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| Besatzung
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Start und Landung,
Aufenthaltsdauer |
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| Kommandant
(CDR): Alexander Skwortsow
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Start: 2. April 2010 mit Sojus TMA-18
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| Landung (geplant): 15. September
2010 mit Sojus TMA-18
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| Besatzungszeit: seit 1. Juni 2010
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| Flugingenieur
(FE-2): Tracy Caldwell-Dyson
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Start: 2. April 2010 mit Sojus TMA-18
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| Landung (geplant): 15. September
2010 mit Sojus TMA-18
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| Besatzungszeit: seit 1. Juni 2010
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| Flugingenieur
(FE-3): Michail Kornienko
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Start: 2. April 2010 mit Sojus TMA-18
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| Landung: 15. September
2010 mit Sojus TMA-18
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| Besatzungszeit: seit 1. Juni 2010
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| Flugingenieur
(FE-4): Douglas Wheelock
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Start: 15. Juni 2010, 23:35 Uhr MESZ mit Sojus TMA-19
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| Landung (geplant): 15. November 2010 mit Sojus TMA-19
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| Besatzungszeit: seit 18. Juni 2010
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| Flugingenieur
(FE-5): Fjodor Jurtschichin
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Start: 15. Juni 2010, 23:35 Uhr MESZ mit
Sojus
TMA-19
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| Landung (geplant): 15. November 2010 mit Sojus TMA-19
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| Besatzungszeit: seit 18. Juni 2010
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| Flugingenieur
(FE-6): Shannon Walker
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Start: 15. Juni 2010, 23:35 Uhr MESZ mit
Sojus
TMA-19
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| Landung (geplant): 15. November 2010
mit
Sojus
TMA-19
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| Besatzungszeit: seit 18. Juni 2010
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| Missionsberichte
Terminplan Expedition 24 Besatzung Aktuelle Informationen zur letzten ISS-Besatzung: Expedition 23 Aktuelle Informationen zur nächsten ISS-Besatzung: Expedition 25 27. Juli 2010, Dienstag Die Flugifenngenieure Fjodor Jurtschichin und Michail Kornienko haben heute eine sechs Stunden und 42 Minuten dauernden Außeneinsatz absolviert. Die Kosmonauten begannen ihren Einsatz um 6:11 Uhr MESZ, als sie die Außenluke des Andockmoduls PIRS öffneten. Dies war der 147. Außeneinsatz, der dem Aufbau und der Wartung der Station gewidmet war.
Am Ende von SWESDA wurde eine Videokamera ausgetauscht und erfolgreich getestet. Die alte Kamera wurde sicher abgeworfen. Die neue Kamera soll eingesetzt werden, um die Annäherung und das Anlegen von europäischen Automatisierten Transferfahrzeugen, die Fracht zum Komplex bringen, zu filmen. Während des Außeneinsatzes wurden zwei Objekte beobachtet, die von der Station forttrieben. Eines wurde als eine Kabelklemme identifiziert, die von einem früheren russischen Außeneinsatz an der Außenseite der Station zurückgeblieben war. Dieses Objekt und ein weiteres, das nicht genau identifiziert werden konnte, trieben beide aus der Umgebung der Station ab und stellen keine Gefahr für das Orbitallabor dar. Dies war Kornienkos erster Außeneinsatz und Jurtschichins vierter. Jurtschichins erste drei Außeneinsätze hatte er während seiner Zeit als Kommandant der Expedition 15 im Jahr 2007 absolviert. Der zweite Außeneinsatz der Expedition 24 ist für den 5. August geplant. Die Flugingenieure Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson werden dabei in US-Raumanzügen über die Luftschleuse QUEST aussteigen und in Vorbereitung auf die Ankoppelung des Permanenten Mehrzweckmodul im Rahmen der Mission STS-133 Stromkabel am Modul UNITY verlegen. Eine Tragbare Greifhalterung (PDGF) soll am Modul SARJA montiert werden, die die Reichweite des Robotarms CANADARM2 erhöhen soll und den Zugang der Außenarbeiter zu Arbeitsstellen für Montage- und Wartungszwecken verbessern. Sie sollen außerdem die Mehrschichtisolierung, die sie für die Anmontage der PDGF entfernen müssen, abwerfen, und Stromkabel mit solchen am SARJA-Modul verbinden. Caldwell-Dyson wird den ersten Außeneinsatz ihrer Karriere durchführen, Wheelock seinen vierten. Seine ersten drei Außeneinsätze hatte er als Missionsspezialist im Rahmen der Mission STS-120 im Jahr 2007 durchgeführt. 26. Juli 2010, Montag Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Michail Kornienko werden morgen früh die Raumstation für einen sechsstündigen Außeneinsatz verlassen. Die beiden Kosmonauten werden die ISS durch das Andockmodul PIRS verlassen und an der Außenseite der Module SWESDA und SARJA arbeiten. Dies wird der erste Außeneinsatz der Expedition 24 Besatzung sein. Sie sollen das neue Modul RASSWET mit dem automatischen Rendezvoussystem KURS ausrüsten, Kabel verlegen und eine Videokamera austauschen. KURS ist ein russisches Funktelemetriesystem, das das automatische Anlegen von unbemannten Raumfahrzeugen wie dem Versorgungstransporter PROGRESS ermöglicht. Die neue Videokamera soll Rendezvous und Anlegen von Automatischen Transferfahrzeugen (ATV) der ESA am hinteren Ende des Servicemodul SWESDA dokumentieren. Am Freitag hatten Jurtschichin und Kornienko bereits einmal ihre ORLAN-Raumanzüge angelegt, die Funktion der Anzugsysteme überprüft, die Bewegung darin geübt und im Andockmodul PIRS einen Trockenlauf der Außeneinsatzaktivitäten durchgeführt. 23. Juli 2010, Freitag Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Michail Kornienko werden am Dienstag Morgen die Internationale Raumstation für einen sechsstündigen Außeneinsatz verlassen. Die beiden Raumfahrer werden den Komplex über das Andockmodul PIRS verlassen und an der Außenseite der Module SWESDA und SARJA arbeiten verrichten. Dies wird der erste Außeneinsatz der Expedition 24 sein.
Am Freitag legten Jurtschichin und Kornienko ihre ORLAN-Raumanzüge an und führten einen Trockenlauf der Außeneinsatzaktivitäten durch. Im Innern von PIRS überprüften sie die Systeme ihrer ORLANs, übten die Bewegung darin und testeten ihre Mobilität. Die NASA-Astronauten Tracy Caldwell-Dyson, Doug Wheelock und Shannon Walker setzten ihre wissenschaftlichen und wartungstechnischen Aktivitäten in der Station fort. Die drei Flugingenieure nahmen auch an einer Einweisung teil und führten eine Konferenz durch, um zukünftige Außeneinsätze von Shuttles und der Station aus zu diskutieren. Walker beendete auch die Arbeit am Sauerstofferzeugungssystem der Station. Das amerikanische Lebenserhaltungssystem läuft nun wieder und produziert Sauerstoff zum Atmen für die Stationsumwelt. Am Freitag Morgen erlaubte der Sonnenschein über dem Golf von Mexiko der Besatzung Photos vom aktuellen Stand der Ölverschmutzung dort zu schießen. Die Bilder wurden mit Digitalkameras mit 400- und 800-mm-Objektiven aus 350 km Höhe über dem Golf und dem Mississippi-Delta geschossen. Der nächste Außeneinsatz soll am 5. August mit den Flugingenieuren Caldwell-Dyson und Wheelock stattfinden. Die Astronauten werden die Station über die Luftschlause QUEST verlassen und eine Greifvorrichtung mit Strom- und Datenanschlüssen (PDGF) am SARJA-Modul anbringen, die die Reichweite des Stationsrobotarms CANADARM2 vergrößert und so die Möglichkeiten. Sie sollen außerdem eine alte Mehrschichtisolierung, die für die Anmontage des PDGF und der Installation der Strom und Datenanschlüsse entfernt werden muß, abwerfen. 22. Juli 2010, Donnerstag Die Expedition 24 Besatzungsmitglieder an Bord der Internationalen Raumstation bereiteten sich heute auf zwei anstehende Außeneinsätze vor und führten wissenschaftliche und wartungstechnische Arbeiten durch.
Während des Außeneinsatzes sollen Jurtschichin und Kornienko die Geräte für das automatische Rendezvous- und Andocksystem KURS an der Außenhülle des kürzlich angekoppelten Moduls RASSWET anbringen, um zukünftige Koppekungen russischer Raumfahrzeuge zu vereinfachen. In der Zwischenzeit führte Flugingenieur Doug Wheelock routinemäßige Wartungsarbeiten an den US-Raumanzügen in Vorbereitung auf den Außeneinsatz am 5. August durch. Wheelock und Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson sollen die Station verlossen, um Elektronik- und Datenkabel an der Außenseite anzubringen, mit denen die Ankoppelung des Permanenten Mehrzweckmodul LEONARDO im Rahmen der Shuttle-Mission STS-133 im November vorbereitet wird. Flugingenieurin Shannon Walker arbeitete in der US-Sektion der Station am Austausch von Komponenten des Sauerstofferzeugungssystems. Die Ingenieure analysieren noch die Arbeit der Besatzungsmitglieder der letzten paar Tage, bevor sie sie grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme des Systems geben. Caldwell-Dyson arbeitete mit dem VO2max-Experiment, bei dem die Sauerstoffaufnahme von Besatzungsmitgliedern vor, während und nach ihrem Aufenthalt an Bord der Station aufgezeichnet wird, während sie ihre Fitneßübungen absolvieren. Damit sollen die Änderungen in ihrer aeroben Kapazität bestimmt und dokumentiert werden. Der für Mittwoch geplante Austausch eines ausgefallenen Stromreglermoduls (RPCM) an einem backbordseitigen Tragwerksegment durch DEXTRE, der Feinmanipulatorerweiterung des Robotarms CANADARM2, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem während eines Tests am Dienstag ein technisches Problem aufgetreten war. Ein neuer termin für den Austausch der RPCM wurde noch nicht angesetzt. 21. Juli 2010, Mittwoch Die Expedition 24 Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation haben sich heute auf Vorbereitungen für die Außeneinsätze und auf Wartungsarbeiten konzentriert.
In der Zwischenzeit sammelten die Flugingenieure Doug Wheelock, Tracy Caldwell-Dyson und Shannon Walker für den Außeneinsatz am 5. August die Werkzeuge zusammen und wartete das Kühlsystem der amerikanischen Raumanzüge. Wheelock und Caldwell-Dyson sollen die Station verlassen, um Elektronik- und Datenkabel für die Ankoppelung des Permanenten Mehrzweckmoduls LEONARDO während der Mission STS-133 im November zu verlegen. Caldwell-Dyson arbeitete außerdem im Labormodul DESTINY am Sauerstofferzeugungssystem, wo sie die Komponenten, durch die das aufbereitete Wasser fließt, aus der der Atemsauerstoff für die Besatzung extrahiert wird, durchspülte. Der für heute geplante Austausch eines ausgefallenen Stromreglermoduls (RPCM) an einem Tragwerksegment auf der Backbordseite der Station durch DEXTRE, der zweiarmigen Erweiterung des CANADARM2, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, da während der Testaustauschprozedur am Dienstag ein noch nicht bestimmtes technisches Problem Auftrat. Die Testprozedur könnte am Donnerstag erneut versuchtwerden, aber ein neuer Termin für den Austausch des RPCM wurde noch nicht festgesetzt. 20. Juli 2010, Dienstag Robotarbeiten und Vorbereitungen für einen Außeneinsatz standen heute im Mittelpunkt der Aktivitäten der Expedition 24 Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation.
In der Zwischenzeit setzte die Expedition 24 Besatzung ihre eigenen Vorbereitungen für zwei Exkursionen aus der Station heraus fort. Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Michail Kornienko, bei de Flugingenieure, richteten die Kühlkreisläufe ihrer russischen ORLAN-Raumanzüge her, die sie während ihres sechsstündigen Außeneinsatzes am 26. Juli tragen werden. Die beiden sollen das neue Stationsmodul RASSWET mit dem automatischen Rendezvous- und Andocksystem KURS ausrüsten, um das Anlegen von russischen Raumfahrzeugen in Zukunft zu vereinfachen. Die Flugingenieure Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson setzten die Vorbereitungen für ihren Außeneinsatz (EVA) am 5. August fort. Sie führten eine Trainingssitzung mit der Vereinfachten Hilfe zur Rettung bei EVA-Notfällen (SAFER) durch. Sollte ein Raumfahrer während eines Außeneinsatzes von der Sicherungsleine gelöst werden und abtreiben, kann er mit den kleinen Stickstofftriebwerken des SAFER-Systems zur Station zurückmanövrieren. Flugingenieurin Shannon Walker assistierte bei den Vorbereitungen für den amerikanischen Außeneinsatz, indem sie die Sicherheits- und Hüftleinen auf Beschädigungen hin überprüfte und ging den Ablauf des Außeneinsatzes mit ihren Kollegen durch. Die Expedition 24 Besatzung bewältigte heute auch eine Reihe von wissenschaftlichen Aufgaben. Kommandant Aexander Skwortsow verbrachte einen Teil seines Tages mit dem russischen Experiment RUSSALKA, bei dem eine Kamera mit einem Ultraviolettfilter zur Messung der Methan- und Kohlendioxidkonzentrationen in der Erdatmosphäre eingesetzt wird. Wheelock bereitete die Beobachtungseinrichtung für Lösungen und Kristallisation für eine japanische Studie zu facettenartiger Kristallisation vor. Die Ergebnisse dieses Experiments könnten wertvolle Daten für die Herstellung hochwertiger Werkstoffe für den industriellen Gebrauch, wie supraleitender Magnete, liefern. Die Amerikaner setzten außerdem die Wartungsarbeiten am Sauerstofferzeugersystem fort. Sie spülten die Komponenten, durch die Flüssigkeiten fließen können, so daß der Sauerstoff aus dem aufbereiteten Wasser extrahiert werden kann, um als Atemluft für die Besatzung verwendet zu werden. Später assistierte Walker Wheelock bei der neuesten Folge von "Kids in Micro-Gravity!", einem Experiment, das es Schülern ermöglicht, selber eine Demonstration zu naturwissenschaftlichen Effekten zu entwickeln, die sowohl im Klassenraum auf der Erde, als auch auf der Station ausgeführt werden kann. Das heutige Thema, ein Vergleich, ob das Blasen über die Öffnung von Flaschen mit unterschiedlichem Wasserinhalt sich auf der Erde genauso anhört, wie im All, wurde von Fünftklässlern der Vaughan Grundschule in Powder Springs im US-Bundesstaat Georgia entworfen. 19. Juli 2010, Montag Die Expedition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation begann die neue Woche an Bord ihres hochfliegenden Heim mit Robotarbeiten und Vorbereitungen für zwei anstehende Außeneinsätze.
Die Flugingenieure Michail Kornienko und Fjodor Jurtschichin verbrachten Zeit damit, sich auf den ersten Außeneinsatz der Expedition 24 vorzubereiten. Die Exkursion soll am Abend des 26. Juli beginnen. Die Kosmonauten sollen das neue Modul Rasswet mit dem automatischen Rendezvous- und Andocksystem KURS ausstatten, das es unbemannten russischen Raumfahrzeugen, wie den PROGRESS-Transportern, ermöglicht, dort anzukoppeln. Desweiteren bereitete Flugingenieur Doug Wheelock die Werkzeuge für den Außeneinsatz vor, den er und Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson am 5. August durchführen sollen. Sie sollen einen Greifhalterung mit Strom- und Datenversorgung (PDGF) am SARJA-Modul anbringen. Dies geschieht in Vorbereitung auf die Ankoppelung des Permanenten Mehrzweckmoduls am Nadirport des Knotenmoduls UNITY durch die Besatzung der Mission STS-133 im November. Das MPLM LEONARDO wird derzeit am Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) zum permanenten Modul für die Station umgerüstet. Flugingenieurin Shannon Walker arbeitete mit den Experimentalsatelliten für synchronisierte Bewegungen in der Schwerelosigkeit (SPHERES). Dabei handelt es sich um eine Studie, die Techniken testet, die zu Fortschritten bei automatisierten Anlegemanövern, Satellitenwartungen, Raumfahrzeugmontage und Notfallreparaturen im All führen soll. Kommandant Alexander Skwortsow schoß Photos für das russische Meeresbeobachtungsprogramm SEINER. Das Programm testet die Wechselwirkungsverfahren zwischen den Besatzungen des russischen Segments der Station und den Schiffen der staatlichen Fischereikommission während der Suche nach und Erschließung von fischreichen Gebieten in den Weltmeeren. 16. Juli 2010, Freitag Die Bahnhöhe der Internationalen Raumstationwar am Freitag Morgen angehoben worden, als das angekoppelte Transportfahrzeug PROGRESS M-06M seine Triebwerke für rund 18 Minuten feuerte. Das Manöver brachte die Station in eine Höhe die die Abreise der Expedition 24 Besatzung im September und die Ankunft der neuen Expedition 25 Besatzungsmitglieder im Oktober unterstützt.
NASA TV wird am 21. Juli um 21 Uhr MESZ die Außeneinsatzvorbesprechung übertragen. Flugingenieur Doug Wheelock führte eine Amateurfunksitzung mit Schülern in Kanada durch. Diese Sitzung war Teil von Guiding Mosaic 2010. Dabei handelt es sich um eine internationale Veranstaltung zur Orientierung von Mädchen, die sich über die Arbeit in verschiedenen Interessensgebieten informieren möchten. Wheelock arbeitete auch am Austausch von Sensoren im Sauerstofferzeugungssystem und assistierte Kommandant Alexander Skwortsow beim Entladen des angekoppelten Transporters PROGRESS M-06M. Die Flugingenieurinnen Tracy Caldwell-Dyson und Shannon Walker setzten ein Experiment fort, das die Leistungsfähigkeit des Herzens von Besatzungsmitgliedernwährend und nach Langzeitaufenthalten in der Schwerelosigkeit mißt. Das Integrierte Herzkreislaufexperiment nutzt dafür die Ultraschallgeräte und die tragbaren Meßgeräte (Actiwatch) der Humanforschungseinrichtung (HRF). Das Actiwatch wird vom Besatzungsmitglied am Fußgelenk und an der Hüfte getragen. Messungen werden mehrere Male während einer Mission durchgeführt, wenn das Besatzungsmitglied seine Fitneßübungen durchführt und während es ruht. Die Daten werden zu den Forschern am Boden übertragen. Nach der Landung nimmt das Besatzungsmitglied dann noch an mehreren Kernspintomographieuntersuchungen teil, so daß die Wissenschaftler sehen können, ob sich eine Herzmuskelverkleinerung (Atrophie) oder eine diastolische Dysfunktion (Fehlfunktion in der Entspannungs- und Füllphase des Herzens) eingestellt hat. 15. Juli 2010, Donnerstag An Bord ihres Heims in der Erdumlaufbahn trafen die Mitglieder der Expedition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation Vorbereitungen für einen anstehenden Außeneinsatz und führten eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten.
Kommandant Alexander Skwortsow arbeitete mit dem russischen Experiment SONOCARD. SONOCARD sammelt physiologische Daten während des Schlafes, um zu untersuchen, ob es machbar ist, Daten zum Gesundheitszustand eines Besatzungsmitgliedes in Echtzeit zu bekommen, die als Grundlage für die Bewertung und die Vorhersage über die Anpassungsfähigkeit eines menschlichen Körpers bei Langzeitaufenthalten im All dienen sollen. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson setzte ihre Arbeit mit dem Kapillarströmungsexperiment fort, das die Neigung einer Flüssigkeit, in engen Röhrchen aufzusteigen oder in kleine Öffnungen hineingesogen zu werden, in der Abwesenheit von Schwerkraft untersucht. Die Ergebnisse sollen derzeitige Computermodelle, die von Entwicklern von Niedrigschwerkraftsfluidsystemen verwendet werden, verbessern und könnten den Fluidtransport auf zukünftigen Raumfahrzeugen verbessern. Flugingenieur Doug Wheelock zeichnete Daten für das japanische Experiment BIORHYTHM auf. Dieses biologische Experiment beinhaltet das Tragen eines Elektrokardiogramms (EKG) für 24 Stunden, bei denen es Messungen über die Verschiebungen in der biologischen Uhr vornimmt. Als Teil einer Bildungsstudie der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, half Flugingenieurin Shannon Walker Wheelock bei der Geschmack-im-All-Demonstration, die zeigen soll, wie sich der Geschmackssinn in der Mikroschwerkraft verändert. Die Triebwerke des Transporters PROGRESS M-06M werden am Freitag Morgen gefeuert werden, um die Bahnhöhe der Raumstation anzuheben. Das Bahnanhebungsmanöver findet in Vorbereitung auf den Start von PROGRESS M-07M und der Landung der Expedition 24 Besatzung im September, ebenso wie für den Start der Expedition 25 Besatzung im Oktober statt. Der heutige Donnerstag markierte auch den 35. Jahrestag für den Start des APOLLO- und SOJUS-Raumfahrzeugs für die historische APOLLO-SOJUS-Koppelung im All am 17. Juli 1975, die den Pfad ebnete für die Kooperation, die heute auf der Internationalen Raumstation herrscht. 14. Juli 2010, Mittwoch Die sechs Expedition 24 Besatzungsmitglieder an Bord der Internationalen Raumstation setzten auch heute ihre Vorbereitungen für den anstehenden Außeneinsatz fort und führten wissenschaftliche Tätigkeiten aus.
Kommandant Alexander Skwortsow setzte das Entladen von Fracht aus dem PROGRESS-Transporter, der am 4. Juli an der Station angelegt hatte, fort. Im US-Segment der Station kamen die Flugingenieure Tracy Caldwell-Dyson, Doug Wheelock und Shannon Walker für mehrere Stunden zusammen, um Augenuntersuchungen durchzuführen. Nachdem Wheelock das Gesundheitserhaltungssystem (HMS) aufgebaut und überprüft hatte, wechselten sie sich gegenseitig als Probanden für die Untersuchung ihrer Augen durch einen der anderen ab. Walker arbeitete außerdem mit der Rauch- und Aerosolmeßexperiment, das die Verteilung von Partikeln unterschiedlicher Größe im Rauch mißt, der bei der Verbrennung verschiedener Materialien, die auf der Raumstation vorkommen, entsteht. Die Ergebnisse werden eine Auswertung der Leistungsfähigkeit existierender Rauchmelder in US-Raumfahrzeugen ermöglichen. Caldwell-Dyson verbrachte Zeit mit dem Kapillarströmungsexperiment, das den Kapillareffekt (die Neigung einer Flüssigkeit, in sehr engen Röhren aufzusteigen oder in enge Öffnungen eingesaugt zu werden) in der Abwesenheit von Schwerkraft untersucht. Die Ergebnisse sollen derzeitige Computermodelle, die von Entwicklern von Niedrigschwerkraftsfluidsystemen verwendet werden, verbessern und könnten den Fluidtransport auf zukünftigen Raumfahrzeugen verbessern. Forscher können auf der NASA ISS Forschungsakademie vom 3. - 5. August in League City, Texas mehr über die Gelegenheiten, wissenschaftliche Experimente für die Internationale Raumstation zu entwickeln und zu fliegen, erfahren. 13. Juli 2010, Dienstag Wissenschaft und Vorbereitungen für Außeneinsätze blieben auch heute das Hauptaugenmerk der Expedition 24 Besatzung an Bord der in 350 km Höhe die Erde umkreisenden Internationalen Raumstation.
In der Zwischenzeit verbrachten die beiden Flugingenieure Fjodor Jurtschichin und Michail Kornienko den größten Teil des Morgens mit dem Zusammenstellen der Werkzeuge, die sie für ihren sechsstündigen Außeneinsatz am 26. Juli benötigen werden. Die beiden Weltraummonteure sollen das neue Stationsmodul RASSWET mit den Geräten für das automatische Rendezvous- und Andocksystem KURS auststatten. Später arbeitete Jurtschichin mit dem Experiment URAGAN (russ. für "Hurrikan"), das die Entwicklung von natürlichen und menschgemachten katastrophalen Ereignissen auf der Erde dokumentieren und vorhersagen helfen soll. Aufbauend auf einer Reihe von visuellen Beobachtungen, die an Bord der Raumstation MIR begannen, könnte URAGAN Forschern und Kosmonauten die Gelegeneheit bieten, zuständige Behörden über bevorstehende Katastrophen zu informieren. Kommandant Alexander Skwortsow arbeitete im russischen Segment der Station, wo er Staubfilter auswechselte und das Entladen der Fracht vom jüngst eingetroffenen Transporter PROGRESS M-06M fortsetzte. Skwortsow assistierte auch Kornienko bei einer Studie über die Auswirkungen von Stress auf die Fähigkeit eines Kosmonauten, während Langzeitaufenthalten im All ein Raumfahrzeug manuell zu steuern. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson führte Problembehandlung an der Videoanlage des Fluidwissenschaftlichen Labors (FSL) durch, überprüfte die Stecker an der Anlage und photographierte die Konfiguration für weitere Untersuchungen durch die Spazialisten auf der Erde. Caldwell-Dyson assistierte außerdem Walker bei der neuseten Ausgabe von "Kids in Mikro-Gravity!", einem Experiment, daß es Schülern ermöglicht, quasi selbst Hand anzulegen bei der Entwicklung einer Demonstration, die sowohl im Klassenraum, als auch auf der Station durchgeführt werden kann. Heute wurde eine Untersuchung von Flüssigkeiten in der Mikroschwerkraft durchgeführt, die von Achtklässlern an der Virginia Akademie in Ashburn im US-Bundesstaat Virginia entwickelt wurde. Forscher können auf der NASA ISS Forschungsakademie vom 3. - 5. August in League City, Texas mehr über die Gelegenheiten, wissenschaftliche Experimente für die Internationale Raumstation zu entwickeln und zu fliegen, erfahren. 12. Juli 2010, Montag Nachdem sie am Wochenende einige Freizeit genießen konnten, ist die Expedition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation heute wieder an die Arbeit zurückgekehrt. Dabei bereitete sie sich auf eine Reihe von anstehenden Außeneinsätzen vor, führte routinemäßige Wartung durch und arbeitete mit wissenschaftlichen Experimenten.
Flugingenieur Doug Wheelock führte das regelmäßige Spülen der Kühlleitungen in den US-Raumanzügen durch, die er und Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson während des Außeneinsatzes am 5. August tragen sollen. Während des Außeneinsatzes sollen sie eine Greifhalterung mit Strom- und Datenanschluß (PDGF) für den CANADARM2 und DEXTRE auf dem SARJA-Modul anbringen, die neue Zugangsmöglichkeiten für Außeneinsätze eröffnet. Sie sollen auch Verkabelung für die Ankoppelung des permanenten Mehrzweckmoduls anbringen, das im November mit der Raumfähre DISCOVERY im Rahmen der Mission STS-133 zur Station geliefert werden soll. Kommandant Alexander Skwortsow arbeitete im russischen Segment der Station, wo er routinemäßige Wartung an den Systemen durchführte und Luft- und Strahlungsproben zu Analysezwecken einsammelte. Er hatte auch Zeit, um einen Film zu drehen, der die Arbeiten mit den Stationsnutzlasten dokumentiert. Caldwell-Dyson verbrachte Zeit mit der Einrichtung und Inbetriebnahme des EarthKAM-Experimentes. EarthKAM ist ein Bildungsexperiment, die es Schülern von Mittelschulen ermöglicht eine Digitalkamera an Bord der Station zu programmieren, um eine Anzahl von geographischen Zielen zur Untersuchung im Klassenraum zu photographieren. Die Photos werden im Internet bereitgestellt und können von teilnehmenden Schulen auf der ganzen Welt eingesehen werden. Lehrkräfte können diese Bilder für Projekte in Erdkunde, Geographie, Physik und Sozialkunde einsetzen. Flugingenieurin Shannon Walker sammelte Proben von verschiedenen Stellen auf der Station zur Analyse und führte ein privates medizinisches Gespräch mit Flugärzten am Boden. Das Sauerstofferzeugungssystem (OGS) im US-Segment der Station ist derzeit abgeschaltet. Der Grund für die Fehlfunktion des Systems wird in der Verunreinigung der Membran der Wasserstoffkuppel (H2) vermutet. Der pH-Wert des Wassers im Kreislauf liegt bei 4,0 (sauer), was zur Zersetzung einiger der die Kuppel verwendeten Werkstoffe geführt hat. Dies hatte offenbar die Verunreinigung der Membran zur Folge. Die Teams in Houston arbeiten derzeit an einem Plan, den Wasserrückkreislauf erst zu reinigen, bevor die H2-Kuppel gegen ein auf der Station verfügbares Ersatzteil ausgetauscht wird. Durch das Wasserreinigungsverfahren soll auch der pH-Wert auf einen neutraleren Wert gebracht werden. Die Sauerstoffkonzentration auf der Station wird in der Zwischenzeit mit dem russischen ELEKTRON und mit Sauerstoff aus den PROGRESS-Tanks aufrecht gehalten. Die Arbeiten, um das OGS wieder in Gang zu bringen, sollen zum Ende der Woche beginnen. 9. Juli 2010, Freitag Flugingenieur Doug Wheelock hat heute Experimentalausrüstung im Integrierten Experimentalschrank für Verbrennungsforschung (CIR) ausgetauscht, der Teil der Forschungseinrichtung für Fluid- und Verbrennungsforschung (FCF) im Labormodul DESTINY ist. Das CIR stellt eine Experimentaleinrichtung zur Verfügung, mit der die Verbrennung von Tröpfchen, Feststoffen und Gasen in der Mikroschwerkraft untersucht werden kann.
Der Sanitär- und Hygienebereich funktioniert seit Donnerstag Abend wieder normal. Die NASA-Astronauten Wheelock und Walker tauschten einen fehlerhaften Pumpenabscheider in der Toilette im Knotenmodul TRANQUILITY aus. Die russischen und amerikanischen Besatzungsmitglieder setzten eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten fort. Die Untersuchungen gingen vom Studieren einzigartiger Werkstoffe und Gase, über die Beobachtung der städtischen und natürlichen Merkmale der Erde, bis hin zu Experimenten, die bei Kindern das Interesse an Wissenschaft und Weltraumerkundung wecken sollen. Das Plasmakristallexperiment, ein laufendes russisches Forschungsvorhaben, untersucht, wie Plasmastaubstrukturen die Umgebung der Station beeinflussen, wenn sie der ultravioletten Strahlung im Weltraum ausgesetzt werden. Die Kosmonauten Skwortsow und Kornienko richteten das Experiment ein und überwachten es zusammen mit den Spezialisten auf dem Boden. Kosmonaut und Flugingenieur Fjodor Jurtschichin richtete die Video- und Photoausrüstung für das Experiment URAGAN ein und benutzte sie. URAGAN ist ein russisches Langzeitexperiment, das die Veränderungen, die durch Katastrophen auf der Erde wie Wirbelstürmen, Erdbeben und menschgemachten Unglücken, hervorgerufen werden, dokumentiert. Die Astronautinnen Caldwell-Dyson und Walker führten das "Kinder in Mikro-G"-Experiment und das "Künstler in Niedriger Schwerkraft"-Experiment durch. Diese Experimente untersuchen, wie einfache Phänome, die man auf der Erde beobachten kann, in der Mikroschwerkraft anders aussehen. So beobachtet zum Beispiel ein Experiment, wie anders es in der Schwerelosigkeit klingt, wenn man über eine Flasche mit unterschiedlichen Wassermengen darin bläst. Schüler und Lehrer auf der Erde können über einen Videoverbindung zusammen mit den Flugingenieuren an dem Experiment auf dem Außenposten teilnehmen. Der neue Frachttransporter PROGRESS M-06M, der Nahrungsmittel, Treibstoff und andere Versorgungsgüter angeliefert hat, wird weiter entladen. Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko tauschten die neuen Güter gegen Müll und andere nicht mehr benötigte Gegenstände, die entsorgt werden sollen aus. Die sechsköpfige Expedition 24 Besatzung nahm außerdem an einer regelmäßigen Feuerlöschübung teil. In dem unwahrscheinlichen Fall einer Notsituation, kann die Besatzung die Station verlassen, Schutz in den zwei angekoppelten SOJUS-Kapseln suchen und für eine sichere Rückkehr zur Erde von der Station ablegen. 8. Juli 2010, Donnerstag Die Expeditition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation war heute mit einer Vielzahl von Wartungstätigkeiten, Frachttransfers und Vorbereitungen auf anstehende Außeneinsätze beschäftigt.
Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Michail Kornienko und Fjodor Jurtschichin entluden Fracht aus dem Transporter PROGRESS M-06M, das am Sonntag mithilfe des automatischen Rendezvous- und Andocksystems KURS an der ISS angelegt hatte. Die Besatzungsmitglieder arbeiteten auch mit Spezialisten auf der Erde zusammen, um das russische telerobotisch betriebene Rendezvoussystem TORU zu testen, das vermutlich den Abbruch des Anlegeversuchs des PROGRESS am Freitag verursacht hatte. Erste Tests konnten das Problem nicht replizieren, das offenbar durch das Einschalten des TORU TV-Senders ausgelöst wurde. Die Analyse wird fortgesetzt. Flugingenieurin Shannon Walker führte das routinemäßige Spülen der Kühlmittelleitungen in den Raumanzügen durch, die Wheelock und Caldwell-Dyson bei ihrem Außeneinsatz im August tragen sollen. Ein weiterer Außeneinsatz zur weiteren Ausstattung des jüngst angekoppelten Moduls RASSWET ist für Ende Juli geplant und soll von Jurtschichin und Kornienko in russischen Raumanzügen ausgeführt werden. Walker nahm sich auch ein paar Minuten, um mit drei Fernsehsendern in Houston, Texas über den Fortschritt ihrer Mission und das Leben an Bord der Station zu sprechen. Walker ist die erste gebürtige Einwohnerin von Houston, die in's All fliegt. Nach einem Bericht der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist die Toilette im amerikanischen Segment der Station immer noch außer Betrieb und die amerikanischen Astronauten benutzten inzwischen die Toilette im russischen Segment. Trotz Austausch des fraglichen Teils habe die Toilette des Sanitär- und Hygienebereichs noch nicht wieder den Normalbetrieb aufgenommen. Es gebe zwar noch weitere Ersatzteile an Bord, aber die Fehlerursache sei noch immer nicht bekannt. 7. Juli 2010, Mittwoch Die sechs Expedition 24 Besatzungsmitglieder an Bord der Internationalen Raumstation konzentrierten sich heute auf Wartungsarbeiten und Forschungstätigkeiten.
In der Zwischenzeit setzten Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko das Entladen und Registrieren der Fracht des Transporters PROGRESS M-06M fort, der am Sonntag Abend um 18:17 Uhr MESZ mithilfe des automatischen Rendezvous- und Andocksystems KURS an der ISS angelegt hatte. Skwortsow führte auch Tests am russischen telerobotisch betriebenen Rendezvoussystem TORU durch, bei dem am Freitag ein Senderproblem aufgetreten war, das den Abbruch des ersten Ankopplungsversuches des PROGRESS verursacht hatte. Die Analyse des Problems durch russische Spezialisten geht indes weiter. Unter den vielen wissenschaftlichen Aktivitäten an Bord der Station arbeitete Flugingenieurin Shannon Walker mit dem VO2max Experiment, das die Aufzeichnung der Sauerstoffaufnahme eines Besatzungsmitgliedes bei seinen Fitneßübungen vor während und nach seinem Aufenthalt auf der Station beinhaltet, um die Veränderungen in seiner aeroben Kapazität auszuwerten und zu dokumentieren. Caldwell-Dyson arbeitete mit dem Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2, das die Art und Weise untersucht, wie sich Zinnteilchen in einer Zinn-Blei-Schmelze während des Erstarrungsvorgangs ohne Einwirkung der Erdschwerkraft vergrößern (ein Vorgang der "Vergröberung" genannt wird). Diese Arbeit findet direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter Werkstoffe, die für die Anwendung in der Luft- und Raumfahrt wichtig sind. Flugingenieur Fjodor Jurtschichin arbeitete mit dem russischen Experiment RELAXATION, das die Strahlungsmuster in der Erdionosphäre beobachtet. Skwortsow und Kornienko verbrachten Zeit mit dem Plasmakristall-3 Plus Experiment, das das Verhalten von elektrisch geladenen Staubteilchen in der Weltraumumgebung untersucht. 6. Juli 2010, Dienstag Nachdem sie gestern einen leichten Arbeitstag genießen durften, der dem verspäteten Anlegen des russischen Frachters am Wochenende folgte, gingen die Besatzungsmitglieder der Expedition 24 heute wieder an die Arbeit, um sich auf eine Reihe anstehender Außeneinsätze vorzubereiten und routinemäßige Wartungsarbeiten durchzuführen.
Nach der täglichen Planungskonferenz mit den Teams aus den USA, Rußland, Deutschland und Japan gingen Caldwell-Dyson und Flugingenieur Doug Wheelock die Aufgaben durch, die sie auf einem der beiden Außeneinsätze, die für August geplant sind, ausführen sollen. Die beiden Raumfahrer verstaute später Ausrüstung für Außeneinsätze und setzte Schalter in der US-Luftschleuse zurück. Zusätzlich zu den beiden geplanten Exkursionen von Caldwell-Dyson und Wheelock findet Ende Juli noch ein Außeneinsatz von den Flugingenieuren Fjodor Jurtschichin und Kornienko zur Ausstattung des jüngst angekoppelten Moduls RASSWET statt. Später bereitete Caldwell-Dyson eine weitere Probe für das Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2 vor, das die Art und Weise untersucht, wie sich Zinnteilchen in einer Zinn-Blei-Schmelze während des Erstarrungsvorgangs ohne Einwirkung der Erdschwerkraft vergrößern (ein Vorgang der "Vergröberung" genannt wird). Diese Arbeit findet direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter Werkstoffe, die für die Anwendung in der Luft- und Raumfahrt wichtig sind. Skwortsow und Kornienko verbrachten einen Teil ihres Tages mit dem Entladen und Registrieren der Fracht aus dem gerade angekommenen Frachter PROGRESS M-06M. Das Anlegen war am Sonntag einwandfrei vom automatischen Andocksystem KURS des PROGRESS ausgeführt worden. Ein Andockversuch am Freitag war abgebrochen worden, als die Telemetrieverbindung zwischen dem PROGRESS und der ISS rund 25 Minuten vor dem geplanten Anlegen ausfiel. Im Labormodul DESTINY arbeitete Walker am Austausch von Rohrleitungen im Sanitär- und Hygieneabteil. Sie unterbrach diese Arbeit kurz, um sich für ein Interview mit Radio- und Zeitungsreportern in ihrer Heimatstadt Houston zu Caldwell-Dyson und Wheelock im Labormodul KIBO zu gesellen. Wheelock tauschte ein Testmodul für das Experiment über eingeschränkte Dampfblasen im Integrierten Fluidexperimentalschrank in der Fluid- und Verbrennungsforschungseinrichtung für einen weiteren Test aus. Daten von diesem Experiment sollen zu Optimierung in Wärmetransportsystemen zukünftiger Raumfahrzeuge führen. Jurtschichin reinigte Lüfterschirme und brachte später einen Schutzschirm nahe der russischen Mannschaftsquartieren im Servicemodul SWESDA an. 4. Juli 2010, Sonntag Der Versorgungstransporter PROGRESS M-06M hat am heutigen Sonntag um 18:17 Uhr MESZ erfolgreich am Servicemodul SWESDA der Internationalen Raumstation angelegt. Das Ankoppelungsmanöver wurde problemlos vom automatischen Andocksystem KURS ausgeführt. Der PROGRESS bringt 870 kg Treibstoff, 50 kg Sauerstoff und Luft, 100 kg Wasser und 1210 kg an Ausrüstung, Ersatzteilen und Experimenten für die Expedition 24 Besatzung zur Internationalen Raumstation. Er war am 30. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus gestartet. Ein Andockversuch am Freitag, 2. Juli war abgebrochen worden, als die Telemetrie zwischen dem PROGRESS und der Internationalen Raumstation rund 25 Minuten vor dem geplanten Anlegen verloren ging. Die wahrscheinlichste Ursache für den Abbruch des Anlegemanövers am Freitag wurde auf das Einschalten des TORU-TV-Senders KLEST zurückgeführt, der mit dem TORU-System selbst interferierte und so den Verlust der TORU-Kommandoverbindung zwischen dem PROGRESS und der ISS führte, was den Abbruch des PROGRESS-Andockmanövers auslöste. TORU war für das heutige Anlegemanöver nicht eingeschaltet. Das TORU TV-System soll Stationskommandant Alexander Skwortsow einen Blick auf das Andockziel SWESDAs zur Verfügung stellen, wenn er den PROGRESS manuell mit einem Steuerknüppel vom Servicemodul aus ankoppeln muß. Die Expedition 24 Besatzungsmitglieder überwachten die Ankunft des Raumfahrzeugs. Die Besatzung wird am Montag einen freien Tag genießen, an dem sie den amerikanischen Unabhängigkeitstag begehen können. 1. Juli 2010, Donnerstag
Während der PROGRESS sich heute auf dem Weg zum Orbitalkomplex befand, trafen die Expedition 24 Besatzungsmitglieder Vorbereitungen für seine Ankunft und arbeiteten mit einer Reihe von wissenschaftlichen Experimenten. Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail nKornienko hatten eine Konferenz mit Spezialisten auf der Erde, um die Andockverfahren für die Ankunft des PROGRESS durchzusprechen. Der PROGRESS soll mithilfe seines automatischen Andocksystems KURS am Freitag um 18:58 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation anlegen. Um Platz für den PROGRESS zu machen, hatte die Expedition 24 Besatzung die SOJUS TMA-19 am Montag an das Modul RASSWET umversetzt. Flugingenieur Doug Wheelock arbeitete mit dem VO2max Experiment, das die Aufzeichnung der Sauerstoffaufnahme der Besatzungsmitglieder während der Fitneßübungen vor, während und nach einem Aufenthalt an Bord der Station beinhaltet, um die Änderungen in ihrer aeroben Kapazität zu bestimmen und zu dokumentieren. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson arbeitete mit dem Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2, das die Art und Weise untersucht, wie sich Zinnteilchen in einer Zinn-Blei-Schmelze während des Erstarrungsvorgangs ohne Einwirkung der Erdschwerkraft vergrößern (ein Vorgang der "Vergröberung" genannt wird). Diese Arbeit findet direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter Werkstoffe, die für die Anwendung in der Luft- und Raumfahrt wichtig sind. Als neueste Expedition 24 Besatzungsmitglieder hatten die Flugingenieure Fjodor Jurtschichin, Shannon Walker und Wheelock einige Zeit für Orientierung auf ihrem Arbeitsplan, die ihnen dabei helfen soll, sich an die schwerelosen Umgebung anzupassen und sich an Bord der Station zurechtzufinden. Das Trio war am 17. Juni an Bord der SOJUS TMA-19 auf der Station eingetroffen. 30. Juni 2010, Mittwoch
Er soll am Freitag um 18:58 Uhr MEZ an der Internationalen Raumstation anlegen. Er ist beladen mit 870 kg Treibstoff, 50 kg Sauerstoff und Luft, 100 kg Wasser und 1210 kg an Ausrüstung, Ersatzteilen und Experimenten. Um Platz für den PROGRESS zu machen, hatte die Expedition 24 Besatzung die SOJUS TMA-19 am Montag an das Modul RASSWET umversetzt. Zusammen mit seinen Besatzungskollegen Doug Wheelock und Shannon Walker hatte Flugingenieur Fjodor Jurtschichin die SOJUS vom Hinteren Ende des Servicemoduls SWESDA abgekoppelt und dann manuell zum RASSWET-Modul herübergesteuert, wo er sie erfolgreich wieder ankoppelte. Dies war die erste Koppelung an RASSWET, das im Mai im Rahmen der Mission STS-132 von der Raumfähre ATLANTIS zur Station geliefert worden war. Der PROGRESS ist vom Aussehen und Aufbau den bemannten SOJUS-Raumfahrzeugen ähnlich. Das hintere der drei Module, das Instrumenten- und Antriebsmodul ist bei beiden nahezu identisch. Aber das mittlere ist beim PROGRESS ein Betankungsmodul, während es bei der SOJUS die Wiedereintrittskapsel ist. Und das oberste Modul ist beim PROGRESS das eigentliche Frachtmodul, während es bei der SOJUS das Orbitalmodul ist, in dem sich die Besatzung während der zwei Tage Flug zur ISS vornehmlich aufhalten kann. 29. Juni 2010, Dienstag Nach der Umversetzung einer SOJUS am Montag konzentrierte sich die Expedition 24 Besatzung heute auf Systemwartung und wissenschaftlichen Experimenten und setzte die Orientierungsaktivitäten für die drei neuesten Besatzungsmitglieder fort.
Kornienko begann seinen Arbeitstag mit dem Photographieren des Andockkonus des RASSWET-Moduls, um Kratzer zu dokumentieren, die beim Anlegen der SOJUS entstanden sind. Er führte auch Wartung am Lebenserhaltungssystem in SWESDA aus und führte eine Betriebsprüfung von Geräten durch, die an Steckdosen des russischen Segments der Station angeschlossen sind. Die neuesten Mitglieder Expedition 24 Besatzung, Jurtschichin, Wheelock und Walker, verbrachten einen Teil des Tages mit Aktivitäten, die ihnen helfen sollen, sich auf der Station zurechtzufinden und sich der Schwerelosigkeitsumgebung anzupassen. Die drei Flugingenieure übten zusammen mit Skwortsow Verfahren, um die Station im Notfall so schnell wie möglich zu sichern und ihre SOJUS zu besteigen. Neben den Orientierungsaktivitäten zusammen mit den länger an Bord lebenden Besatzungsmitgliedern haben alle neuen Besatzungsmitglieder in den ersten zwei Wochen täglich eine Stunde frei, um die Station selbst zu erkunden. Caldwell-Dyson arbeitete mit dem Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2, das die Art und Weise untersucht, wie sich Zinnteilchen in einer Zinn-Blei-Schmelze während des Erstarrungsvorgangs ohne Einwirkung der Erdschwerkraft vergrößern (ein Vorgang der "Vergröberung" genannt wird). Diese Arbeit findet direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter Werkstoffe, die für die Anwendung in der Luft- und Raumfahrt wichtig sind. Zusätzlich assistierte Caldwell-Dyson am Nachmittag den Flugleittechnikern bei der Überprüfung neuer Programmpakete für den 17,7 Meter langen Robotarm CANADARM 2. In der Zwischenzeit nahm Walker an mehreren Experimenten teil, die die Effekte von Langzeitaufenthalten im All auf Astronauten untersuchen. Bei einer dieser Untersuchungen, PRO K, überwachen Wissenschaftler die Ernährung Walkers während der Mission, um herauszufinden, ob ein verringertes Verhältnis von tierischem Eiweiß zu Kalium zu einer Verringerung des Knochenabbaus führt. Forscher gehen davon aus, daß diese Studie zu einer besseren Bestimmung der Ernährungserfordernissen für zukünftige Raumfahrer führen wird, und Methoden bereitstellt, dem Knochenabbau mit praktisch keinen Nebenwirkungen entgegenzuwirken. Am Kosmodrom Baikonur in Kasachstan wird derzeit das nächste russische Versorgungsraumfahrzeug für den Flug zum Außenposten auf der Startrampe bereitgemacht. Der Start von PROGRESS M-06M soll am Mittwoch um 17:35 Uhr MESZ erfolgen. Der Transporter soll am Freitag mit 870 kg Treibstoff, 50 kg Sauerstoff und Luft, 100 kg Wasser und 1210 kg an Ausrüstung, Ersatzteilen und Experimenten an der Station anlegen. 28. Juni 2010, Montag In der Umlaufbahn hoch über der Erde haben heute drei Mitglieder der Expedition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation ihre SOJUS TMA-19 umversetzt.
Die Flugdirektoren hatten den Flug kurzfristig verschoben, weil eine elektrische Fehlfunktion an der ferngesteuerten Verriegelung des Betawinkelstromreglers an der Solarzellenfläche 4B des Tragwerksegments P4 aufgetreten war. Sobald die Solarzellenfläche in die Richtige Position gedreht und eingerastet war, konnte die Operation wie geplant fortgesetzt werden. Der kurze Flug und das ankoppeln mußten manuell durchgeführt werden, da RASSWET noch nicht mit dem automatischen Rendezvoussystem KURS ausgestattet ist. Erst am 26. Juli werden Jurtschichin und Flugingenieur Michail Kornienko bei einem Außeneinsatz das Modul mit einem KURS-Andockziel, Strom-, Daten und Ethernetkabeln ausstatten. Die Umversetzung macht den Andockport Swesdas für die Ankunft von PROGRESS M-06M frei, der am Freitag an der Station ankommen soll. Der Frachttransporter soll am Mittwoch um 17:35 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan starten. Der neue PROGRESS ist mit 870 kg Treibstoff, 50 kg Sauerstoff und Luft, 100 kg Wasser und 1210 kg an Ausrüstung, Ersatzteilen und Experimenten beladen. In der Zwischenzeit assistierte Kornienko Kommandant Alexander Skwortsow bei einer Experimentensitzung des russischen Experiments PILOT-M. PILOT-M testet die Pilotenfähigkeiten in einer Simulation auf einem Mobilrechner unter Stopuhrbedingungen, wobei die Reaktionen von Kosmonauten auf Streßfaktoren während des Fluges getestet werden. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson verbrachte Zeit mit der Analyse von Wasserproben aus dem Wasserrückgewinnungssystem des Außenpostens. 25. Juni 2010, Freitag Die drei neuen Expedition 24 Besatzungsmitglieder sollen am Montag ihre SOJUS TMA-19 vom hinteren Ende des Servicemoduls SWESDA zum RASSWET.Modul umversetzen. Das Ablegen soll um 19:58 Uhr MESZ erfolgen und das erneute Anlegen kurze Zeit später um 20:23 Uhr MESZ. Die Flugingenieure Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker verbrachten den Freitag mit Vorbereitungen für die Umversetzung. Das Trio führte eine Trainingsübung durch, sprachen mit den russischen Flugleittechnikern und testeten das SOJUS-Bewegungssteuerungssystem.
Walker und Wheelock trugen Armbandmeßgeräte, die ihren Herzschlag während der Übungen auf einem Fahrradergometer und dem Laufband aufzeichneten. Die Daten wurden zu Spezialisten auf der Erde übertragen, die die Leistungsfähigkeit der Besatzung in der Mikroschwerkraft überwachen und abschätzen. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson versuchte ein Problem am Laufband COLBERT zu lösen, nachdem sie ein Geräusch gehört hatte, als sie es benutzen wollte. Die Bodentechniker denken, daß das Laufband an einem Abdeckblech reibt und wollten, das Geräusch beheben, bevor die Fitneßübungen auf dem Gerät fortgesetzt werden. Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko überprüften die Werkzeuge, die für die Überwachung von Außeneinsätzen vom Innern der Station benötigt werden. Sie nahmen arbeiteten außerdem mit verschiedenen russischen Experimenten. Die sechsköpfige Besatzung fuhr mit Aktivitäten fort, um die neuen Besatzungsmitglieder mit der Station und ihren Systemen vertraut zu machen. Die Neuankömmlinge nahmen auch an Sicherheitsübergabeeinweisungen teil. 24. Juni 2010, Donnerstag Expedition 24 Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Michail Kornienko und Tracy Caldwell-Dyson nahmen heute an einer Notfall-SOJUS-Evakuierungsübung teil, um für den unwahrscheinlichen Fall vorbereitet zu sein, daß während der Umversetzung der SOJUS TMA-19 vom hinteren Andockport SWESDAs zum RASSWET-Modul ein Unfall passiert, der eine Evakuierung der Station erforderlich macht.
Um sich mit ihrem neuen Heim auf dem orbitalen Außenposten besser vertraut zu machen, setzten Wheelock, Walker und Jurtschichin ihre Orientierungsaktivitäten auch heute fort. Während des Tages hatte Wheelock einige Zeit reserviert, um an ein paar biomedizinischen Experimenten teilzunehmen, darunter das PASSAGES Experiment, das mithilfe visuelle Übungen untersucht, wie Astronauten visuelle Informationen in der Mikroschwerkraftsumgebung an Bord der Station interpretieren. Er arbeitete auch mit dem Experiment über Körper in der Weltraumumgebung (BISE), das ermittelt, wie die Wahrnehmung und Orientierung durch Langzeitraumflüge beeinflußt wird. Diese Experimentsitzung wurde von Caldwell-Dyson photographiert. Caldwell-Dyson führte auch eine Routineinspektion an einigen der tragbaren Notfallausrüstungsgeräten durch, darunter dem tragbaren Beatmungsgerät und dem tragbaren Feuerlöscher. 23. Juni 2010, Mittwoch Die Expedition 24 Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation war heute mit einer Reihe von wartungstechnischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten beschäftigt, während sie die Erde umrundeten. Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko testeten das manuelle Andocksystem TORU der Station für die Umversetzung der jüngst eingetroffenen SOJUS TMA-19 am Montag. Die SOJUS soll zum RASSWET-Modul hinüberbewegt werden, der neuesten Komponente der Station, was den Kopplungsstutzen am Ende des Servicemoduls SWESDA für die Ankunft des Transporters PROGRESS M-06M am 2. Juli freimacht.Zusammen mit seinen Besatzungskollegen, den Flugingenieuren Doug Wheelock und Shannon Walker, soll Fjodor Jurtschichin um 19:58 Uhr MESZ die SOJUS TMA-19 vom SWESDA-Modul abkoppeln und rund 25 Minuten später an RASSWET wieder anlegen.
Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson baute das Gerät zur Massenbestimmung durch lineare Beschleunigung im All (SLAMMD) auf und führte Körpermassenbestimmungen durch. Wheelock und Walker taten es ihr anschließend nach. SLAMMD folgt dem zweiten Newton'schen Gesetz, indem es zwei Federn eine bekannte Kraft gegen ein Besatzungsmitglied an einem Auslegerarm aufbringen läßt, und die daraus resultierende Beschleunigung zur Berechnung der Masse des Probanden verwendet. Damit wird das Besatzungsmitglied effektiv gewogen. Caldwell-Dyson arbeitete außerdem mit dem Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2, ein Experiment, das die Kinetik des Wachstums von Erstarrungskeimen in Metallegierungsschmelzen untersucht. Jurtschichin arbeitete mit demExperiment PILOT-M. PILOT-M ist ein laufendes Experiment, das die Effekte von Langzeitaufenthalten im All und Streß auf die Fähigkeit eines Besatzungsmitgliedes, manuelle Aufgaben bei der Raumfahrzeugsteuerung auszuführen, untersucht. Walker Jurtschichin und Walker fuhren damit fort, sich mit der Station vertraut zu machen. Die drei neuen Flugingenieure hatten eine Stunde Freizeit, um den Aufbau und die Konfiguration ihres orbitalen Heims zu studieren, in dem sie die nächsten fünfeinhalb Monate verbringen werden, und zu lernen sich in seinem bewohnbaren Raum zu bewegen. 22. Juni 2010, Dienstag Nach der kürzlichen Erweiterung der Expedition 24 Besatzung auf sechs Personen haben die Bewohner der Internationalen Raumstation heute eine Reihe von wissenschaftlichen und wartungstechnischen Aufgaben bewältigt.
Wheelock und Walker arbeiteten im Labormodul DESTINY, wo sie mit dem Einbau und der Ausstattung der Forschungseinrichtung für Fensterbeobachtung, einem Schrank der um ein 50 cm durchmessendes Fenster aufgebaut ist, begannen. Dieser Schrank dient als Befestigungsgestell für Kameras und Abtastgeräte, die vor dem Fenster montiert werden sollen und stellt Strom und Datenverbindungen für diese Instrumente zur Verfügung. Caldwell-Dyson führte die dritte Sitzung mit einem Experiment durch, das die Änderungen in der aeroben Kapazität eines Astronauten während Langzeitaufenthalten im All untersucht. Die NASA ist an der Verfolgung dieser Veränderungen interessiert, da eine Verminderung der Sauerstoffaufnahme direkte Auswirkungen auf die Fähigkeit eines Besatzungsmitgliedes hat, anstrengende Arbeiten, wie Außeneinsätze oder Notfallmaßnahmen, auszuführen. Im russischen Segment der Station arbeitete Kornienko mit RUSALKA, einem Experiment, das aus der Ferne die Konzentrationen von Methan und Kohlendioxid in der Erdatmosphäre mißt, während Jurtschichin einige Zeit mit dem Entladen kleiner Frachtgegenstände aus der am Ende des Servicemoduls SWESDA angekoppelten SOJUS TMA-19 verbrachte. Das SOJUS-Raumfahrzeug wird am Montag zum RASSWET-Modul umversetzt, der neuesten Komponente der Station. Jurtschichin, Wheelock und Walker werden gemeinsam an Bord mit der SOJUS TMA-19 um 19:58 Uhr MESZ von SWESDA abkoppeln und rund 25 Minuten später wieder an RASSWET ankoppeln. Dies macht den SWESDA-Port frei für die Ankunft der PROGRESS M06-M am 2. Juli. 21. Juni 2010, Montag Nach einer freien Zeit am Wochenende nahmen die sechs Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation Arbeit an Experimenten wieder auf und fuhren damit fort, sich mit den Stationssystemen vertraut zu machen.
Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson arbeitete mit dem Experiment zur Vergröberung in Fest-Flüssig-Mischungen 2 (CSLM-2). CSLM-2 untersucht die Kinetik des Wachstums von Erstarrungskeimen in einer flüssigen Metallmatrix. Diese Arbeit findet eine direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter Werkstoffen für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt. Alle sechs Besatzungsmitglieder nahmen an der routinemäßigen Messung der Körpermasse teil, für die Flugingenieur Michail Kornienko die Ausrüstung aufbaute. Dieses russische biomedizinische Routineverfahren verwendet spezielle "Waagen", um die Körpermasse in der Schwerelosigkeit zu bestimmen. Die Flugingenieure Doug Wheelock und Shannon Walker fuhren mit der Orientierung auf der Station fort, um ihr neues Heim besser kennenzulernen. Mit der Unterstützung von Walker arbeitete Wheelock mit dem Mannschaftsrückhaltesystem als Teil seiner Orientierung als medizinischer Offizier an Bord des Komplexes. Jurtschichin, Wheelock und Walker waren am 17. Juni mit ihrer SOJUS TMA-19 an der Station angekommen, als das russische Raumfahrzeug am hinteren Andockport des Servicemoduls SWESDA anlegte. Die neuen Flugingenieure waren zuvor am 15. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Am nächsten Montag, dem 28. Juni, werden Jurtschichin, Wheelock und Walker erneut an Bord der SOJUS TMA-19 steigen, um einen kurzen Flug zu absolvieren, bei dem die SOJUS vom SWESDA-Modul an das neue Miniforschungsmodul RASSWET umversetzt werden soll. Dies soll den hinteren Port SWESDAs für die Ankunft des unbemannten Frachters PROGRESS M06-M am 2. Juli freimachen. 18. Juni 2010, Freitag Drei neue Expedition 24 Besatzungsmitglieder sind heute Nacht auf der Internationalen Raumstation angekommen. Die Flugingenieure Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker haben um 0:21 Uhr MESZ mit ihrer SOJUS TMA-19 am hinteren Andockport des Servicemoduls SWESDA angelegt. Um 2:52 Uhr MESZ wurden die Schotts zwischen der Station und dem SOJUS-Raumfahrzeug geöffnet. Die neuen Stationsbewohner wurden von Kommandant Alexander Skwortsow und den Flugingenieuren Michail Kornienko und Tracy Caldwell-Dyson herzlich begrüßt und begannen dann mit den Sicherheitseinweisungen und den Aktivitäten, um sich mit der Station vetraut zu machen. Der Direktor des Johnson Raumfahrtzentrums, Mike Coats, und der NASA-Administrator für bemannte Raumfahrt, Bill Gerstenmaier, waren beide in Rußland, um der neuen Besatzung ihre Glückwünsche zu übermitteln. Familien, Freunde und Kollegen übermittelten ebenfalls ihre besten Wünsche während einer Videokonferenz direkt nach dem Öffnen der Schotts. Bevor die SOJUS TMA-19 ankam, hatte die Stationsbesatzung ihre Schlafrhythmus verschoben, um die Neuankömmlibge begrüßen zu können. Die sechsköpfige Besatzung ist erst spät am Freitag Morgen schlafen gegangen und wird am Samstag den halben Tag frei haben, bevor sie mit den Orientierungsaktivitäten an Bord des Orbitallabors beginnt. 17. Juni 2010, Donnerstag Die Expedition 24 Flugingenieure Doug Wheelock, Shannon Walker und Fjofor Jurtschichin sind in der Nacht zum Freitag um 0:21 Uhr an der Internationalen Raumstation angekommen. Das Trio hatte seine Reise am späten Mittwoch Abend begonnen, als sie um 23:35 Uhr MESZ mit ihrer SOJUS TMA-19 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet waren.
Nach Abschluß der Dichtigkeitstests sollen die Schotts zwischen den beiden Raumfahrzeugen gegen 5:25 Uhr MESZ geöffnet werden. Skwortsow, Caldwell-Dyson und Kornienko, die am 4. April an Bord der SOJUS TMA-18 zur Station gekommen waren, werden dann die neuen Expedition 24 Besatzungsmitglieder auf ihrem orbitalem Heim mit einer kleinen Zeremonie willkommen heißen. 16. Juni 2010, Mittwoch Drei neue Expedition 24 Besatzungsmitglieder setzten heute ihre Reise an Bord der SOJUS TMA-19 zur Internationalen Raumstation fort, nachdem sie gestern am späten Abend um 23:35 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet waren. Die Flugingenieure Doug Wheelock, Shannon Walker und Fjodor Jurtschichin führten ein weiteres Rendezvous-Bahnmanöver aus und testeten das Andocksystem der SOJUS, um es für das Anlegen am hinteren Andockport des Servicemoduls SWESDA um 0:25 Uhr MESZ in der Nacht am Freitag vorzubereiten. Ihre Besatzungskollegen, Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Michail Kornienko und Tracy Caldwell-Dyson, werden sie nach dem Öffnen der Schotts gegen 4 Uhr am Freitag Morgen an Bord des Orbitalkomplexes willkommen heißen. In der Zwischenzeit konzentrierte sich die Besatzung an BOrd der ISS auf Wartungs und Forschungsarbeiten, während sie auf die Ankunft ihrer Besatzungskollegen warteten. Skwortsow und Korniemko führten eine Wartung der Wärmekreisläufe im russischen Segment der Station durch und setzten die Ausstattung des RASSWET-Moduls fort. Kornienko arbeitete auch mit dem Experiment RUSALKA, das die Methan- und Kohlendioxidkonzentrationen in der Erdatmosphäre mißt. Caldwell-Dyson tauschte eine Pumpe in der Sauerstofferzeugeranlage aus, aber ihre Wiederinbetriebnahme ist nicht vor Freitag geplant, um den Weg für die SOJUS TMA-19 freizumachen. Sie arbeitete auch mit Reaktionsselbsttestexperiment, das die täglichen Auswirken des Lebens im All dokumentiert. 15. Juni 2010, Dienstag Das russische Raumfahrzeug mit den drei neuen Expedition 24 Flugingenieuren ist heute um 23:35 Uhr MESZ in Richtung Internationale Raumstation gestartet. Während der Start der SOJUS TMA-19 den frühmorgendlichen Himmel am Kosmodrom Baikonur in Kasachstan in gleißende Helligkeit tauchte, begannen die NASA-Astronauten Doug Wheelock und Shannon Walker, sowie der russische Kosmonaut und SOJUS-Pilot Fjodor Jurtschichin ihre zwei Tage dauernde Reise zum Außenposten in der Erdumlaufbahn. Die neuesten Flugingenieure werden einen fünfeinhalbmonatigen Aufenthalt an Bord der Station beginnen, wenn sie in der Nacht zum Freitag um 0:25 Uhr MESZ am Servicemodul SWESDA der ISS anlegen. Ihre Bordkollegen Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornienko werden sie Willkommen heißen, wenn die Schotts gegen 4 Uhr MESZ geöffnet. Im September werden Wheelock, Walker und Jurtschichin die Expedition 25 Besatzung werden, wenn Skwortsow, Kornienko und Caldwell-Dyson mit ihrer SOJUS TMA-18, die sie am 4. April zur Station gebracht hatte, zur Erde zurückkehren. 14. Juni 2010, Montag Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson sollte heute eine alte Pumpe in das Sauerstofferzeugungssystem im amerikanischen Segment der Station einbauen, um zu versuchen, es wieder zum Laufen zu bringen, so daß es den Bevölkerungszuwachs am Freitag unterstützen kann.
Kommandant Alexander Skwortsow führte eine Beobachtung mit dem Experiment RUSALKA durch, bei dem es sich um einen Test für Verfahren zur Fernmessung von Methan- und Kohlendioxidkonzentrationen in der oberen Erdatmosphäre handelt. Skwortsow assistierte außerdem Kornienko bei einer Sitzung mit dem russischen Experiment PILOT-M. PILOT-M testet die Fähigkeiten eines Piloten bei Simulationen am Mobilrechner unter Stopuhrbedingungen und untersucht dide Reaktion von Kosmonauten auf die Auswirkungen von Streßfaktoren während des Fluges. Caldwell-Dyson schoß Photos vom Mond für das Bildungsprogramm der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA mit dem Namen "ISS-Mondmusik". Zweck dieses Programms ist die Komponierung einer Partitur zu Photos vom Mond, die zu unterschiedlichen Mondphasen geschossen wurden, während die Besatzung in der Schwerelosigkeitsumgebung treibt. Nach dem Herausrollen der SOJUS TMA-19 zur Startrampe am Sonntag, trafen sich die Expedition 24 Besatzungsmitglieder Doug Wheelock, Shannon Walker und Fjodor Jurtschichin heute mit der russischen Staatskommission aus hohen Raumfahrtverantwortlichen und gaben die letzte Pressekonferenz vor dem Start in den Mannschaftsquartieren ihres Kosmonautenhotels. Derzeit verläuft alles nach Plan für den Start am Dienstag Abend um 23:35 Uhr MESZ. Die neuen Besatzungsmitglieder sollen am Freitag um 0:25 Uhr am Servicemodul SWESDA ankoppeln. 11. Juni 2010, Freitag Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson war heute im Labormodul DESTINY und arbeitete am Sauerstofferzeugungssystem. Während das fortschrittliche Lebenserhaltungssystem aufgrund eines Problems außer Betrieb war, wurde mit Ersatzsystemen an Bord der Station Sauerstoff erzeugt. Caldwell-Dyson tauschte eine Pumpe aus und testete Stecker ohne daß sich eine Lösung oder auch nur die Ursache für das Problem zeigte. Die Flugleittechniker am Boden setzen die Behandlung des Problems fort.
Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko waren im russischen Segment der Station, wo sie Ausrüstung und Versorgungsgüter im Inventursystem registrierten. Sie überführten auch Gegenstände aus dem Steuermodul SARJA in das neue Miniforschungsmodul RASSWET. Dabei schlossen sie sich mit Spezialisten auf der Erde kurz, die sie für diese Aktivitäten und anderen Wartungsarbeiten berieten. Am Kosmodrom Baikonur in Kasachstan führten die Expedition 24 Besatzungsmitglieder einen Sitztest innerhalb der SOJUS TMA-19 durch. Das Raumfahrzeug wird am Samstag auf seine Trägerrakete aufgesetzt und am Sonntag auf die Startrampe herausgerollt. Der Start zur Internationalen Raumstation ist für Dienstag um 23:35 Uhr MESZ geplant. Die Flugingenieure Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker werden am Freitag um 0:25 Uhr MESZ am Servicemodul SWESDA anlegen. Sie sollen mit ihren Kollegen nach dem Öffnen der Scotts rund ein paar Stunden später vereint werden. 10. Juni 2010, Donnerstag
Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko setzten ihre wissenschaftlichen und wartungstechnischen Aktivitäten im russischen Segment des Orbitallabors fort. Sie überprüften und ersetzten Filter und übertrugen Meßdaten von den Strahlungsdosimetern zur Erde. Unten auf der Erde bereiten sich derweil zwei Astronauten und ein Kosmonaut darauf vor, zur Expedition 24 hinzuzustoßen. Die Flugingenieure Doug Wheelock, Shannon Walker und Fjodor Jurtschichin sind in Kasachstan, wo sie sich für den Start an Bord der SOJUS TMA-19 am Dienstag um 23:35 Uhr MESZ bereit machen. Die neuen Stationsmitglieder werden am Freitag um 0:25 Uhr MESZ an der Station ankommen und am hinteren Ende des Servicemoduls SWESDA anlegen. Zehn Tage später werden Jurtschichin, Wheelock und Walker die SOJUS TMA-19 von SWESDA zum Miniforschungsmodul RASSWET umversetzen. RASSWET ist das neueste Stationsmodul und dies wird das erste Mal sein, daß ein Raumfahrzeug dort ankoppelt. 9. Juni 2010, Mittwoch Die Expedition 24 Besatzung der Internationalen Raumstation fuhr heute mit Vorbereitungen für die Ankunft der drei weiteren Besatzungsmitglieder fort. Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Michail Kornienko und Tracy Caldwell-Dyson arbeiteten außerdem an einer Reihe von Wartungs- und Forschungsaufgaben.
Skwortsow und Kornienko setzen auch die Ausstattung des Miniforschungsmoduls RASSWET fort, das von der Mission STS-132 zur ISS geliefert worden war. Sie arbeiteten außerdem mit dem Experiment URAGAN, das Gegenden auf der Erde überwacht und photographiert, wo natürliche und menschgemachter Katastrophen erwartet werden. Das heutige Ziel war die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. In der Zwischenzeit arbeitete Caldwell-Dyson am Austausch eine defekten Pumpe im Sauerstofferzeugungssystem in dem Versuch, das System wieder zum Laufen zu bringen. Sie nahm außerdem Proben von verschiedenen Oberflächen in der Station und von der Stationsluft, um sie auf mikrobiologischen Inhalt zu untersuchen. 8. Juni 2010, Dienstag Die drei Expedition 24 Besatzungsmitglieder an Bord der Internationalen Raumstation haben heute eine Reihe von wissenschaftlichen und wartungstechnischen Aufgaben gemeistert, nachdem gestern Nacht der Orbitalkomplex für die Ankunft der drei weiteren Besatzungsmitglieder und eines Frachtraumfahrzeuges auf die richtige Bahnhöhe angehoben wurde. Kommandant Alexander Skwortsow und Flugingenieur Michail Kornienko begannen ihren Arbeitstag mit der Ausstattung des Ersatz-Fahrradergometers im russischen Segment der Station. Dieses verbesserte Trimmrad ist eines von mehreren Fitneßgeräten an Bord der Station, auf dem die Stationsbewohner täglich trainieren müssen, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf ihre Körper während ihres Langzeitaufenthaltes im All zu minimieren. Zu diesen Auswirkungen gehören u. a. der Verlust von Knochensubstanz und Muskelmasse.
Im Labormodul DESTINY inspizierte Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson die Notfalleinrichtungen, darunter ein tragbares Beatmungsgerät und ein Feuerlöscher. Nach der Mittagspause verbrachte Caldwell-Dyson Zeit bei der Arbeit mit einer der wissenschaftlichen Experimentaleinrichtungen der Station. Sie konfigurierte die Gerätschaften im BioLab, einem biologischen Laboratorium für die ISS. Caldwell-Dyson arbeitete auch mit dem Experiment zur Vergröberung in Flüssig-Fest-Mischungen 2, das die Geschwindigkeit untersucht, mit der Zinnpartikel in einer Zinn-Blei-Schmelze durch einen als Vergröberung bezeichneten Prozess in der Schwerelosigkeitsumgebung an Größe zunehmen. Diese Arbeitet findet direkte Anwendung in der Herstellung von Metallegierungen auf der Erde, darunter für Werkstoffe die von größter Wichtigkeit für die Luft- und Raumfahrt sind. Die Triebwerke des angekoppelten Transporters PROGRESS M-05M wurden in der Nacht zweimal für insgesamt 17 Minuten gefeuert und schlossen so ein Trio von Bahnanhebungsmanövern ab, das bereits am Freitag begonnen hatte. Diese Manöver optimierten die Andockgelegenheiten mit der SOJUS TMA-19, die die drei Expedition 24 Flugingenieure am 17. Juni zur Station bringt, und für PROGRESS M-06M mehrere Wochen später. Die Station bewegt sich jetzt auf einer Höhe von 356,5 zu 350,8 km. Unten auf der Erde probte die Besatzung von SOJUS TMA-19, die Astronauten Doug Wheelock und Shannon Walker, sowie der Kosmonaut Fjodor Jurtschichin Rendezvoustechniken in Vorbereitung auf ihren Start am 15. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan. 7. Juni 2010, Montag
Ein vier Minuten und sieben Sekunden dauerndes Feuern der Triebwerke des Servicemoduls SWESDA am Freitag hatte das Perigäum (erdnächster Punkt der Bahn) um 15,5 km angehoben. Dies war das erste von drei Bahnanhebungsmanövern, das den Koplex auf die richtige Höhe für das Anlegen der SOJUS TMA-19 am 17. Juni und dem nachfolgenden PROGRESS M-06M bringen soll. Zwei weitere Triebwerkseinsätze vom PROGRESS M-05M sind für Montag Nacht geplant, um das Perigäum der Station weiter anzuheben und die Bahnanhebung abzuschließen. Kommandant Alexander Skwortsow inspizierte Filter im Sauerstofferzeugersystem ELEKTRON. Flugingenieurin Tracy Caldwell-Dyson verbrachte Zeit mit dem Experiment Pro K. Pro K untersucht die Möglichkeit, daß eine Flugdiät mit einem reduzierten Verhältnis von tierischem Eiweiß zu Kalium zu einem vermindertem Abbau von Knochensubstanz führt. Das Experiment hat einen Einfluß auf Nahrungserfordernisse und die Entwicklung von Nahrungsmittelsystemen für zukünftige Explorationsmissionen. Flugingenieur Michail Kornienko tauschte die Staubsammelfilter aus und führte vorbeugende Wartungsarbeiten am Luftumwälzsystem des SWESDA-Moduls aus. 4. Juni 2010, Freitag
An Bord der Station sind jetzt Kommandant Alexander Skwortsow und die Flugingenieure Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornienko. Zu ihnen werden sich am 17. Juni die Flugingenieure Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker gesellen, wenn sie mit ihrer SOJUS TMA-19 an der Raumstation anlegen. Die neuen Besatzungsmitglieder ersetzen die Expedition 23 Besatzungsmitglieder, die letzten Mittwoch vom Orbitallabor abgelegt und in der Steppe Kasachstans gelandet waren. Kommandant Oleg Kotow und die Flugingenieure Soichi Noguchi und T. J. Creamer schlossen ihre Mission nach 163 Tagen im All, als sie mit derselben SOJUS TMA-17 landetetn, mit der sie auch gestartet waren. In der Zwischenzeit maßen die Besatzungsmitglieder ihre Körpermasse, um Daten für Wissenschaftler bereitzustellen, die die Auswirkungen von Langzeitaufenthalten in der Mikroschwerkraft untersuchen. Die Raumfahrer absolvierten außerdem ihre täglichen Fitneßübungen auf dem Widerstandsübungsgerät und dem schwingungsisolierten Laufband. Die Besatzung setzte die normalen Wartungsarbeiten auf der ganzen Station fort, darunter den Austausch von Batterien an einem Dosimeter, das das Strahlungsniveau überwacht. Es wurde auch an einem Druckablaßventil zwischen dem Miniforschungsmodul RASSWET und dem Steuerungsmodul SARJA gearbeitet. Filter wurden ausgetauscht und die Umwelt der Station wurde nach mikrobiologischen Proben überprüft. Zu den wissenschaftlichen Tätigkeiten gehörte die Dokumentation der Nahrungsaufnahme durch die Besatzungsmitglieder, die Überwachung von Experimenten und das Photographieren der Erdozeane. 3. Juni 2010, Donnerstag Die Expedition 24 Besatzung aus Kommandant Alexander Skwortsow und den Flugingenieuren Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornienko hat heute Wartungsarbeiten und Forschungsaufgaben neben ihren täglichen Fitneßübungen an einem ansonsten leichetn Arbeitstag durchgeführt.
Caldwell-Dyson arbeitete im Labormodul COLUMBUS mit dem Experiment VO2max.Das Experiment beinhaltet das Aufzeichen der Sauerstoffaufnahme von Besatzungsmitgliedern bei den Fitneßübungen vor, während und nach ihrem Aufenthalt an Bord der Station, um die Veränderungen in ihrer aeroben Kapazität zu bestimmen und zu dokumentieren. Kornienko verbrachte Zeit im russischen Segment der Station, wo er die Rauchmelder testete und auswechselte und weitere vorbeugende Wartungsarbeiten ausführte. Während des ganzen Tages hatte sich die Besatzung Zeit für ihre täglichen Fitneßübungen genommen. Die Besatzungsmitglieder der Station müssen täglich 2,5 Stunden Übungen absolvieren, um den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf ihre Körper bei Langzeitaufenthalten im All entgegenzuwirken. 2. Juni 2010, Mittwoch Nach dem Ablegen und der erfolgreichen Landung von SOJUS TMA-17 mit Expedition 23 Kommandant Oleg Kotow und den beiden Flugingenieuren T. J. Creamer und Soichi Noguchi an Bord, hat die Expedition 24 Besatzung unter dem neuen Kommandanten Alexander Skwortsow und den Flugingenieuren Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornienko ihre Arbeit aufgenommen. Kotow hatte bereits am Montag in einer kurzen Zeremonie das Kommando über die Station an Skwortsow übergeben. Die drei werden am 17. Juni verstärkt werden, wenn die SOJUS TMA-17 mit den Flugingenieuren Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker an der Station anlegt. Die SOJUS soll am 15. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus zur ISS starten. Die Expedition 24 Besatzung hatte heute einen leichten Arbeitstag, bei dem sie ihren Schlafrhythmus wieder an den normalen Arbeitsalltag anpaßte, nachdem er für die Missions der ATLANTIS und für das Ablegen der SOJUS verschoben wurde.
Alle
Zeiten,
wenn nicht anders vermerkt, Mitteleuropäische Zeit (MEZ),
bzw.
Mitteleuropäische
Sommerzeit
(MESZ)
Quelle: NASA
ISS-Statusberichte, NASA
Webseite (NASA Human Spaceflight, Station Section) |