vorbereitungen voranschreiten und ob Anpassungen nötig sind. Der TCDT gibt Astronauten und Bodenmannschaften Gelegenheit, verschiedene simulierte Countdown-Aktivitäten zu üben, einschließlich der Vorgänge am Starttag in voller Montur im Raumfahrzeug.
Das schlechte Wetter vom Donnerstag hat die Teams auch davon abgehalten, eine komplette Begehung und Überprüfung
der Startrampe und der ENDEAVOUR durchzuführen, nachdem am Mittwoch bereits ein schwerer Sturm über das Gebiet hinweggezogen war. Niemand war verletzt worden und erste Überprüfungen hatten nur leichte Schäden an der Schaumisolierung von ENDEAVOURs Außentank durch leichten Hagelschlag gezeigt. Keine weiteren offensichtlichen Schäden waren gesehen worden, aber die Begehung, die jetzt am Samstag durchgeführt werden soll, soll sicherstellen, daß keine weiteren Schäden existieren.
Das 45. Wettergeschwader der US-Luftwaffe berichtete, daß während des gestrigen Sturms an der Rampe kurzfristig Windgeschwindigkeiten von 90 km/h, in Böen bis zu 144 km/h aufgetreten seien. Kleine Hagelkörner sind in der Nähe der rampe niedergegangen und es gab einen Blitzeinschlag in rund 800 Meter Entfernung. Auch dies hatte auf den ersten Blick keine Schäden zur Folge, aber das wird erst von den Teams bei ihrer Rampenbegehung bestätigt werden können, sobald sich das Wetter bessert.
Am Donnerstag hatte das Space Shuttle Programm seine Flugbereitschaftsabnahmebesprechung (FRR-Program) für die Mission STS-134 abgehalten. Nach der detaillierten Besprechung stimmten die Shuttle-Programmleiter einmütig für die Fortführung der Vorbereitung bis zur FRR auf NASA-Führungsebene am 8. April, bei der der offizielle Starttermin für ENDEAVOURs 14-tägigem Flug zur Internationalen Raumstation festgelegt werden.

31. März 2011, Donnerstag
Ein paar weitere starke Stürme sind heute über das Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida hinweggezogen. Eine Tornadowacht blieb noch bis zum Nachmittag eingesetzt und die ersten Anzeichen waren, daß gegen 14:30 Uhr MESZ eine Tornadosuperzelle nördlich der Starttrampe 39A gesichtet worden war. Dies war ungefähr zum selben Zeitpunkt als ein Medieninterview mit der Besatzung der ENDEAVOUR dort stattfinden sollte, aber wegen des schlechten Wetters wurde der Termin in das Pressezentrum des KSC verlegt. Auch das Training im Rahmen der abschließenden Countdowngeneralprobe (TCDT) wurde aufgrund der Witterungsbedingungen angepaßt.
Das schlechte Wetter vom Morgen (Ortszeit) hatte auch die Mannschaften davon abgehalten, eine gründliche Prüfung der Startrampe und der ENDEAVOUR nach Auswirkungen des gestrigen Sturms durchzuführen. Niemand war verletzt worden und erste Überprüfungen hatten nur geringe Schäden an der Schaumisolierung des Außentanks der ENDEAVOUR gezeigt. Keine anderen offensichtlichen Schäden wurden beobachtet, aber erst die gründliche Überprüfung der Mannschaften wird bestätigen können, daß keine weiteren Schäden aufgetreten sind.
Das 45. Wettergeschwader der US-Luftwaffe berichtete, daß während des gestrigen Sturms an der Rampe kurzfristig Windgeschwindigkeiten von 90 km/h, in Böen bis zu 144 km/h aufgetreten seien. Kleine Hagelkörner sind in der Nähe der rampe niedergegangen und es gab einen Blitzeinschlag in rund 800 Meter Entfernung. Auch dies hatte auf den ersten Blick keine Schäden zur Folge, aber das wird erst von den Teams bei ihrer Rampenbegehung bestätigt werden können, sobald sich das Wetter bessert.
Die sechs Astronauten, die mit der ENDEAVOUR auf ihrer letzten Mission fliegen sollen, sind in dieser Woche zum TCDT am KSC. Das Training wird seinen Höhepunkt in einem simulierten Countdown und allen Aktivitäten, wie sie auch am Starttag ablaufen werden, sein. Die ENDEAVOUR, die auf der Startrampe 39A steht, wird dafür genauso hergerichtet, wie am Starttag und die Astronauten werden dort ihre zugewiesenen Plätze einnehmen.
"Das ist der Augenblick, wenn unser Training mit der Abfertigung des Raumfahrzeugs zusammentrifft", erklärte Kommandant Scott Kelly den Vertretern der Medien auf der Pressekonferenz.
Kelly beschrieb die Nutzlast der Mission, das Alpha-Magnetspektrometer, als eines der ersten wissenschaftlichen Instrumente des 21.Jahrhunderts und meinte, daß das 6,8 Tonnen schwere phsikalische Experiment das Potential habe, das Wissen der Menschheit über den Kosmos umzuschreiben, wenn es von seinem Beobachtungsposten auf der Internationalen Raumstation aus die kosmische Strahlung mißt.
"Wir sind schon ganz gespannt, was für Ergebnisse da herausgekommen", sagte Kelly. "(AMS Physiker und Nobelpreisträger Sam Ting) hatte uns gesagt, daß sie innerhalb einer Stunde, nachdem wir es an der Raumstation montiert haben, werden sie schon mit dem Sammeln von Daten beginnen. Das AMS könnte uns eine Menge Dinge über das Universum beibringen, die wir nicht erwarten."
Missionsspezialist Mike Fincke, ein früherer Stationskommandant und -bewohner, meinte, daß die Besatzung für den zweiwöchigen Shuttleflug bereit sei.
"Wir sind ein Team, eine Familie und von dem was ich bis jetzt gesehen habe, gibt es nichts, was wir nicht bewältigen könnten", meinte Fincke.

30. März 2011, Mittwoch
Am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida haben die sechs Astronauten der Flugbesatzung und die Bodenmannschaften das Training in Zusammenhang mit der abschließenden Countdowngeneralprobe (TCDT) begonnen. Die STS-134-Besatzung hat heute u. a. das Fahren des gepanzerten Mannschaftstransporters M113 geübt.
Die Techniker auf der Startrampe 39A (LC-39A) haben unterdessen die Verschlußarbeiten an der Raumfähre fortgesetzt.
Am Abend gegen 23:20 Uhr MESZ zog eine schwere Sturmfront über das KSC hinweg, einschließlich der LC-39A. Erste Berichte besagen, daß an der Rampe hohe Windgeschwindigkeiten und geringer Hagelfall verzeichnet wurden. Niemand wurde verletzt und bislang wurden keine Beschädigungen gemeldet. Der Sturm war schnell über das Gebiet hinweggezogen. Die Mannschaften werden
jetzt am Donnerstag Morgen die Rampe genau in Augenschein nehmen um sicherzustellen, daß tatsächlich keine Schäden verursacht wurden, und um die genauen Windgeschwindigkeiten und Wettermuster zu bestätigen, die an der Rampe beobachtet wurden.
Die sechs Astronauten sollen weiterhin am Donnerstag Mittag um 14:40 Uhr MESZ ein Medieninterview an der LC-39A halten. Diese Veranstaltung wird auf NASA TV live übertragen.

29. März 2011, Dienstag
Ankunft zum TCDT
Oben: Die Flugbesatzung ist zum TCDT am KSC eingetroffen. Von links: Greg Chamitoff, Roberto Vittori, Andrew Feustel, Mark Kelly, Greg Johnson und Mike Fincke. (Photo: NASA TV)
Die sechs Astronauten der ENDEAVOUR sind am Abend zwischen 23:07 und 23:34 Uhr MESZ mit vier T-38 Trainingsflugzeugen an der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) gelandet. Die Besatzung ist für die mehrtägige abschließende Countdowngeneralprobe (TCDT) am KSC.
Der TCDT wird den ENDEAVOUR-Astronauten und den Bodenmannschaften die Gelegenheit geben, verschiedene simulierte Countdownaktivitäten durchzuführen, darunter auch Einweisung in die Einrichtungen und Ausrüstung der Startrampe und Notfallübungen.
In der Nacht haben Kommandant Mark Kelly und Pilot Greg H. Johnson mit dem Shuttle-Trainingsflugzeug Landeanflüge auf die SLF geprobt.
Der nächste Medientermin wird am 31. März um 14:40 Uhr MESZ ein Interview auf der Startrampe 39A sein. Das Ereignis wird live auf
NASA TV übertragen.

28. März 2011, Montag
Am Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) der NASA in Florida haben die Arbeiter auf der Startrampe 39A in Vorbereitung auf die Ankunft der STS-134-Besatzung mit den Verschlußarbeiten am Heckgehäuse der ENDEAVOUR begonnen.
Die sechs Astronauten der Flugbesatzung sollen in der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr MEZ auf der Shuttle-Landeeinrichtung (SLF) des KSC eintreffen, um die Countdowngeneralprobe in voller Montur, sowie andere damit in Zusammenhang stehende Trainingseinheiten zu absolvieren. Die Ankunft der Besatzung wird live auf NASA TV übertragen.

25. März 2011, Freitag
Die Rampenmannschaft der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA in Florida haben das Verladen der Nutzlast in die Ladebucht der ENDEAVOUR kurz verschoben, um die Ausrichtung der ferngesteuerten elektrischen Versorgungseinheit, die sowohl Heizleistung als auch Strom für die Avionik des Experiments bereitstellt, zu ermitteln. Die Verladung soll jetzt am Samstag Morgen abgeschlossen werden.
Während der 14-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation sollen die sechs Astronauten der ENDEAVOUR das Alpha-Magnetspektrometer 2, ein Teilchenphysikexperiment, das nach verschiedenen Arten ungewöhnlicher Materie suchen soll, indem es kosmische Strahlung messen soll, sowie die EXPRESS-Logistikpallette 3, eine Plattform, die Ersatzteile trägt, mit denen der Betrieb der Station aufrecht gehalten werden soll, nachdem die Shuttles Mitte des Jahres außer Dienst gestellt worden sind, zur ISS bringen.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA haben die Missionsspezialisten Michael Fincke und Greg Chamitoff heute Techniken für den vierten und letzten Außeneinsatz der Mission im Nullauftriebslabor (NBL) geübt.

24. März 2011, Donnerstag
Nachdem gestern die drehbare Zugangsstruktur vor den Startaufbau geschwenkt wurde, wurden die Türen des Nutzlastaustauschraums und die Ladebucht der ENDEAVOUR geöffnet, was den Zugang zum Raumfahrzeug und die Durchführung von Inspektionen der Nutzlasten ermöglicht.
Die Space-Shuttle-Programmleiter, die STS-134-Missionsleiter und die sechs Astronauten der ENDEAVOUR haben heute am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Texas Pressekonferenzen vor dem Start abgehalten.

23. März 2011, Mittwoch
Schwenken der RSS
Oben: Die RSS wird zum Verladen der angelieferten Nutzlast wieder vor den Startaufbau geschwenkt. (Photo: NASA/KSC/Frank Michaux)
Die Startmannschaft auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA in Florida bereiten das Verladen der Nutzlast in die Ladebucht der Raumfähre ENDEAVOUR am Freitag vor. Am Morgen wurde die drehbare Zugangsstruktur (RSS) vor den Startaufbau geschwenkt und später haben Techniker die Ladebucht geöffnet und Inspektionen am Raumfahrzeug und an der Nutzlast durchgeführt.
In der Zwischenzeit hat die Flugbesatzung am Johnson Raumfahrtzentrum in Houston Flugtechniken mit den T-38-Trainingsflugzeugen geübt.

22. März 2011, Dienstag
Am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA in Florida ist in der Nacht die Nutzlast der Mission zur Startrampe geliefert worden.
Mannschaften haben die Nutzlast mit einem Kran in den Nutzlastaustauschraum in der drehbaren Zugangsstruktur (RSS) der Startrampe gehoben. Die RSS soll morgen wieder vor den Orbiter geschwenkt werden. Am Freitag soll dann die Nutzlast in die Ladebucht der ENDEAVOUR verladen werden.
Am Johnson Raumfahrtzentrum in Houston hat die Besatzung heute die Verfahrensabläufe für das Ablegen und für das Rendezvous geübt.

21. März 2011, Montag
Das Alpha-Magnetspektrometer (AMS) und eine Pallette mit großen Ersatzteilen soll in dieser Woche zur Startrampe 39A verbracht und in die Ladebucht der ENDEAVOUR verladen werden. Die Gegenstände wurden in der letzten Woche für den Transport zur Startrampe in einen Nutzlastbehälter verladen. Der Innenraum des behälterts hat die gleichen Ausmaße wie die 18 Meter lange Ladebucht des Shuttles. Die drehbare Zugangsstruktur (RSS) der Startrampe ist mit einem Kran ausgerüstet, der den Behälter in einen darin eingeschlossenen Reinraum heben kann, bevor die RSS vor die ENDEAVOUR geschwenkt wird. Am Freitag soll das AMS und die Pallette in die Ladebucht der ENDEAVOUR verladen und für den Start gesichert werden.
Chamitoff und Kelly
Oben: Im Nullauftriebslabor bekommt Greg Chamitoff von Mark Kelly die Kommunikationskappe, auch "Snoopy-Mütze" genannt, aufgesetzt, bevor ihm für die Übung zum Außeneinsatz der Helm des Raumanzugs aufgesetzt wird. (Photo: NASA/JSC)
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA hat die Besatzung heute die Arbeitsabläufe für den dritten Außeneinsatz der Mission im Nullauftriebslabor (NBL) geprobt.

18. März 2011, Freitag
Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA in Florida haben heute die Vorbereitungen für das Betanken der Hilfskraftanlagen (APUs) abgeschlossen. Die APUs sind hydrazinangetriebene Turbopumpen, die den Versorgungsdruck für das Hydrauliksystem des Orbiters bereitstellen. Mithilfe des Hydrauliksystems werden die aerodynamischen Steuerflächen und die Triebwerke bewegt, sowie das Fahrwerk ein- und ausgefahren. Das Befüllen der APU-Tanks soll am Wochenende erfolgen
ENDEAVOURs Nutzlast, das Alpha-Magnetspektrometer, ein Hochdruckgastank, Ersazteile für DEXTRE und andere Ausrüxtung für die ISS, soll am Montag zur Startrampe verbracht werden.

17. März 2011, Donnerstag
Auf der Startrampe 39A wurden am Anschlußflansch für die Wasserstoffgasentlüftungsleitung (GUCP) am Außentank der ENDEAVOUR die Dichtigkeitstests abgeschlossen.
Heute haben die Techniker außerdem das Augenmerk auf das Anschließen der Schnelltrennkupplungen der Hilfskrafteinheiten (APUs) gelegt. Die APUs sind hydrazinangetriebene Turbopumpen, die den Versorgungsdruck für das Hydrauliksystem des Orbiters bereitstellen. Mithilfe des Hydrauliksystems werden die aerodynamischen Steuerflächen und die Triebwerke bewegt, sowie das Fahrwerk ein- und ausgefahren.

16. März 2011, Mittwoch
Techniker am Kennedy Raumfahrtzentrum haben gestern das Anschließen der Schnellschlußverbinder und Dichtigkeitstests am vorderen Manövriertriebwerkssystem (FRCS) der ENDEAVOUR abgeschlossen.
Heute wurden außerdem Dichtigkeitstests am Anschlußflansch für die Wasserstoffgasentlüftungsleitung (GUCP) durchgeführt.

15. März 2011, Dienstag
Die Techniker auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA  setzten heute ihre Abfertigungsarbeiten in Vorbereitung auf den anstehenden Start der Raumfähre ENDEAVOUR fort.
Heute Morgen haben sich Verantwortliche der NASA und United Space Alliance mit Rampenarbeitern getroffen, die den  Wunsch geäußert hatten, die Shuttle-Abfertigung auch nach dem unerwarteten Tod eines ihrer Kollegen am Montag Morgen fortzusetzen.
Die Techniker haben heute das Brennstoffzellenversorgungssystem (PRSDS) und die Außentankkamera überprüft. Das PRSDS bevorratet während des Fluges superkalten Wasserstoff und Sauerstoff für die drei stromerzeugenden Brennstoffzellen der Raumfähre. Die Brennstoffzellen lassen die beiden chemikalien miteinander reagieren, um daraus elektrischen Strom zu gewinnen. Als Nebenprodukt entsteht dabei Wasser, das die Astronauten üblicherweise während einer Mission zur Raumstation herüberbringen.

14. März 2011, Montag
Am Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA haben am Wochenende Techniker auf der Startrampe 39A Messungen und Ausrichten der Anschlußplatte für die Wasserstoffgasentlüftungsleitung (GUCP) angeschlossen. Heute standen Überprüfungen des Brennstoffzellenversorgungssystems (PRSDS) und der Außentankkamera an.
Gegen 12:40 Uhr MEZ (7:40 Uhr Ortszeit) ereignete sich ein Unfall auf der Startrampe. Ein Mitarbeiter von United Space Alliance stürzte ab. Obwohl medizinische Hilfe schnell vor Ort war, war die Wiederbelebung erfolglos. Weitere Informationen sind aufgrund der medizinischen Verschwiegenheitspflicht nicht verfügbar. Die Angehörigen des Mitarbeiters wurden informiert.
Die Arbeiten auf der Startrampe 39A wurden daraufhin für den Rest des Tages ausgesetzt und die übrigen Arbeiter der Rampe werden psychologisch betreut.
Der Unfall wird derzeit untersucht.
Wie Spaceflight Now berichtet, handele es sich bei dem Verunglückten um James D. Vanover, einem 53-jährigen Rampen-Schwenkarmtechniker.

11. März 2011, Freitag
ENDEAVOUR auf der Rampe
Oben: Die ENDEAVOUR Nach dem Absetzen auf der Startrampe 39A. (Photo: NASA/KSC/Jack Pfaller)
Der Startaufbau mit der Raumfähre ENDEAVOUR ist in der Nacht um 1:56 Uhr MEZ aus dem Montagegebäude (VAB) herausgerollt worden. Die 5,5 km weite Fahrt zur Startrampe 39A dauerte einschließlich der Schmierstopps 7 Stunden und 53 Minuten.
Die mobile Startplattform wurde schließlich um 9:49 Uhr MEZ auf den Lagerpfosten der Startrampe gesichert.
Nach der erfolgreichen Überführung begannen sogleich die Vorbereitungen für den Start.
Unter anderem schlossen Mechaniker die Wasserstoffgasentlüftungsleitung an den Anschlußflansch am Außentank (GUCP) an und gaben einen heißen test der Hilfskraftanlagen (APUs) durchgeführt, die das Hydrauliksystem des Orbiters mit Druck versorgt.
Am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston haben die sechs Astronauten der Flugbesatzung heute Einstiegs- und Ausstiegsprozeduren für Start und Startabbruch geübt. Außerdem haben sie im Labor für Virtuelle Realität den Umgang mit den Robotarmen trainiert.

10. März 2011, Donnerstag
Der Überführung des Startaufbaus zur Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) beginnend heute Nacht um 2 Uhr MEZ scheint nichts mehr im ege zu stehen.
Die Startmannschaft ist am Abend um 21:30 Uhr MEZ zusammengekommen, um die aktuelle Situation zu besprechen und entschied, daß das Wetter sich genügend gut verbessert hat, um ENDEAVOUR herausrollen zu können.
Shuttle-Startdirektor Mike Leinbach gab um 22 Uhr die Freigabe für den Beginn der letzten Vorbereitungen. Des weiteren werden keine technischen Probleme behandelt.

9. März 2011, Mittwoch
Das Herausrollen der Raumfähre ENDEAVOUR zur Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) in Florida wird um mindestens 24 Stunden verschoben, wegen der Vorhersage von schlechtem Wetter.
Die Verantwortlichen am KSC hatten eine Sturmfront, die sich in der Nacht zum Donnerstag durch das Gebiet bewegt, genau beobachtet und bei einer Besprechung am Abend entschieden, daß die Bedingungen zu ungünstig für eine sichere Überführung des Startaufbaus werden würden.
ENDEAVOUR wird jetzt voraussichtlich am Freitag Morgen herausgerollt, wenn die Front durchgezogen ist.

8. März 2011, Dienstag
Die Techniker im Montagegebäude (VAB) des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA in Florida bauen die Zugangsplattformen zur Raumfähre ENDEAVOUR und ihren Außentank  und Startraketen ab. Die Vorbereitungen für das Herausrollen der ENDEAVOUR zur Startrampe verlaufen planmäßig. Das Herausrollen soll in der Nacht zum Donnerstag um 2 Uhr MEZ beginnen.

7. März 2011, Montag
Über das Wochenende haben die Techniker den Schnittstellentest am Startaufbau durchgeführt, um zu prüfen, ob die Verbindungen zwischen der ENDEAVOUR und ihrem Außentank und den beiden Feststoffstartraketen, die nun zusammenmoniert auf der mobilen Startplattform im Montagegebäude des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) stehen, in Ordnung sind.
Die Vorbereitungen laufen weiter für das Herausrollen zur Startrampe 39A, das am Donnerstag um 2 Uhr in der Nacht beginnen soll.

4. März 2011, Freitag
Techniker im Montagegebäude (VAB) des Kennedy Raumfahrtzentrum der NASA haben heute den Verbindungsflansch für die Wasserstoffgasentlüftungsleitung (GUCP) am Außentank der ENDEAVOUR angebracht.
Die Teams haben auch mit dem Schnittstellentest begonnen, mit dem die Verbindungen zwischen dem Raumfahrzeug, dem Außentank und den beiden Feststoffstartraketen auf der mobilen Startplattform getestet werden. Diese Arbeit wird das Wochenende über andauern.
ENDEAVOUR wird für das Herausrollen zur Startrampe 39A vorbereitet, das am 10. März um 2 Uhr MEZ erfolgen soll.

3. März 2011, Donnerstag
Im Montagegebäude des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA in Florida haben Techniker die große gelbe Spezialkrantraverse abgenommen, mit der die ENDEAVOUR vor zwei Tagen in die Senkrechte gedreht und auf den Startaufbau gehoben wurde.
Die Vorbereitungen laufen weiter für das Herausrollen zur Startrampe 39A, das für Donnerstag, 10. März um 2 Uhr MEZ vorgesehen ist.
In der Startleitwarte 4 hat das STS-134 Startleitteam gestern eine Countdownsimulation durchgeführt.

2. März 2011, Mittwoch
Techniker im Montagegebäude (VAB) des Kennedy Raumfahrtzentrums der NASA in Florida sind mit den elektrischen Verbindungen beschäftigt, nachdem die ENDEAVOUR auf den Startaufbau aus Außentank und Feststoffstartraketen aufgesetzt wurde, der auf der mobilen Startplattform bereitstand.
Das Aufsetzen der ENDEAVOUR hatte sich Dienstag früh um mehrere Stunden verzögert, nachdem beim Anbringen der Krantraverse, in die der Orbiter für das Herüberheben in die Montagebucht eingehängt wird, Probleme auftraten und erst ein Teil ausgetauscht werden mußte.
Das Herausrollen des Startaufbaus zur Startrampe 39A ist für den 10. März um 2 Uhr MEZ geplant.

28. Februar 2011, Montag
Orbiter ENDEAVOUR wurde heute von der Halle 2 des Orbiterabfertigungswerkes (OPF) zum Montagegebäude (VAB) herübergerollt. Die Fahrt auf dem Orbiter-Transporter begann um 12:55 Uhr MEZ und wurde nach einem Zwischenhalt, der Angestellten und Besuchern des KSC Gelegenheit geben sollte, den Moment mit Photos festzuhalten, um 17:13 Uhr imTransfergang des VABs beendet.
Das Herausrollen des komplettierten Startaufbaus zur Startrampe 39A ist für den 10. März um 2 Uhr geplant.
Dies ist der nächste Meilenstein in der Vorbereitung der Mission STS-134, die am 20. April um 1:48 Uhr MEZ starten soll.

4. Februar 2011, Freitag
NASA-Astronaut Mark Kelly wird am Montag, 7. Februar das Training als Kommandant von STS-134 wieder aufnehmen. Mit der Ausnahme von etwas Leistungstraining war Kelly seit dem 8. Januar beurlaubt, um sich um seine Frau, die US-Kongreßabgeordnete Gabrielle Giffords zu kümmern, die bei einer Schießerei in Tucson, im US-Bundesstaat Arizona schwer verletzt worden war.
"Ich freue mich darauf, wieder mit meinen STS-134-Besatzungskollegen zusammenzukommen und gemeinsam mit ihnen unser Missionstraining abzuschließen", erklärte Kelly. "Wir haben und über 18 Monate lang darauf vorbereitet und wir werden bereit sein, um das Alpha-Magnetspektrometer an der Internationalen Raumstation abzuliefern und die übrigen Aufgaben zu erfüllen. Ich weiß die Zuversicht, die die NASA-Leitung in mich und den Rest meiner Besatzung hat, zu schätzen."
"Wir sind froh, Mark zurück zu haben", meinte Peggy Whitson, Chefin des Astronautenbüros am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston. "Er ist ein altgedienter Shuttle-Kommandant und kennt die Anforderung des Berufes ganz genau. Wir haben vollstes Zutrauen in seine Fähigkeit, diese Mission zu führen, und ich weiß, daß ich für alle bei der NASA spreche, wenn ich sage: 'Willkommen zurück!'"
Eine Pressekonferenz wurde am Abend um 21 Uhr MEZ abgehalten, um Kellys Rückkehr zu diskutieren.

13. Januar 2011, Donnerstag
Die NASA hat heute das neue Startdatum, das sich aus der Startverschiebung von STS-133 ergibt, bekanntgegeben. Danach soll die ENDEAVOUR jetzt am 20. April um 1:48 Uhr MESZ starten. Außerdem wurde Shuttle-Kommandant Rick Sturckow als Trainingsrsatz für Kommandant Mark Kelly bestimmt, damit die Besatzung während kritischer Trainingseinheiten einen Kommandanten hat, während Kelly sich um seine in Tucson angeschosse Frau kümmert. Ob Sturckow Kelly gegebenenfalls auch auf der Mission ersetzt, sollte Kelly vom Kommando zurücktreten, ist noch nicht klar.

3. Dezember 2010, Freitag
Die NASA hat heute abend auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, daß der Start der Raumfähre DISCOVERY zur Mission STS-133 auf frühestens 3. Februar 2011 verschoben wird, um mehr Zeit für die Analyse der Intertankstringer am Außentanks zur Verfügung zu stellen.
Wegen der Verschiebung des Starts der DISCOVERY verschiebt sich auch der Start der ENDEAVOUR auf frühestens 1. April 2011.

30. September 2010, Donnerstag
Das letzte Feststoffraketenteilstück des Space-Shuttle-Programms, das Bugsegment der rechten Startrakete, wurde heute von der Einrichtung für Montageteileüberholung (ARF) zum Montagegebäude (VAB) des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) gebracht. Die linken und rechten Bugsegmente, die am KSC überholt und abgefertigt werden, bestehen je aus drei Komponenten: Bugkappe, Übergangskegel und Vorderschürze. Im VAB werden die Startraketen zusammengebaut und anschließend mit dem Außentank für die Raumfähre ATLANTIS verbunden. Die ATLANTIS wird für die "Start nach Bedarf"-Mission, oder potentielle Rettungsmission für die STS-134/ENDEAVOUR vorbereitet.

28. September 2010, Dienstag
Anlieferung des Außentanks
Oben: Der Außentank der ENDEAVOUR wird auf einem Spezialauflieger vom Wendebecken, wo er vom Lastkahn PEGASUS angeliefert worden war, zum Montagegebäude geschleppt. (Photo: NASA/KSC/Jack Pfaller)
Der Außentank für die Raumfähre ENDEAVOUR wurde heute Nachmittag vom Lastkahn PEGASUS abgeladen und zum Montagegebäude (VAB) des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) der NASA in Florida gefahren. Techniker werden dort mit der Abfertigung beginnen und den Tank für den Start im nächsten Jahr zwischen die beiden Startraketen montieren. Der Tank wurde auf dem Spezialtransporter um 15:30 Uhr MESZ vom Lastkahn gerollt.

1. Juli 2010, Donnerstag
Der Start der Raumfähre DISCOVERY zur Mission STS-133 ist auf den 1. November um 21:33 Uhr MEZ verlegt worden. Der Start der ENDEAVOUR zur Mission STS-134 verschiebt sich entsprechend auf den 26. Februar 2011 um 22:19 Uhr MEZ. Die Zielstarttermine mußten geändert werden, da wichtige Teile der STS-133-Nutzlast nicht zum ursprünglich geplanten Startzeitpunkt bereit gewesen wäre. Mit der Startverschiebung der DISCOVERY mußte die ENDEAVOUR auf das nächste verfügbare Startfenster ausweichen, und das liegt im Februar.

27. April 2010, Dienstag
Die NASA hat heute bekanntgegeben, daß die Mission STS-134 auf Ende November 2010 verschoben werden muß. Grund dafür ist, daß am Alpha-Magnetspektrometer der Magnet ausgetauscht werden muß und das AMS daher frühestens im November bereitstehen wird. Damit wird STS-134 nun die letzte Space-Shuttle-Mission sein.

11. August 2009, Freitag
Die NASA hat heute die Besatzung für die Mission STS-134 zur Internationalen Raumstation bekanntgegeben. Der Flug wird das Alpha- Magnetspektrometer (AMS) zur Station liefern. Das AMS ist ein Detektor für kosmische Strahlungspartikel, mit dem fundamentale Fragen über die Materie und den Ursprung und dieStruktur des Universums untersucht werden.
Mark Kelly wird die Mission kommandieren. Gregory H. Johnson wird als Pilot fungieren. Als Missionsspezialisten mit an Bord sein werden Michael Fincke, Gregory Chamitoff und Andrew Feustel und der italienische ESA-Astronaut Roberto Vittori.
Der Flug wird drei Außeneinsätze beinhalten, sowie die Montage des AMS an der Außenseite der Station unter Zuhilfenahme sowohl des Robotarms der Station als auch des Shuttles. Das AMS wird an der Steuerbordseite des Tragwerkauslegers angebracht.

Terminplan STS-134/ENDEAVOUR
Überführung in Orbiter-Abfertigungs-Gebäude (OPF) 22. Februar 2010
Beginn Abfertigung im OPF 23. Februar 2010
Mannschaftsausrüstungsintegrationstest (CEIT) nb
Überprüfung von Gewicht und Schwerpunkt nb
Überführung des Orbiters zum Montagegebäude (VAB) 28. Februar 2011
Überführung zur Startrampe 39A 11. März 2011
Test der drei Hilfskraftanlagen (APUs)
12. März 2011
Nutzlast wird zur Startrampe verbracht 22. März 2011
Heranschwenken der drehbaren Zugangsstruktur (RSS)
23. März 2011
Flugbereitschaftsabnahme der Haupttriebwerke nb
Helium Dichtigkeits-Test nb
Nutzlast wird in Ladebucht installiert 24. März 2011
Flugbereitschaftsabnahme Programmebene (FRR-Program)
31. März 2011
Abschließende Countdown-Generalprobe (TCDT)
30. März - 1. April 2011
Befüllen der an Bord befindlichen Tanks nb
Flugbereitschaftsabnahme NASA-Leitungsebene (FRR-Agency)
19. April 2011
Verschlußarbeiten am Heckgehäuse beginnen 22. April 2011
Installation der Absprengvorrichtungen nb
Schließen der Nutzlastbuchttore für den Start nb
Erster Startversuch 29. April 2011
Beginn Countdown (T-43 Std.) 13. Mai 2011, 13 Uhr MESZ
Befüllen der an Bord befindlichen Tanks für die Brennstoffzellen 14. Mai 2011, 10:30 Uhr MESZ
Abkoppeln der mittschiffs gelegenen Orbiter-Versorgungsleitungen (OMBUU)
14. Mai 2011, 23:30 Uhr MESZ
Letzte Ausrüstungsgegenstände der Besatzung verstaut 15. Mai 2011, 14:00 Uhr MESZ
Wegschwenken der drehbaren Zugangsstruktur (RSS) in Parkposition 15. Mai 2011, 18:00 Uhr MESZ
Einschalten der Brennstoffzellen 15. Mai 2011, 23:46 Uhr MESZ
Befüllen des Außentanks 16. Mai 2011, 5:32 Uhr MESZ
Beginn Rampeninspektion
16. Mai 2011, 8:32 Uhr MESZ
Besatzung besteigt Orbiter 16. Mai 2011, 11:41 Uhr MESZ
Schließen der Einstiegsluke 16. Mai 2011, 12:56 Uhr MESZ
Start 16. Mai 2011, 14:56:28 Uhr MESZ
Anlegen an Station 18. Mai 2011, 12:14 Uhr MESZ
Außeneinsatz EVA1 (Feustel, Chamitoff)
20. Mai 2011,
Außeneinsatz EVA2 (Feustel, Fincke) 22. Mai 2011, 8:05 Uhr MESZ (8:07 Std.)
Außeneinsatz EVA3 (Feustel, Fincke) 25. Mai 2011
Außeneinsatz EVA4 (Fincke, Chamitoff) 27. Mai 2011
Ablegen von Station 30. Mai 2011
Bremsmanöver 1. Juni 2011, 7:29:03 Uhr MESZ
Landung 1. Juni 2011, 8:34:51 Uhr MESZ

Übersicht über die planmäßigen Countdownunterbrechungen für STS-134
Countdown-
Zeitpunkt
Dauer der Unterbrechung Unterbrechung beginnt Unterbrechung
endet
T-27 Std. 4 Std.  14. 5., 5 Uhr 9 Uhr
T-19 Std. 8 Std. 17 Uhr 15. 5., 1 Uhr
T-11 Std. 13 Std., 36 Min.  9 Uhr 22:36 Uhr
T-6 Std.  2 Std.  16. 5., 3:36 Uhr
5:36 Uhr
T-3 Std.  2 Std. 30 Min.
8:36 Uhr
11:06 Uhr
T-20 Min.  10 Minuten
13:46 Uhr
13:56 Uhr
T-9 Min.  40 Min.  28 Sek.
14:07 Uhr
14:47:28 Uhr

Übersicht über die Tätigkeiten der STS-134 Mannschaft am Starttag 
Ostküstenzeit (EDT) Mitteleuropäische Zeit(MESZ)
12 a.m.
6 Uhr
Wecken der Mannschaft
12:30 a.m.
6:30 Uhr
Frühstück
1 a.m.
7 Uhr
Medizinische Untersuchung
a.m.
Uhr
Mittagessen und
a.m. Uhr
Mannschaftsphoto
6:31 p.m.
10:31 Uhr
Wetterbriefing (KOM, PLT, MS2)
6:31 p.m.
10:31 Uhr Anlegen der Startanzüge (MS1, MS3, MS4)
*4:41 p.m.
10:41 Uhr Anlegen der Startanzüge (KOM, PLT, MS2)
*5:11 p.m.
11:11 Uhr
Abfahrt zur Startrampe 39A
*5:41 p.m.
11:41 Uhr
Ankunft im Weißraum und Einstieg in’s Shuttle
*6:56 p.m.
12:56 Uhr
Schließen der Mannschaftsluke
*8:56:28 p.m.
14:56:28 Uhr
Start
* Durch Kameras übertragene Ereignisse (Zeiten können leicht variieren)

Alle Zeiten, wenn nicht anders vermerkt, Mitteleuropäische Zeit (MEZ), bzw. Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ)
Alle Photos: NASA 
Quelle: NASA Shuttle Report, NASA-Missionsberichte


letzte Änderung am 1. Juni MMXI